Test AOC AG273QX – ein Traum für Zocker
2/6

11
71187

Bedienung

Bei der Bedienung besitzt der Anwender ein Luxusproblem. Es stehen drei verschiedene Möglichkeiten der Bedienung zur Auswahl. Mittig unter dem Frontrahmen wurde ein Joystick für eine Steuerung implementiert. Dies ist die offensichtlichste Steuerungsmöglichkeit des OSDs.

Joystick unter dem Frontrahmen des AOC AG273QX
Joystick unter dem Frontrahmen

Mit einem Druck auf den Joystick wird das Hauptmenü aufgerufen. Wird er dagegen nur in eine der vier Richtungen bewegt, kann jeweils eine Schnellfunktion ausgeführt werden. Dies umfasst die Wahl des Eingangssignals, die Verstellung der Hintergrundbeleuchtung, die Gamer-Modi und die Einblendung eines mittigen Fadenkreuzes. Jede Bewegung erzeugt ein mechanisches Klickgeräusch, wodurch der Anwender ein direktes Feedback erhält. Das Navigieren geht zudem einfach von der Hand, je nach Einstellungswunsch müssen aber einige Klicks durchgeführt werden, um an die gewünschte Stelle im OSD zu gelangen.

Die mitgelieferte kabelgebundene Fernbedienung ist eine weitere Möglichkeit der Navigation im OSD. Sie besitzt grundsätzlich die gleiche Steuerungslogik. Zusätzlich stehen aber drei Tasten zur Verfügung, mit denen direkt ein hinterlegtes Profil aktiviert wird. Dies ist sehr praktisch, wenn zum Beispiel für verschiedene Spiele unterschiedliche Einstellungen verwendet werden sollen. Der Druckpunkt bei der Fernbedienung ist sehr gut, und durch die Gummierungen auf der Rückseite kann sie stabil an einem Platz gehalten und von dort bedient werden. Alternativ kann sie auch in die Hand genommen werden, dafür wurde sie ergonomisch aber nicht gestaltet, sodass dies nicht sehr bequem ist.

Fernbedienung des AOC AG273QX von vorn
Fernbedienung von vorn
Fernbedienung des AOC AG273QX von hinten
Fernbedienung von hinten

Die dritte Möglichkeit ist die Steuerung über die hauseigene Software mit dem Namen „G-Menu“. Fast alle Einstellungen des Monitors lassen sich auch hierüber steuern. Es stehen zudem einige zusätzliche Erläuterungen bereit. Gut finden wir, dass alle systematisch zusammengehörenden Einstellungen übersichtlich auf einer Seite angezeigt werden. Diese können dort bequem per Mausklick verstellt werden. Die Software konnte uns daher voll überzeugen.

Game-Mode im G-Menu
Game-Mode im G-Menu
Advanced Settings im G-Menu
Advanced Settings im G-Menu

OSD

Das OSD ist in acht Hauptbereiche unterteilt worden, von denen man auf den ersten Blick aber nur sechs sehen kann. Die Bereiche „Bildeinstellung“ und „OSD Setup“ hätten auch unter einen der anderen Punkte zusammengefasst werden können, um so in dem Hauptmenü nicht scrollen zu müssen.

OSD: Übersicht der Hauptbereiche (Quelle: Handbuch)
Übersicht der Hauptbereiche (Quelle: Handbuch)

Auf die speziellen Eigenschaften wie die Spiele- und Soundeinstellungen sowie die Optionen zur Hintergrundbeleuchtung gehen wir in gesonderten Abschnitten genauer ein. Die Einstellungen des Bildes wurden in die Abschnitte „Leuchtkraft“ und „Farbeinstellungen“ unterteilt. Unter der Kachel „Leuchtkraft“ verbergen sich dabei die Einstellungen für Kontrast, Helligkeit, Gamma, Eco-Modus und das dynamische Kontrastverhältnis (DCR). Bei den Farbeinstellungen können neben der Farbtemperatur und individuellen Anpassungen noch die Reduktion der Blauwerte und ein DCB-Mode eingestellt werden. Letzterer soll Farben kräftiger darstellen können, was vor allem bei Filmen oder Spielen optisch durchaus ansprechend aussehen kann. Es werden aber auch viele Details verschluckt, sodass dies kein Modus für den Dauerbetrieb ist. Durch die Demofunktion kann der DCB-Modus dem Standardbild mittig getrennt gegenübergestellt und so entschieden werden, ob der Modus gefällt oder eben nicht.

OSD: Helligkeit, Kontrast und Gamma (Quelle: Handbuch)
Helligkeit, Kontrast und Gamma (Quelle: Handbuch)
OSD: Farbeinstellungen (Quelle: Handbuch)
Farbeinstellungen (Quelle: Handbuch)

Die allgemeinen Einstellungen fallen recht kurz aus, was aber nicht überrascht, da viele sonst dort vorhandene Optionen eigene Kacheln bekommen haben oder unter anderen Punkten zusammengefasst wurden. Wählbar sind das Eingangssignal, die Bilddarstellung bei kleineren als der nativen Auflösung und ein Reset. In diesem Bereich werden auch die aktuell eingestellte Auflösung und deren Hertzzahl angezeigt.

