RGB-Beleuchtung Mystic Light
Im OSD unter dem Punkt „Allgemein“ gibt es die Option „RGB LED“, mit der Mystic Light aktiviert und die RGB-Helligkeit (5 Stufen von 20 bis 100 %) justiert werden kann.
Auf der Gehäuserückseite ist oben in der Mitte eine RGB-Beleuchtung integriert. Sie macht einen dezenten und optisch hochwertigen Eindruck. Leider sieht man davon nichts, wenn man den Monitor vor einer Wand positioniert. Und wenn er frei im Raum steht, profitieren andere Personen von einer tollen Wirkung – aber nicht derjenige, der davorsitzt. Daran kann selbst die höchste Einstellung der RGB-LED-Helligkeit nichts ändern.



Gaming Intelligence
Wie auch bei anderen Gaming-Displays von MSI lässt sich die Software „Gaming Intelligence“ installieren und zur Steuerung des Monitors nutzen, sobald der MPG 322URDE QD-OLED X24 per USB mit dem Computer verbunden wurde.
Ein wichtiger Grund ist auch die Möglichkeit, ein Firmware-Update mit der Software durchzuführen. Die Version FW.009 war allerdings aktuell. Sollte eine neue Version verfügbar sein, ist sie auf der MSI-Website zu finden. Das Update ist simpel, dauert aber seine Zeit. Am besten plant man eine Kaffeepause ein. Die Aktualisierung kann nur mit einer Verbindung über DisplayPort ausgeführt werden.
Lesen Sie für ausführliche Informationen zur Software „Gaming Intelligence“ die Reportage MSI OLED-Monitore optimieren mit Gaming Intelligence Software. Darin wird erläutert, was sich mit der Anwendung alles anstellen lässt.
Bildqualität
Der Rahmen ist matt, und die Oberfläche im ausgeschalteten Zustand spiegelt sehr deutlich. Im Betrieb ist davon bei hellen Bildinhalten nichts zu bemerken, solange sich keine Fenster direkt neben dem Nutzer oder im Rücken des Anwenders befinden. Diese Inhalte sind als Spiegelungen auf dem Display erkennbar, auch wenn es uns nicht sonderlich gestört hat.
Die Messungen wurden am DisplayPort-Eingang und mit einer Ausgabefarbtiefe von 10 bpc durchgeführt. 10 bpc steht für 10 bits per channel (10 Bits pro Kanal) und bezieht sich auf die Farbtiefe eines Bildes oder Displays. Das bedeutet, dass für jeden Farbkanal (Rot, Grün und Blau) 10 Bit zur Verfügung stehen, um verschiedene Farbtöne darzustellen. Ein 10-Bit-Display kann also insgesamt 1024 Stufen pro Farbkanal (2^10) darstellen, was zu einer Gesamtzahl von über 1 Milliarde Farben (1 073 741 824) führt.
Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 folgende Werte ein:
| Bildmodus: | Nutzer (Standard: „Öko“) |
| Helligkeit: | 70 |
| Kontrast: | 70 |
| Gamma: | 2,2 |
| Farbtemperatur: | 6500 K |
| Sättigung: | 50 |
| Schärfe: | 0 |
Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.
Da die Graubalance im Modus „Öko“ bei der Range kein „Sehr gut“ erreichen konnte, haben wir lediglich den Modus auf „Nutzer“ geändert.
Graustufen
Die Graubalance macht ab Werk auf Anhieb einen ausgezeichneten Eindruck und wirkt völlig neutral. Beide Bildschirmhälften sind komplett identisch. Die hellsten Stufen sind alle und die dunkelsten Stufen bis 6 differenzierbar.

Feine Grauverläufe werden gut bis sehr gut wiedergegeben. Es sind keine Farbverfälschungen und nur minimale Banding-Effekte auszumachen.
Ausleuchtung
Da wir es mit einer selbstleuchtenden Pixelmatrix zu tun haben, kann es auch keine Leckagen geben, wodurch die Hintergrundbeleuchtung durchscheinen könnte. Daher sparen wir uns diesen Teil des üblichen Tests. Die Ausleuchtung ist hervorragend.
Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast
Messungen zum Kontrast eines OLED-Panels sind augenscheinlich nicht sinnvoll, insbesondere nicht für Geräte im Consumer-Bereich. Interessanter ist die maximale Luminanz oder wie der Monitor auf bestimmte Bildsituationen (z. B. ein flächiges Weißbild) reagiert und wie stark in solchen Situationen ABL („Auto Brightness Limiter“) greift.

ABL konnten wir während unseres Tests zwar messtechnisch ermitteln, da die Maximalhelligkeit bei einem flächigen Weißbild nicht über längere Zeit gehalten wird. Es ist aber subjektiv nur gelegentlich aufgefallen und greift unauffällig. Die Helligkeitswerte für SDR wurden bei einem vollflächigen Weißbild ermittelt.
Mit einem Weißpunkt von 6500 K erreichen wir im SDR-Betrieb maximal 295 cd/m², was minimal unter der Herstellerangabe von 300 cd/m² liegt. Die Helligkeit kann auf ein Minimum von 33 cd/m² reduziert werden, was für das Arbeiten in komplett abgedunkelter Umgebung geeignet ist.
Das Display ist nach VESA DisplayHDR True Black 500 zertifiziert. Bei einem APL von 10 % messen wir im HDR-Betrieb maximal 474 cd/m². MSI nennt für HDR eine Peak-Helligkeit von 1000 cd/m², was aber bei einem APL von 3 % oder weniger ermittelt wird. Wir können dies mit unserem Mess-Equipment leider nicht nachprüfen.
Bildhomogenität
Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 bis 20 %.
Unter dem Menüpunkt „Gaming-Funktionen“ befindet sich die Option „Eckgleichmäßigkeit“. Damit soll eine Optimierung der Flächenhomogenität ermöglicht werden. Der Menüpunkt ist im OSD-Menü neu und enthält die Stufen 1 bis 4, wobei ab Werk Stufe 4 voreingestellt ist. Mit dieser Stufe wurden auch die Werte für diesen Test ermittelt. Zum Vergleich haben wir auch Stufe 1 gemessen, wobei die Helligkeitsverteilung schlecht ausfiel. Die Farbhomogenität ist aber auch in Stufe 1 makellos. Die Sinnhaftigkeit dieser neuen Funktion erschließt sich uns nicht. Bisher kam man ohne diese Einstellung aus und erzielte trotzdem ausgezeichnete Ergebnisse bei der Helligkeitsverteilung und der Farbhomogenität.
Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 3,46 % verpasst der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 nur knapp ein sehr gutes Resultat. Mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von 8,01 % wird ein ausgezeichnetes Ergebnis erreicht. Die Farbreinheit erzielt ein sehr gutes Resultat. Das maximale Delta C liegt bei 1,72 und das durchschnittliche Delta C bei 1,04.












