MSI MPG 322URDE QD-OLED X24: 4K-OLED-Highlight im Test
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KVM-Switch

Ein KVM-Switch ermöglicht den Anschluss von Tastatur, Monitor und Maus an mehrere Computer gleichzeitig. KVM steht für „Keyboard, Video, Mouse“. Ein KVM-Umschalter ist besonders nützlich, wenn Sie mehr als einen Computer benutzen, aber nicht genug Platz für mehrere Tastaturen, Displays und Mäuse haben. Mit einem KVM-Switch kann man einfach zwischen den verschiedenen PCs umschalten, ohne jedes Mal Eingabegeräte und Bildschirm umstecken zu müssen.

Der Switch wird über USB-C und USB-B mit jeweils einer Quelle verbunden. Maus und Tastatur werden an den Monitor angeschlossen. Im OSD kann angegeben werden, welcher Quelle USB-C oder USB-B zugeordnet wird.

In unserem Test haben wir Rechner A über USB-B und DisplayPort sowie Rechner B (Notebook) über USB-C angeschlossen. Im OSD ordnen wir Typ B „DisplayPort“ und Typ C „USB-C“ zu. Sobald als Signaleingang entweder DisplayPort oder USB-C gewählt wurde, funktionieren Maus und Tastatur sofort. So sollte es sein.

Alles perfekt? Nein, leider nicht. Denn Maus und Tastatur sind an den MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 angeschlossen, und wenn er in den Stand-by-Modus wechselt, steht auch der USB-Hub nicht mehr zur Verfügung. Eine Möglichkeit im OSD, den USB-Hub aktiv zu halten und einen höheren Stand-by-Verbrauch zu akzeptieren, ist nicht vorhanden. In diesem Fall muss der Rechner über den Power-Button geweckt werden.

Es gibt zwar unter „Allgemein“ eine Funktion „Extrem geringer Stromverbrauch“ (Aus/Ein), die allerdings den USB-Hub nicht aktiv hält.

Sound

Dem MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 wurden keine Lautsprecher spendiert. Dafür steht ein Audio- bzw. Kopfhörerausgang zur Verfügung.

Audiovisuelle Medienwiedergabe

Das Testgerät verfügt über zwei HDMI-Schnittstellen für HD-Zuspieler. Der Ton wird über den Audio-Ausgang (Kopfhörer) ausgegeben. Für die folgenden Tests wurde ein Google Chromecast per HDMI-Kabel angeschlossen.

Skalierung und Bildraten

Zur Beurteilung spielen wir Bildsignale in den Auflösungen 720p, 1080p und 2160p (4K) ab. Die Auflösungen 480p und 576p stehen nicht bereit. Bei 1080p war leider nur eine Wiedergabe mit 60 Hz möglich. Bei 720p können 50 und 60 Hz ausgewählt werden. Bei 4K sind 50, 60 und 30 Hz wählbar. 24 Hz kann der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 nicht anzeigen.

Farbmodelle und Signallevel

Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 verarbeitet digitale RGB- und YCbCr-Farbmodelle. Bei Anschluss über die HDMI-Schnittstelle wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt und somit der richtige Schwarzpegel angezeigt. So werden Weiß und Schwarz korrekt dargestellt, und es entsteht kein flaues Bild. Sollte es mal nicht passen, bietet das OSD allerdings keine Möglichkeit, manuell einzugreifen.

Overscan

Overscan bedeutet, dass die Ränder des Bildes über die Bildschirmränder hinaus verborgen sind, und zwar so, als wäre das Bild vergrößert. Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 bietet diese Funktionalität aber nicht an.

HDR

Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 weist HDR10-Unterstützung auf und ist nach DisplayHDR True Black 500 spezifiziert. Erkennt der Monitor ein HDR-Signal, zum Beispiel vom Chromecast, schaltet der Bildschirm direkt in den HDR-Standard-Modus „True Black 500“. Des Weiteren stehen die Optionen „Spitze-1000-nits“, „EOTF-Schub“, „Anpassung (True Black 500)“, „Anpassung (Peak 1000)“ und „HDR-Helligkeit“ bereit. Die Maximalhelligkeit liegt im Modus „True Black 500“ bei 420 cd/m² und bei allen anderen Modi etwa bei 474 cd/m², die wir mit 10 % APL ermittelten. Die in den Spezifikationen genannte HDR-Peak-Helligkeit von 1000 cd/m² wird in der Regel nur bei 3 % APL oder weniger erreicht, was wir nicht überprüfen konnten.

