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TESTBERICHT: HP Omen 32 Teil 10


Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Zwar existiert im OSD-Menü keine Möglichkeit der Wahl des Bildformats, doch werden HD- und Full-HD-Material richtig erkannt und bildschirmfüllend angezeigt. Auch SD-Material wird folgerichtig auf die volle Panel-Höhe skaliert und mit Balken links und rechts seitengerecht angezeigt.

Im Handbuch ist kein Hinweis zu finden, ob Interlaced-Material angenommen wird. Wir spielten dem Omen per HDTV-Receiver Signale in 1080i zu, was sich als völlig unproblematisch herausstellte. Bei Zuspielung von Halbbildfolgen mit der in Europa üblichen 2:2-Kandenz (PAL-Signal) und 3:2-Kandenz (NTSC-Signal) werden nur jene im 2:2-Rhythmus richtig erkannt. Signale im 3:2-Rhythmus werden als Videomaterial interpretiert und einfach hochskaliert, was sich durch eine starke Kammbildung und einen auffälligen Moiré-Effekt äußert. Daher sollte man dem Display nach Möglichkeit Vollbilder zuspielen.

Durch den Videoprozessor "iScan VP50" lassen sich verschiedene Ausgabefrequenzen zuspielen und anhand eines durch das Bild laufenden Balkens beurteilen, ob Judder entsteht. Hier werden einzig die Frequenzen 48 oder 60 Hz akzeptiert, wovon nur 60 Hz keinen Judder anzeigt. Bei 24 Hz bleibt der Bildschirm schwarz und es erscheint ein Hinweis, dass das Signal außerhalb des Gültigkeitsbereichs liegt. Am Computer werden zusätzlich noch 75 Hz angenommen, aber auch hier läuft der Testbalken nicht ruhig über das Display.

Bei 24 Hz bleibt der Bildschirm schwarz

Overscan

Der Overscan ist über "Bildsteuerung -> Anzeigeüberlauf" zu erreichen. Warum allerdings an den Seiten jeweils 100 Pixel und in der Höhe jeweils 55 Pixel abgeschnitten werden, ist unverständlich und eindeutig zu viel.

Farbmodelle und Signallevel

Der Omen by HP 32 verarbeitet am HDMI-Eingang nur digitale RGB-Signale. YCbCr-Signale werden mit falschen poppigen Farben angezeigt. Es existiert auch keine Auswahl des Farbmodells im OSD-Menü. Verfügt der Player auch nicht über diese Funktion, ist es gar nicht möglich, einen Film anzuschauen, und man ist auf den Computer angewiesen. Das eingehende Signal wird mit dem vollen Dynamikbereich (PC-Level, Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 0-255) ausgegeben. Daraus ergibt sich eine flaue Darstellung der Bildinhalte, weil es nicht geeignet gespreizt wird. Im OSD-Menü existiert zwar die Einstellungsebene "Videostufe", die auch mit "Eingeschränkte Reichweite (16-235)" auszuwählen ist, aber das Bild ändert sich nur marginal, wenn diese Stufe aktiviert ist.


Bewertung
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377,79 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Das Fazit des Omen by HP 32 fällt nicht gerade leicht, da das Display im Grunde einer falschen Zielgruppe zugeordnet ist. Aber von Anfang an.

Das Design des Monitors ist gefällig und spricht durch seine Schnörkellosigkeit Minimalisten an. Auch die Verarbeitung weiß zu gefallen und zeigt eine gute Qualität. Ergonomisch fällt das Display allerdings durch, da einzig eine Anpassung der Neigung geboten wird.

Für Hobbyfotografen lohnt sich ein Blick auf den Omen by HP 32, da bereits vor der Kalibrierung der sRGB-Farbraum zu 99 Prozent abgedeckt wird. Es sollte aber ein Kalibriergerät zur Verfügung stehen, da erst nach der Kalibrierung die notwendige Farbgenauigkeit erreicht wird. Dann aber zeigt das Display eine gute Leistung bei einem tollen Schwarzwert.

Cineasten werden diesen Schwarzwert ebenso zu schätzen wissen, da so auch düstere Szenen stimmungsvoll wiedergegeben werden. Die Blickwinkelstabilität zeigt sich auch in einem erträglichen Rahmen, falls die Runde etwas größer ausfallen sollte. Richtiges Popcornfeeling will aber trotzdem nicht aufkommen, da 24 Hz verweigert werden und der Bildschirm schwarz bleibt.

Eigentlich richtet sich das Display aber an die Spielerfraktion, denn der Omen by HP 32 wird explizit als Gaming-Display beworben. Tragischerweise kann der Monitor hier überhaupt nicht überzeugen und verfügt über zu träge Pixel, die einfach kein scharfes bewegtes Bild zeigen wollen. Auch die hohe Latenz ist für schnelle First-Person-Shooter kontraproduktiv. Zu allem Überdruss zeigt auch FreeSync eine mäßige Performance bei einer viel zu geringen Bandbreite von nur 12 Hz.

HP hätte besser daran getan, den Omen als Büromonitor zu bewerben, denn hier zeigt er eine ordentliche Leistung. Für Gamer ist der Monitor dagegen die falsch Wahl. Gemessen an dem sehr großen Bildschirm und der ordentlichen Bildqualität scheint uns der momentane Straßenpreis von 449 € noch angemessen zu sein.

Gesamturteil: BEFRIEDIGEND


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3 Kommentare vorhanden


Erstmal vielen Dank für den Test.

Ich habe mir den Bildschirm jetzt gekauft und mein Exemplar kann Freesync zwischen 48Hz und 75 Hz.
Der Kritikpunkt der kleinen Freesync-Range kann ich also nicht nachvollziehen. Hattet ihr ein defektes Modell, oder ist beim Test etwas schief gelaufen?
Hallo JJJT,

ich bin der Testredakteur dieses Tests. Mir hat die Grafikkarte die Range angezeigt (siehe Bild "Subjektive Beurteilung" -> "Freesync". Darauf verlasse ich mich natürlich nicht komplett, sondern beurteile das ganze noch aktiv, während des Spiels. Die Spiele die ich dafür benutze sind allerdings auch eine echte Probe für das Tool, da "Project Cars" und "Titanfall" extremes Tearing produzieren. Bei "Titanfall" versagte Freesync komplett, während bei "Project Cars" nur bedingt ein Effekt beobachtet werden konnte, und zwar nur in der genannten Range.
Wir können natürlich auch nicht mit jedem Spiel testen, sondern stellen den "Worst Case" her. Damit kam Freesync eben nicht zurecht. Bei welchem Spiel konnte das Tool denn selbst bei 75Hz Tearing vermeiden?

Viele Grüße
Oliver
Damit Freesync mit 48-75 Hz läuft muss neben der Monitoreinstellung "Spiel" auch noch in Windows unter "erweiterte Anzeigeeinstellung-->Adaptereigenschaften anzeigen-->Monitor" auf 75 Hz umgestellt werden. Die 48-75 Hz werden dann auch unter den Radeon Einstellungen korrekt angezeigt.

Als einziges schnelles Spiel habe ich mit diesem Monitor bisher Shadow Warrior 2 intensiv gespielt und Tearing ist mir dabei nur im Vorspann, der auf 30 FPS gelocked ist, begegnet.

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