Zusatzfunktionen

Light FX

„Light FX“ nennt AOC die Beleuchtung des Monitors, die sich mittig auf der Rückseite des Gerätes befindet. Eingestellt werden können dort die Farben Rot, Grün, Blau oder Regenbogen sowie eine eigene Farbmischung. Es sind zudem verschiedene Anzeigemodi vorhanden, etwa „Atmend“, „Füllend“, „Entfärbend“, „Wasserwelle“ oder „Blinkend“.

Rote Beleuchtung der Monitorrückseite
Rote Beleuchtung
Grüne Beleuchtung der Monitorrückseite
Grüne Beleuchtung

Steht der Monitor nicht vor einer Wand, kann die Beleuchtung von hinten gut wahrgenommen werden. Bei einer üblichen Schreibtischposition vor einer Wand kann die Beleuchtung dagegen nur bei einem abgedunkelten Raum erkannt werden. Da diese mittig angebracht wurde, ist vor allem ein Durchschimmern über und unter dem Monitor erkennbar. Dies ruft weder einen Wow-Effekt hervor, noch kann es eine indirekte Raumbeleuchtung ersetzen. Einen wirklichen Mehrwert sehen wir daher nur, wenn der Proband nicht vor einer Wand positioniert wird.

Blaue Beleuchtung der Monitorrückseite
Blaue Beleuchtung
Regenbogenfarbene Beleuchtung der Monitorrückseite
Regenbogenfarbene Beleuchtung

Software

Neben der Software G-Menu zur Steuerung des OSDs wurden noch zwei weitere kleine Programme beigelegt. E-Saver ist eines davon. Dort kann eingestellt werden, unter welchen Bedingungen der Monitor abgeschaltet werden soll. Diese Einstelloptionen sind unter Windows allerdings ebenfalls vorhanden, weshalb wir keinen großen Mehrwert sehen.

Screen+ ist das zweite beigelegte Programm. Mit diesem kann die Monitorfläche in Abschnitte unterteilt werden, in denen dann einzelne Programme anzeigbar sind. Dies kann praktisch sein, wenn exotische Formate wie zum Beispiel vier gleich große Fenster nebeneinander gewünscht sind. Bei einem 27-Zoll-Gerät mit einer QHD-Auflösung sehen wir allerdings ebenfalls keinen hohen Mehrwert. Für Spezialfälle kann dies aber durchaus hilfreich sein.

11 KOMMENTARE

  1. Ich würde mich auf einen Testbericht mit dem AOC Agon AG273QXP im vergleich zu dem hier vorgestellten AOC Agon AG273QX freuen.

  2. Hallo, ich habe hier nochmal eine Frage, ich habe folgende Anforderungen:
    Gelegenheits-Gamer, dann hauptsächlich Rollenspiele, aber auch ab und zu Adventure oder Shooter.
    Dann wäre es gut, wenn der sRGB-Farbraum gut abgedeckt wäre, so dass man „semi-professionell“ ein wenig mit Photoshop arbeiten kann.

    Ich tendiere gerade zwischen 3 verschiedenen Monitoren und würde gerne eure Empfehlungen hören:
    AOC AG273QX
    BenQ EX2780Q
    HP X27i
    Dell S3220DGF

    Habe mir hierzu Tests hier auf Prad aber auch auf Rtings.com angeschaut und bin um ehrlich zu sein sehr verwirrt, habe aber auch nicht das nötige Know-how um diese gut vergleichen zu können.
    Stimmt es, dass der BenQ hardwarekalibrierbar ist?

    • Bitte stelle solche Fragen in unserem Forum. Hier eine Art Kaufberatung zu machen ist nicht vorgesehen. Es geht hier um Kommentare oder kurze Fragen zum Test. Danke.

  3. Ich habe es jetzt ausprobiert. Zum Vergleich hatte ich mir einen LG 27GL83A-B (144Hz IPS, 430€), einen HP x27i (144Hz IPS, 350€) und den hier vorgestellten AOC AGON AG273QX für 480€ geholt. Auch wenn man es theoretisch aus den technischen Daten herauslesen könnte, war ich doch überascht über den im Vergleich sehr schlechten Kontrast des LG, vermutlich verstärkt durch sehr starkes Backlight bleeding. Auch über die sehr starken Schlieren die dieser Gamer-Traum von AOC im Ufo Ghosting Test zeigte war ich überrascht. Die beiden IPS Monitor ware hier deutlich besser, der HP war hier nicht erkennbar schlechter als der LG, allerdings hat er einen erkennbar besseren Kontrast (evtl. war es auch Glück, dass er weniger Backlight bleeding hat, ist bei IPS ja immer auch Glückssache).Vor allem dunkle Szenen z.B. in Alien:Isolation waren mit dem HP deutlich schöner bei ansonsten vergleichbarer Helligkeit.

