Messungen vor Kalibrierung und Profilierung
Farbmodus: „Nutzer“ (Werkseinstellung)
Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Das Ergebnis fällt insgesamt sehr gut aus. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,52) und die Range (Delta-C-Range: 0,97) sind ausgezeichnet.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,65; Delta-C-Range: 0,90) sind die Ergebnisse sehr gut. Gleiches gilt für die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 0,91). Die Maximalabweichung liegt bei 1,93 Delta E 2000 (RGB: 255 0 0). Der Gammaverlauf beträgt im Schnitt 2,19, und die Gammakurve verläuft korrekt.
Die Helligkeit kann in allen Modi angepasst werden, was vorbildlich ist. Um eine Leuchtdichte von 140 cd/m² zu erzielen, sollte bei der Helligkeit ein Wert von 34 % gewählt werden. Viele Hersteller sperren die Helligkeitsanpassung in den vordefinierten Farbmodi.
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Vergleich Adobe-RGB-Modus mit dem Adobe-RGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,52; Delta-C-Range: 1,01) sind die Ergebnisse sehr gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,26) erzielen ein gutes Resultat. Die Maximalabweichung liegt bei 3,8 Delta E 2000 (RGB: 0 255 0). Der Gammaverlauf beträgt durchschnittlich 2,19 und ist weitgehend korrekt.
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Messungen nach Kalibrierung und Profilierung
Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus DisplayCAL heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.
Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.
Für die Kalibrierung wurden im OSD folgende Werte eingestellt:
| Bildmodus: | Nutzer |
| Helligkeit: | 37 |
| Kontrast: | 70 |
| Gamma: | 2,2 |
| Farbtemperatur: | Anpassen |
| RGB: | 97/96/100 |
| Schärfe: | 0 |
Profilvalidierung

Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschöne Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Alle Kalibrierungsziele wurden erreicht. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,48) ist sehr gut, die Range (1,62 Delta C) gut. Auch die Farbwerte erzielen ein hervorragendes Ergebnis (Delta-E-2000-Average: 0,38; Delta-E-2000-Maximum: 0,83).
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Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.
Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,40; Delta-C-Range: 1,47) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind hervorragend (Delta-E-2000-Average: 0,42). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,22, und die Gammakurve verläuft korrekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta E 2000 von 1,07 (RGB: 0 0 127).
Die „Range“ bei Delta C (ΔC) bezieht sich auf den Bereich oder die Spanne der Farbunterschiede zwischen zwei Farben oder Farbwerten. Delta C ist eine Metrik, die in der Farbmessung und -analyse verwendet wird, um den Farbunterschied zwischen zwei Farbproben zu quantifizieren. Es misst, wie stark die Farben voneinander abweichen.
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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,45; Delta-C-Range: 1,89) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind gut (Delta-E-2000-Average: 0,86). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,23, und die Gammakurve verläuft korrekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta E 2000 von 3,18 (RGB: 0 255 0).
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Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,63; Delta-C-Range: 1,95) ist als gut zu werten. Die Farbwerte sind ausgezeichnet (Delta-E-2000-Average: 0,47). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,62. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta E 2000 von 1,52 (RGB: 0 63 63).
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Flimmerfreiheit
Die Helligkeitsreduzierung des MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) gedimmt, sodass keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flicker) auftreten. Wir gehen davon aus, dass der Monitor DC-Dimming (Gleichstrom-Dimmung) verwendet, bei dem die Spannung direkt angepasst wird, um die Helligkeit zu verändern.
Getestet wurde bei einer Helligkeit von 100 %, 34 % (140 cd/m²) und 0 %. Damit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Leuchtdichte für ein längeres, ermüdungsfreies Arbeiten davor geeignet.
Reaktionsverhalten
Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 240 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 0,03 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption ist bei einem OLED-Monitor unüblich und auch nicht vorhanden, weil sie schlichtweg unnötig ist.
Messverfahren: Anfängliche Reaktionszeit („initial response time“), Gamma-Korrektur (RGB-5-Toleranz) und RGB-Überschwinger.
DSC
DSC („Display Stream Compression“) ist ein verlustbehafteter Kompressionsstandard, der von der Video Electronics Standards Association (VESA) entwickelt wurde. Er wird verwendet, um hochauflösende Video- und Bildsignale effizient zu komprimieren, ohne dabei sichtbare Qualitätsverluste zu verursachen.
DSC, das standardmäßig aktiviert ist, kann die Datenrate um den Faktor 3:1 reduzieren, ohne dass das menschliche Auge einen deutlichen Unterschied wahrnimmt. Es ermöglicht somit 4K mit 240 Hz über eine begrenzte Bandbreite.
240 Hz
Wie nicht anders zu erwarten, sind die Reaktionszeiten bei einem OLED-Panel phänomenal schnell. Obwohl wir die 0,03 ms mit unserem Mess-Equipment nicht erreichen, gibt es an der Schnelligkeit nichts auszusetzen. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 0,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 0,3 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 0,8 ms.
Insgesamt können die Messwerte als ausgezeichnet gewertet werden. Obwohl wir bei den Überschwingern ganz minimale Ausschläge bei einigen Werten ermitteln, ist das zu vernachlässigen. Das Ergebnis ist auch hier überzeugend.











