Test Monitor HP Omen 32
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60 Hz, Overdrive „Am Schnellsten“

Hp Omen 32 Monitor 60Hz Schaltzeiten Am Schnellsten
Hp Omen 32 Monitor 60Hz Gtg Am Schnellsten
Durchschnittliche Schaltzeiten zeigen erste Überschwinger

Wir überspringen die nächste Stufe und schalten auf die höchste Overdrive-Stufe. Hier kann das Display beim Schwarz-Weiß-Wechsel nach wie vor nicht überzeugen und wird wie bei der zweiten Stufe mit 12 ms gemessen, was nach wie vor 0,6 ms langsamer ist, als bei deaktiviertem Overdrive. Der schnellste Grauwechsel halbiert dafür die Schaltzeiten zur letzten Messung mit 4,2 ms.

Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte gewinnt zwar deutlich, ist dafür aber mit 12,7 ms abermals zu langsam. Auch der so wichtige CtC-Wert kann sich gegen andere Displays nicht durchsetzen und ist für ein Gaming-Display mit 6,8 ms einfach zu langsam. Hier zeigt der Omen auch Überschwinger, die allerdings noch zu verkraften sind.

75 Hz, Overdrive „Standard“

Hp Omen 32 Monitor 75Hz Schaltzeiten Standard
Hp Omen 32 Monitor 75Hz Gtg Standard
Langsame Schaltzeiten können nicht überzeugen

Bei 75 Hz fühlt sich das Display etwas wohler und zeigt beim Schwarz-Weiß-Wechsel eine gemessene Zeit von 10,6 ms. Der schnellste Grauwechsel ist dann aber auch wieder mit 9 ms nur Mittelmaß und der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte mit 23,5 ms zu hoch, um gegen andere Displays bestehen zu können. Auch der CtC-Wert ist mit 17,4 ms äußerst langsam. Der Helligkeitsverlauf zeigt auch hier keinen Ausschlag.

75 Hz, Overdrive „Schnell“

Hp Omen 32 Monitor 75Hz Schaltzeiten Schnell
Hp Omen 32 Monitor 75Hz Gtg Schnell
Schaltzeiten gewinnen nur marginal an Geschwindigkeit

Bei 75 Hz und Overdrive „Schnell“ können wir auch nur marginale Verbesserungen erkennen. Hier wird der Schwarz-Weiß-Wechsel mit 10,5 ms und der schnellste Grauwechsel mit 8,6 ms gemessen. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte zeigt mit 20,5 ms wieder eine unterdurchschnittliche Zeit, und auch der CtC-Wert erfährt mit 12,2 ms keine richtige Verbesserung gegenüber der Zeit, die bei 60 Hz gemessen wurde. Glücklicherweise bleibt zumindest der Helligkeitsverlauf unauffällig.

75 Hz, Overdrive „Am Schnellsten“

Hp Omen 32 Monitor 75Hz Schaltzeiten Am Schnellsten
Hp Omen 32 Monitor 75Hz Gtg Am Schnellsten
Für ein Gaming-Display sollten bessere Schaltzeiten erreicht werden

Bei der maximalen Aktualisierungsrate und höchstem Overdrive verlangsamt sich der Schwarz-Weiß-Wechsel auf 12,4 ms, dafür wird der schnellste Grauwechsel, mit 4 ms doppelt so schnell. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte gewinnt ebenfalls und wird mit 13,6 ms gemessen. Endlich erreicht der CtC-Wert mit 5,8 ms eine durchschnittliche Leistung, die aber für ein Gaming-Display dennoch zu langsam ist. Der Helligkeitsverlauf zeigt zwar Überschwinger, die aber noch im Rahmen liegen dürften.

Netzdiagramme

Hp Omen 32 Monitor 60Hz Netz Standard
Hp Omen 32 Monitor 75Hz Netz Standard
Netzdiagramm 60 Hz und 75 Hz, Reaktionszeit „Standard“
Hp Omen 32 Monitor 60Hz Netz Schnell
Hp Omen 32 Monitor 75Hz Netz Schnell
Netzdiagramm 60 Hz und 75 Hz, Reaktionszeit „Schnell“
Hp Omen 32 Monitor 60Hz Netz Am Schnellsten
Hp Omen 32 Monitor 75Hz Netz Am Schnellsten
Netzdiagramm 60 Hz und 75 Hz, Reaktionszeit „Am Schnellsten“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von langen 49,6 ms kann der Omen By HP 32 nicht überzeugen. Zuzüglich der halben mittleren Bildwechselzeit beträgt die Latenz 56,4 ms, was unsere Grafik nicht mehr darstellen kann.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit werden die Augen auch bei reduzierter Helligkeit nicht übermäßig strapaziert.

Hp Omen 32 Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Obwohl jedes Display einen umfangreichen Parcours mit hochempfindlichen Messgeräten durchläuft, kommt es immer wieder vor, dass einige Geräte Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive erzeugen. Dies gilt es in diesem Teil des Tests herauszufinden. Außerdem wird erklärt, wie sich die Messwerte aus dem Teil „Reaktionsverhalten“ visuell äußern und inwieweit sich das Display Performance-technisch in bestimmten Situationen darstellt.

