Sony XH90: 4K bei 120 Hz mit Bildqualitätsverlust (Update)

Zu langsamer Prozessor, zu geringe Bandbreite oder eine fehlerhafte Firmware ursächlich

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(Originalmeldung vom 06.11.2020, 11:39 Uhr) Die Kollegen von 4K Filme weisen auf eine Problematik bei der XH90-Serie von Sony hin. Die 2020 erschienenen Fernseher liefern bei 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) und 120 Hz Bildwiederholfrequenz demnach ein leicht verwaschenes und unscharfes Bild. Als ursächlich vermutet wird entweder ein zu schwacher TV-Prozessor oder eine 4K-Upscaling-Methode.

Sony XH90 (Bild: Sony)
Sonys XH90-Serie soll Probleme mit 4K bei 120 Hz haben (Bild: Sony)

Der YouTube-Kanal HDTVTest befasste sich vor ein paar Wochen ebenfalls schon mal mit dem Thema und erhielt von Sony sogar eine Stellungnahme, laut der für eine stets flüssige 4K-Darstellung bei 120 Hz schlicht nicht genug Bandbreite zur Verfügung stehe und daher „Bildoptimierungen“ vorgenommen werden. Der Hersteller priorisiert hier also ein dauerhaft flüssiges Bild und nimmt dafür Qualitätsverluste in Kauf.

Die XH90-Reihe kam ursprünglich mit auf 18 Gbit/s limitierten HDMI-Ports auf den Markt (siehe PRAD-News Sony XH90: Preise und Termine zur neuen 4K-TV-Reihe). Ein zunächst für Winter 2020 angekündigtes Firmware-Update (siehe PRAD-News Sony liefert Android 9 für ältere Fernseher nach) für 4K bei 120 Hz wurde noch im Laufe des vergangenen Monats freigegeben und müsste ein Fixed-Rate-Link-Feature freigeschaltet haben, das die Bandbreitenkapazität der Schnittstellen deutlich erhöht. Womöglich reichte das allerdings nicht aus oder wurde fehlerhaft implementiert.

Ob Sony hier zeitnah mit einer Firmware Abhilfe schaffen kann und wird oder Besitzer eines betroffenen Modells dauerhaft mit den 4K-120-Problemen auskommen müssen, bleibt abzuwarten. Angesichts der anstehenden Veröffentlichung der Next-Gen-Konsole PlayStation 5 aus selbem Haus wäre aber eigentlich Eile geboten.

Nachtrag (16.11.2020, 13:37 Uhr): Wie Sony auf einer US-Support-Seite beschreibt, sei die Ursache der Darstellungsfehler auf ein Software-Problem zurückzuführen, das über ein zukünftiges Firmware-Update ausgemerzt werden soll. Einen Termin nannte das Unternehmen allerdings noch nicht. (Quelle: Golem)

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