Coating
Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 besitzt eine Glossy-Oberfläche und kommt ohne zusätzliche weiße Subpixel aus. Das QD-OLED-Panel der vierten Generation mit EL (Electroluminescence) Gen 3 nutzt eine DarkArmor-Folie für tiefere Schwarzwerte und eine höhere Kratzfestigkeit.
Die DarkArmor-Folie eliminiert den violetten Farbstich, verbessert die Lichtabsorption und sorgt für bis zu 40 % tiefere Schwarztöne. Gleichzeitig erhöht sie die Oberflächenhärte auf 3H – für 2,5-fache Kratzfestigkeit.

Bereits die Schriftdarstellung mit QD-OLED-Panels ab der dritten Generation konnte uns in diversen Tests überzeugen. Die vierte Generation kann die Darstellung weiter optimieren. Allerdings sind die Verbesserungen nicht so gravierend, dass man bei subjektiver Betrachtung erkennen könnte, um welche Panel-Generation es sich handelt.
Blickwinkel
Die Herstellerangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne Monitore typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 bei horizontalem Blickwinkel von ±60 Grad.

Aufgrund der selbstleuchtenden Pixel gibt es faktisch keine Einschränkungen bezüglich des Blickwinkels. Bei sämtlichen Blickrichtungen bleiben sowohl die Farben als auch der Kontrast stabil.
Interpolation
Ein Schärferegler steht im OSD innerhalb der jeweiligen Modi zur Verfügung und wirkt auch in der nativen Auflösung. Werkseitig ist er auf den Wert „0“ eingestellt und kann von 0 bis 5 angepasst werden. Wir testen die Interpolation über DisplayPort und verifizieren die Ergebnisse über HDMI. Die Schärfe in der nativen Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 2560 × 1440 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte erreicht wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfe-Eindruck. Dennoch ist die Schärfe gut, und Farbsäume treten nicht auf. Insgesamt ist das Ergebnis als ausgesprochen gut zu bezeichnen. Mit dem Schärferegler lassen sich in den Stufen 1 und 2 zwar kleine Verbesserungen erzielen. Je höher der Wert jedoch gewählt wird, desto sichtbarer verändert sich die Farbdarstellung der Schrift.
Im PC-Betrieb sollte die Skalierung der Grafikkarte überlassen werden, die das Bildsignal als Vollbild, Seitenverhältnis oder 1:1 wiedergeben kann. Da wir aber die Möglichkeiten des MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 testen wollen, haben wir in den Einstellungen der Grafikkarte festgelegt, dass das Anzeigegerät die Skalierung übernehmen soll und ein 1:1-Bild von der Grafikkarte ausgegeben wird. Beim Test der 1:1-Darstellung wird ein Vollbild zugespielt.
Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet das Gerät im OSD-Menü unter „Gaming-Funktion → Bildschirmgröße“ die Einstellmöglichkeiten „Auto“, „4:3“, „16:9“, „16:10“, „24,5 Zoll“, „27 Zoll“ und „1:1“. „Auto“ zeigt ein seitengerechtes Bild an und dürfte die sinnvollste Einstellung sein. In unserem Testverfahren stand „16:10“ nicht zur Verfügung und war stets ausgegraut.
Grundsätzlich skaliert der Monitor SD- und HD-Auflösungen einwandfrei. Lediglich bei 480p und 576p muss der Bildschirm passen. Die Ergebnisse bei PC-Auflösungen unterscheiden sich allerdings je nach Signaleingang (DisplayPort oder HDMI). Insofern sollte man die Skalierung im PC-Betrieb der Grafikkarte überlassen. Leider bietet der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 unter 1080p nur 60 Hz.
| Signal | Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe | Unskalierte Wiedergabe |
| SD (480p) | Nein | Ja |
| SD (576p) | Nein | Ja |
| HD (720p) | Ja | Ja |
| HD (1080p) | Ja (nur 60 Hz) | Ja |
| UHD (4K) | Ja (nativ) | Ja (nativ) |
| PC (5:4) | Ja (nur HDMI) | Ja (nur HDMI) |
| PC (4:3) | Ja (nur HDMI) | Ja (nur HDMI) |
| PC (16:10) | Ja (teilweise, nur HDMI) | Ja |
| PC (16:9) | Ja | Ja |
Farbwiedergabe
Zunächst wird die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset und – falls vorhanden – in einem vordefinierten Modus (sRGB, Adobe RGB oder DCI-P3) getestet. Anschließend wird das Testgerät mit DisplayCAL kalibriert. Falls eine Hardwarekalibrierung möglich ist, wird der Monitor zusätzlich mit der Software des Herstellers kalibriert. Für die Messungen wird eine eigene Software verwendet, als Messgerät kommt das Kolorimeter Calibrite Display Plus HL zum Einsatz.
Hinsichtlich Farbraumvolumen (CIE 1976) verspricht der Proband 138 % sRGB, 119 % Adobe RGB und 110 % DCI-P3. Wir ermitteln 163,3 % sRGB, 112,5 % Adobe RGB und 115,7 % DCI-P3. Die Grafiken zeigen die Abdeckung in den Farbräumen sRGB, Adobe RGB und DCI-P3 – einmal im jeweiligen Modus des Monitors und nach der Softwarekalibrierung. Der jeweilige Modus sollte das größere Farbraumvolumen idealerweise entsprechend einschränken, was auch ordentlich gelingt. Die Farbraumabdeckung nach der Kalibrierung beträgt 99 % sRGB, 93 % Adobe RGB und 99 % DCI-P3.
Ein fehlender Farbumfang wird durch ein schwarzes Gitter gekennzeichnet, eine größere Abdeckung durch ein hellgraues.
| Farbraum | Abdeckung im Werks-Preset | Abdeckung nach Kalibrierung |
| sRGB | 96 % | 99 % |
| Adobe RGB | 91 % | 93 % |
| ECI-RGB v2 | – | 85 % |
| DCI-P3 RGB | 95 % | 99 % |
| ISO Coated v2 (FOGRA39L) | – | 99 % |






