Hierfür haben wir uns einige Zeit hingesetzt und mit dem Monitor Filme geschaut, gespielt und einige kleinere Tests durchgeführt. Zur Beurteilung kommt zum größten Teil das Spiel Project CARS in der Cockpit-Ansicht zum Einsatz. Diese vereint sowohl schnell als auch langsam bewegte Bildanteile. Zudem produziert es extremes Tearing und verfügt über harte Kontraste, die eine mögliche Koronabildung im bewegten Bild erkennen lassen.

Zunächst wurde der Omen by HP 32 ohne „FreeSync“ bei 60 Hz mit dem Spiel Project CARS getestet. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die Settings so eingestellt wurden, dass dem Display auch ungefähr 60 fps von der Grafikkarte geliefert wurden, um nicht unnötig Stuttering oder Tearing zu produzieren. Das Ergebnis ist wenig schön anzusehen. Die Koronabildung, die bei den höchsten Overdrive-Einstellungen auch nicht zu verachten ist, stellt dabei das kleinere Problem dar. Schlimmer wiegt der heftige Unschärfeeindruck bei schnellen Schwenks wie z. B. in Kurvenfahrten. Hier zeigen sich schnell bewegte Bildanteile stark verschmiert. Das wird nicht nur verwöhnten Augen auffallen, die eine hohe Aktualisierungsrate gewohnt sind. Teilweise ist das aufgrund des großen Displays so unangenehm, dass empfindlichen Personen schlecht werden könnte. Für Rennspiele ist dieses Display mit Sicherheit nicht die richtige Wahl. Auch das normalerweise eher unterschwellige Zittern des Bildes bei 60 Hz zeigt sich hier dominanter, was aber vielleicht ebenfalls dem riesigen Panel geschuldet sein kann und deswegen mehr auffällt.

Auch für First-Person-Shooter ist das Display nicht geeignet, da es eine enorm hohe Latenz aufweist. So kann es sein, dass man bereits getroffen wurde, ohne überhaupt reagieren zu können. Außerdem zeigt sich auch hier die Problematik der Unschärfe, wenn man die Umgebung nach möglichen Gegnern abscannen will und dabei zu schnelle Schwenks ausführt.

7 KOMMENTARE

  1. Ich finde den Part mit dem Rand von bis zu 100 pixel seltsam. Das macht mein Modell nicht. Das klingt für mich nach typischem HDMI Problem (ist halt TV-Mist und kein echtes PC Format); dafür gibt es in den AMD Treibern die Option „Over- / Underscan“, dort auf 0 Stellen und die Ränder sind weg.
    Mir ist aber schon aufgefallen, dass der Monitor manche Funktionen nur mit Displayportanbindung aktiviert. Wurde für den Test der Monitor mit HDMI betrieben würde mich das Abschneiden also nicht wundern. Ich spiele selbst diverse Games, u.a. Project Cars, und kann kein Tearing feststellen.
    Mein einziger Kritikpunkt ist gelegentliches „flackern“ im Browser. Warum es nur dort auftritt ist mir jedoch noch Rätselhaft.

    • Hallo Shin,

      der Test ist nun schon sehr lange her und da war Freesync noch in den Kinderschuhen. Glaub mir, zu dieser Zeit hat die Synchronisation nur sehr schlecht, bis überhaupt nicht funktioniert und war meiner Meinung nach komplette Glückssache. Mittlerweile gibt es treibertechnisch keine Probleme mehr.

      Viele Grüße
      Oliver

    • Du klickst im Inhaltsverzeichnis auf Sound und voilà dort steht kurz und knapp, dass er keine hat. Sorry aber erst einmal den Test lesen und dann fragen.

  2. Damit Freesync mit 48-75 Hz läuft muss neben der Monitoreinstellung „Spiel“ auch noch in Windows unter „erweiterte Anzeigeeinstellung–>Adaptereigenschaften anzeigen–>Monitor“ auf 75 Hz umgestellt werden. Die 48-75 Hz werden dann auch unter den Radeon Einstellungen korrekt angezeigt.

    Als einziges schnelles Spiel habe ich mit diesem Monitor bisher Shadow Warrior 2 intensiv gespielt und Tearing ist mir dabei nur im Vorspann, der auf 30 FPS gelocked ist, begegnet.

  3. Hallo JJJT,

    ich bin der Testredakteur dieses Tests. Mir hat die Grafikkarte die Range angezeigt (siehe Bild „Subjektive Beurteilung“ -> „Freesync“. Darauf verlasse ich mich natürlich nicht komplett, sondern beurteile das ganze noch aktiv, während des Spiels. Die Spiele die ich dafür benutze sind allerdings auch eine echte Probe für das Tool, da „Project Cars“ und „Titanfall“ extremes Tearing produzieren. Bei „Titanfall“ versagte Freesync komplett, während bei „Project Cars“ nur bedingt ein Effekt beobachtet werden konnte, und zwar nur in der genannten Range.
    Wir können natürlich auch nicht mit jedem Spiel testen, sondern stellen den „Worst Case“ her. Damit kam Freesync eben nicht zurecht. Bei welchem Spiel konnte das Tool denn selbst bei 75Hz Tearing vermeiden?

    Viele Grüße
    Oliver

  4. Erstmal vielen Dank für den Test.

    Ich habe mir den Bildschirm jetzt gekauft und mein Exemplar kann Freesync zwischen 48Hz und 75 Hz.
    Der Kritikpunkt der kleinen Freesync-Range kann ich also nicht nachvollziehen. Hattet ihr ein defektes Modell, oder ist beim Test etwas schief gelaufen?

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