    Speziell bei Alien:Isolation hat der AOC allerdings total versagt, zumindest mit meiner GTX1080. Alle paar Sekunden hat sich der Monitor komplett abgeschaltet und neu eingeschaltet sofern das Adaptive Sync aktiviert war (ohne war das Problem verschwunden). Das Spiel hatte durchgehend über 165 FPS, ich weiß nicht ob es damit etwas zu hatte, aber die beiden anderen Monitore hatten keine Probleme damit.

    Auch ließen sich die beiden Monitore von LG und HP im Desktop Betrieb klonen und gleichzeitig für einen direkten Vergleich bei 144Hz betreiben, was der AOC Monitor nicht erlaubte.

    Ich weiß nicht ob ich da ein Montagsmodell erwischt hatte, jedenfalls hat der AOC Monitor abgesehen von den VA-Panel-bedingten Schlieren auch sonst leider keinen guten Eindruck bei mir hinterlassen.

    • Ich hatte auch kurze Zeit den AOC AG273QX Monitor, das Problem das sich der Monitor bei aktivierten „gsync compatible“ abschaltet hatte ich leider auch. Daraufhin hab ich ein Ticket aufgemacht und der Monitor sollte getauscht werden, da der Monitor aktuell nicht lieferbar ist wurde mir nun Geld angeboten oder Tausch gegen die curved Variante. Hab mich fürs Geld entschieden. Der Kontrast hat mir schon sehr gefallen, hatte kurz zuvor den ViewSonic XG270QG zuhause und war absolut nicht begeistert, wahrscheinlich bin ich durch den Eizo FG2421 verwöhnt. Dann werd ich wohl Abstand davon nehmen noch einen 273QX zu bestellen. Den HP x27i hab ich auch auf dem Schirm, vielleicht geb ich dem mal eine Chance, ansonsten fällt mir in der 27″ non curved Klass, mit gutem Kontrast, nix guten ein.

      • Hallo, ich bin in der selben Situation. Es gibt neben dem x27i mit gutem Kontrast nur noch den BenQ EX2780Q, wenn man die Modelle von Acer (VG270UP oder XV272UP) wegen dem extrem häufigen starken Bleeding und Lichthöfen außen vor lässt. Der BenQ soll anständigen Kontrast haben und sehr wenig Bleeding, dafür in der Ausleuchtung nicht ganz so gleichmäßig sein. Bessere CtC Werte als diese AOC-Modelle mit VA-Panel. Der HP Omen 27i kommt für mich leider nicht infrage wegen des schlechten Kontrastes des LG-Panels, sonst wäre der ein guter Kandidat. Der BenQ soll am problemlosesten sein, dabei aber nicht kompromisslos schnell.

  4. Also ich habe mir diesen Bildschirm neulich bei bei Amazon gebraucht gekauft für 350€ (<5 Pixelfehler) mit der bloßen Absicht diesen mal mit einem anderen IPS Monitor zu vergleichen. Der Kontrast ist schon deutlich besser, und Pixelfehler hat der Bildschirm auch keine.

    Zu den Reaktionszeiten, beim Gaming (Modern Warfare, Anno 1800 z.B.) merkt man keine Schlieren oder Bildfehler auf dem höchsten Overdrive Setting.

    Wo man es deutlich merkt ist bei weißem Text auf schwarzen Hintergrund, schlimmer wird es wenn man den Windows Night Mode noch an hat. Es kommt denke ich stark darauf an welche Farbverläufe abgespielt werden. Bei Spielen merkt man eigtl nix.

    Bei Anno hatte das Bild teilweise geflackert, dies hatte aber mit der Minimum Refresh Rate von FreeSync zu tun und kann man relativ easy beheben: https://www.reddit.com/r/nvidia/comments/agcj4a/how_to_eliminate_flickering_on_gsyncfreesync/

    Fazit, hab den Bildschirm behalten.

    • Das mit dem flackern hat scheinbar so ziemlich jeder Freesync Monitor. Das hat sowohl mein BenQ (Zowie) XL2730 als auch der AOC AG327QX. Allerdings von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Mal garnicht, mal wenig und mal viel…. daher habe ich den Bildschirm auch behalten. Und ich stimme zu, dass man das schlieren selten merkt. In speziellen Szenen kann das passieren. Aber es ist niemals so, dass ich mich extrem davon gestört fühlen würde.

    • Was haben sie genau eingestellt damit der Monitor nicht mehr flackert? Ich teste es gerade mit den CRU Tool aber bekommen es nicht gebacken das es nicht mehr flackert 🙁

  5. Auf die Antwort bin ich auch gespannt, ich war bisher recht sicher, dass VA und „Traum für Gamer“ eher nicht zusammen passt.

  6. Hallo Herr Kraft, danke für den Test. Der Monitor könnte mein nächster werden, da mein jetziger starkes Backlight Bleeding aufweist.
    Allerdings frage ich mich wie ein Monitor mit so langen CtC Schaltzeiten ein „Traum für Gamer“sein kann? Ist da nicht das Bewegtbild total unscharf im Vergleich selbst zu anderen VA Monitoren?
    MfG

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!