Messungen nach Kalibrierung und Profilierung
Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus DisplayCAL heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.
Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.
Für die Kalibrierung wurden im OSD folgende Werte eingestellt:
| Bildmodus: | Nutzer |
| Helligkeit: | 36 |
| Kontrast: | 70 |
| Gamma: | 2,2 |
| Farbtemperatur: | Anpassen |
| RGB: | 99/97/100 |
| Schärfe: | 0 |
Profilvalidierung

Der MSI 341CQRDE QD-OLED X36 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschöne Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Alle Kalibrierungsziele wurden erreicht. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,47) ist sehr gut, die Range (1,62 Delta C) gut. Auch die Farbwerte erzielen ein hervorragendes Ergebnis (Delta-E-2000-Average: 0,26; Delta-E-2000-Maximum: 0,85).
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.
Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,46; Delta-C-Range: 1,60) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind sehr gut (Delta-E-2000-Average: 0,37). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,22, und die Gammakurve verläuft korrekt – bis auf einen kleinen Schlenker am Ende. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta-C-Average von 1,97 (RGB: 0 0 255).
Die „Range“ bei Delta C (ΔC) bezieht sich auf den Bereich oder die Spanne der Farbunterschiede zwischen zwei Farben oder Farbwerten. Delta C ist eine Metrik, die in der Farbmessung und -analyse verwendet wird, um den Farbunterschied zwischen zwei Farbproben zu quantifizieren. Es misst, wie stark die Farben voneinander abweichen.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,50; Delta-C-Range: 1,50) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind sehr gut (Delta-E-2000-Average: 0,71). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,23, und die Gammakurve verläuft korrekt – bis auf einen Schlenker am Ende. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta-C-Average von 3,03 (RGB: 0 255 0).
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,37; Delta-C-Range: 1,25) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind sehr gut (Delta-E-2000-Average: 0,37). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,63. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta-C-Average von 2,24 (RGB: 0 0 255).
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Flimmerfreiheit
Die Helligkeitsreduzierung des MSI 341CQRDE QD-OLED X36 wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) gedimmt, sodass keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flicker) auftreten. Wir gehen davon aus, dass der Monitor DC-Dimming (Gleichstrom-Dimmung) verwendet, bei dem die Spannung direkt angepasst wird, um die Helligkeit zu verändern.
Getestet wurde bei einer Helligkeit von 100 %, 36 % (140 cd/m²) und 0 %. Damit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Helligkeit für ein längeres, ermüdungsfreies Arbeiten davor geeignet.
Reaktionsverhalten
Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 360 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 0,03 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption ist bei einem OLED-Monitor unüblich und auch nicht vorhanden, weil schlichtweg unnötig.
Messverfahren: Anfängliche Reaktionszeit („initial response time“), Gamma-Korrektur (RGB-5-Toleranz) und RGB-Überschwinger.
DSC
DSC („Display Stream Compression“) ist ein verlustbehafteter Kompressionsstandard, der von der Video Electronics Standards Association (VESA) entwickelt wurde. Er wird verwendet, um hochauflösende Video- und Bildsignale effizient zu komprimieren, ohne dabei sichtbare Qualitätsverluste zu verursachen.
DSC, was standardmäßig aktiviert ist, kann die Datenrate um den Faktor 3:1 reduzieren, ohne dass das menschliche Auge einen deutlichen Unterschied wahrnimmt. DSC ermöglicht somit 2K mit 360 Hz über eine begrenzte Bandbreite.
360 Hz
Wie nicht anders zu erwarten, sind die Reaktionszeiten bei einem OLED-Panel phänomenal schnell. Obwohl wir die 0,03 ms mit unserem Mess-Equipment nicht erreichen, gibt es an der Schnelligkeit nichts auszusetzen. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 0,4 ms und den schnellsten Grauwechsel ebenfalls mit 0,3 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 0,8 ms.
Insgesamt können die Messwerte als ausgezeichnet gewertet werden. Obwohl wir bei den Überschwingern ganz minimale Ausschläge bei einigen Werten ermitteln, ist das zu vernachlässigen. Das Ergebnis ist auch hier überzeugend.
Latenzzeit
Die Latenzzeit (auch Input-Lag genannt) eines Monitors ist insbesondere beim Spielen ein wichtiger Faktor, da sie beeinflusst, wie schnell Eingaben (z. B. Mausbewegungen oder Tastenklicks) auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein Wert von unter 5 ms kann als sehr gut angesehen werden und ist ideal für professionelles Gaming und E-Sport, da sie schnelle Reaktionen erfordern. Werte zwischen 5 und 10 ms eignen sich noch für ambitionierte Spieler und Videobearbeiter. Als durchschnittlich sind 10 bis 25 ms anzusehen, was für die meisten Nutzer ausreichend für alltägliche Aufgaben ist. Ab 25 ms können bei schnellen Bewegungen Verzögerungen auftreten, wodurch solche Zeiten für anspruchsvolle Anwendungen nicht mehr empfehlenswert sind.
Die Lag-Messungen wurden in der nativen Auflösung (2560 × 1440) bei 60, 120, 240 und 360 Hz am DisplayPort durchgeführt.













Vielen Dank für den Test!
Im Testbericht hat der Monitor beim Energieverbrauch ein „sehr schlechtes Ergebnis“ und bekommt trotzdem die volle Punktzahl?
Ja, da gab es einen Übertragungsfehler. Der wurde korrigiert. Die sehr schlechte Wertung wurde bei 140 cd/m² mit 100 % APL und 100 % Weiß ermittelt. Zur Bewertung ziehen wir aber 140 cd/m² mit 100 % APL und 50 % Grau heran. Diese erzielt noch ein knapp gutes Ergebnis. Das steht auch so im Text. Danke für den Hinweis.