Wer unter Windows in HDR spielen oder ein Video ansehen möchte, muss HDR unter Windows aktivieren und entsprechende Einstellungen vornehmen.

Der HDR-Effekt ist durchaus ansprechend, was natürlich mit dem enormen Kontrast zusammenhängt, da die OLED-Technologie ein komplettes Schwarz darstellen kann. Der Standardmodus „True Black 500“ hat uns gut gefallen, einen subjektiven Helligkeitsgewinn in den anderen Modi konnten wir nicht ausmachen.

Die HDR-Einstellungen müssen im OSD unter „Gaming-Funktionen → DisplayHDR“ vorgenommen werden. Diese Funktion kann nicht auf eine Direkttaste gelegt werden.

Bewertung

4.6

(SEHR GUT)

Fazit

Mit dem MPG 322URDE QD-OLED X24 präsentiert MSI einen neuen Monitor seiner MPG-Serie, der erst Ende Juni/Anfang Juli in den Handel kommen soll. Anstelle eines Panels der fünften Generation mit RGB-ähnlicher Pixelstruktur, wie es der kürzlich von uns getestete MPG 341CQRDE QD-OLED X36 aufweist, kommt beim aktuellen Probanden ein Panel der vierten Generation zum Einsatz.

Der 32-Zoll-Bolide richtet sich an Gamer, die eine 4K-Auflösung bevorzugen, und unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von 240 Hz. Erfreulicherweise weist der Bildschirm keine Krümmung auf, da sie nicht jeder als optimal empfindet, obwohl in diesem Zusammenhang immer von einer immersiven Verbesserung der Darstellung beim Gaming gesprochen wird.

Optisch setzt der MPG 322URDE QD-OLED X24 auf ein dezentes Design, das durch eine erstklassige Verarbeitungsqualität unterstrichen wird. Auch ergonomisch lässt das Modell kaum Wünsche offen. Verwunderlich ist jedoch, dass das Display trotz seiner flachen Bauweise über keine Pivot-Funktion verfügt. Die zurückhaltende RGB-Beleuchtung fügt sich stimmig ins Gesamtbild ein und bleibt im Betrieb angenehm unaufdringlich.

In Kombination mit der hervorragenden Reaktionszeit und der beeindruckenden OLED-Bildqualität liefert MSI einen Monitor, der gezielt auf ambitionierte Gamer mit höchsten Ansprüchen an Leistung und Bilddarstellung ausgelegt ist. Zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie DisplayPort 2.1a, 98 Watt Power-Delivery und der intelligente AI-Sensor runden das Gesamtpaket sinnvoll ab. Auch das modern gestaltete und intuitiv bedienbare On-Screen-Menü hinterlässt einen überzeugenden Eindruck.

Das Modell weiß auch als vielseitiger Allrounder zu überzeugen und setzt insbesondere bei der Farbdarstellung starke Akzente. Sowohl die voreingestellten Farbprofile als auch die Ergebnisse nach einer Kalibrierung überzeugen durch eine hervorragende Farbqualität.

Abgerundet wird das Gesamtbild durch eine äußerst scharfe Textdarstellung, die den Bildschirm auch im Alltag zu einem idealen Begleiter macht.

Bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten kann der nach VESA DisplayHDR True Black 500 zertifizierte Monitor ebenfalls überzeugen. Während HDR-Effekte bei IPS-Displays mit 500 cd/m² Helligkeit häufig nur eingeschränkt zur Geltung kommen, glänzt der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 dank der hohen Kontrastwerte seines OLED-Panels. Das Modell verfügt zwar nicht über integrierte Lautsprecher, bietet dafür allerdings einen Audio- bzw. Kopfhöreranschluss.

Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 soll zum Marktstart 949 Euro (UVP) kosten. Alternativen mit ähnlicher Ausstattung gibt es derzeit so gut wie keine am Markt.

Testlogo MSI MPG 322URDE QD-OLED X24

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den MPG 322URDE QD-OLED X24 leihweise von MSI zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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