Interpolation
Ein Schärferegler steht im OSD unter „Gaming-Funktionen -> Schärfe“ zur Verfügung und wirkt auch in der nativen Auflösung. Werkseitig ist er auf den Wert „0“ eingestellt und kann von 0 bis 5 angepasst werden. Wir testen die Interpolation über DisplayPort und verifizieren die Ergebnisse über HDMI. Die Schärfe in der nativen Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1920 x 1080 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte erreicht wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfe-Eindruck. Farbsäume treten nicht auf. Insgesamt ist das Ergebnis als ausgesprochen gut zu bezeichnen. Die Schärfe kann auf 1 bis 2 erhöht werden, darüber hinaus sinkt die Schriftqualität merkbar.
Im PC-Betrieb sollte die Skalierung der Grafikkarte überlassen werden, die das Bildsignal als Vollbild, Seitenverhältnis oder 1:1 wiedergeben kann. Da wir aber die Möglichkeiten des MSI 341CQRDE QD-OLED X36 testen wollen, haben wir in den Einstellungen der Grafikkarte festgelegt, dass das Anzeigegerät die Skalierung übernehmen soll und ein 1:1-Bild von der Grafikkarte ausgegeben wird. Beim Test der 1:1-Darstellung wird ein Vollbild zugespielt.
Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet das Gerät im OSD-Menü unter „Gaming-Funktion -> Bildschirmgröße“ die Einstellmöglichkeiten „Auto“, „4:3“, „16:9“, „21:9“, und „1:1“. „Auto“ zeigt ein seitengerechtes Bild an und dürfte die sinnvollste Einstellung sein.
Grundsätzlich skaliert der Monitor SD- und HD-Auflösungen einwandfrei. Die Ergebnisse bei PC-Auflösungen unterscheiden sich allerdings je nach Signaleingang (DisplayPort oder HDMI). Insofern sollte man die Skalierung im PC-Betrieb der Grafikkarte überlassen. Leider bietet der MSI 341CQRDE QD-OLED X36 unter 1080p nur 60 Hz. Über DisplayPort stehen die PC-Auflösungen 1920 x 1080 und 1024 x 720 zur Verfügung, die jedoch nicht korrekt dargestellt werden können. Über HDMI sind diese Auflösungen nicht verfügbar.
| Signal | Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe | Unskalierte Wiedergabe |
| SD (480p) | Ja | Ja |
| SD (576p) | Ja | Ja |
| HD (720p) | Ja | Ja |
| HD (1080p) | Ja (nur 60 Hz) | Ja |
| UHD (4K) | Nein | Nein |
| PC (5:4) | Ja | Ja |
| PC (4:3) | Nein (HDMI Ja) | Nein (HDMI Ja) |
| PC (16:10) | Nein (teilweise) | Ja (teilweise) |
| PC (16:9) | Nein | Nein |
Farbwiedergabe
Zunächst wird die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset und – falls vorhanden – in einem vordefinierten Modus (sRGB, Adobe RGB oder DCI-P3) getestet. Anschließend wird das Testgerät mit DisplayCAL kalibriert. Falls eine Hardwarekalibrierung möglich ist, wird der Monitor zusätzlich mit der Software des Herstellers kalibriert. Für die Messungen wird eine eigene Software verwendet, als Messgerät kommt das Kolorimeter Calibrite Display Plus HL zum Einsatz.
Hinsichtlich Farbraumvolumen (CIE 1976) verspricht der Proband 139,1 % sRGB, 119,2 % Adobe RGB und 110 % DCI-P3. Wir ermitteln 162,2 % sRGB, 111,8 % Adobe RGB und 114,9 % DCI-P3. Die Grafiken zeigen die Abdeckung in den Farbräumen sRGB, Adobe RGB und DCI-P3 – einmal im jeweiligen Modus des Monitors und nach der Softwarekalibrierung. Der jeweilige Modus sollte das größere Farbraumvolumen idealerweise entsprechend einschränken, was auch ordentlich gelingt. Die Farbraumabdeckung nach der Kalibrierung beträgt 100 % sRGB, 94,2 % Adobe RGB und 99 % DCI-P3.
Ein fehlender Farbumfang wird durch ein schwarzes Gitter gekennzeichnet, eine größere Abdeckung durch ein hellgraues.

| Farbraum | Abdeckung im Werks-Preset | Abdeckung nach Kalibrierung |
| sRGB | 98 % | 99,7 % |
| Adobe RGB | 93 % | 94,2 % |
| ECI-RGB v2 | – | 87 % |
| DCI-P3 RGB | 96 % | 99 % |
| ISO Coated v2 (FOGRA39L) | – | 99 % |
Messungen vor Kalibrierung und Profilierung
Farbmodus: „Öko“ (Werkseinstellung)
Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Das Ergebnis fällt insgesamt hervorragend aus. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,43) und die Range (Delta-C-Range: 0,84) sind ausgezeichnet.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,46; Delta-C-Range: 0,93) sind die Ergebnisse sehr gut. Gleiches gilt für die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,03). Die Maximalabweichung liegt bei 3,03 Delta E 2000 (RGB: 255 0 0). Der Gammaverlauf beträgt im Schnitt 2,26, und die Gammakurve verläuft ansatzweise an der Ideallinie.
Die Helligkeit kann in allen Modi angepasst werden, was vorbildlich ist. Um eine Leuchtdichte von 140 cd/m² zu erzielen, sollte bei der Helligkeit ein Wert von 33 % gewählt werden. Viele Hersteller sperren die Helligkeitsanpassung in den vordefinierten Farbmodi.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich Adobe-RGB-Modus mit dem Adobe-RGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,31; Delta-C-Range: 0,79) sind die Ergebnisse sehr gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,24) erzielen ein gutes Resultat. Die Maximalabweichung liegt bei 3,17 Delta E 2000 (RGB: 0 63 0). Der Gammaverlauf beträgt im Schnitt 2,25 und ist etwas unruhig.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.




















Vielen Dank für den Test!
Im Testbericht hat der Monitor beim Energieverbrauch ein „sehr schlechtes Ergebnis“ und bekommt trotzdem die volle Punktzahl?
Ja, da gab es einen Übertragungsfehler. Der wurde korrigiert. Die sehr schlechte Wertung wurde bei 140 cd/m² mit 100 % APL und 100 % Weiß ermittelt. Zur Bewertung ziehen wir aber 140 cd/m² mit 100 % APL und 50 % Grau heran. Diese erzielt noch ein knapp gutes Ergebnis. Das steht auch so im Text. Danke für den Hinweis.