Test AOC AG273QX – ein Traum für Zocker
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Sound

Der AOC AG273QX wird mit zwei 5-Watt-Lautsprechern ausgestattet. Dies ist deutlich mehr als bei vielen Vergleichsprodukten. Signale können per HDMI oder DisplayPort zugespielt und über den Klinkenanschluss zudem an Kopfhörer oder externe Lautsprecher weitergereicht werden.

Bei den Soundeinstellungen gibt es neben der Lautstärke auch noch die Optionen „DTS Sound“ und „TruVolumen HD“. Letztere ließ den Sound generell besser klingen, sodass wir diese Funktion dauerhaft aktiviert hatten. Die verschiedenen Modi beim „DTS Sound“ haben allerdings noch deutlichere Auswirkungen. Anwender sollten daher ausprobieren, welcher Modus als am ansprechendsten wahrgenommen wird. Die Ausschaltung führt dabei mit Abstand zum schlechtesten Ergebnis. Allerdings ist es nur bei ausgeschaltetem DTS möglich, verschiedene Frequenzen manuell zu verändern. Dadurch sollten Kenner noch etwas mehr aus den Lautsprechern kitzeln können.

Eine laute und klare Wiedergabe konnte mit den Lautsprechern erzielt werden. Sogar Musik klang gut, wenn auf Bässe größtenteils verzichtet werden kann. Für YouTube-Videos und ähnliche Anwendungsgebiete sind die Klanggeber daher durchaus ausreichend. Wer bei Spielen und Musik aber eine sehr gute Soundqualität erzielen möchte, sollte weiterhin zu Kopfhörern oder externen Lautsprechern greifen.

HDR

Sowohl unter Windows als auch im OSD des Monitors muss HDR aktiviert werden, um diesen Betriebsmodus nutzen zu können. Gewählt werden kann zwischen verschiedenen HDR-Modi, die sich aber nicht stark unterscheiden, weswegen wir den Wert auf dem automatischen Modus belassen haben. Zusätzlich können noch HDR-Effekte mit der gleichen Bezeichnung zugeschaltet werden. Auch bei diesen haben wir keinen großen Mehrwert gesehen. Vorhanden sind diese Modi vor allem deswegen, weil viele Einstelloptionen im HDR-Betrieb nicht mehr manuell verstellt werden können, darunter die Helligkeit und die Farbtemperatur. Die Overdrive-Einstellung kann dagegen noch aktiviert oder verstellt werden, was Spieler erfreuen dürfte.

Bei aktiviertem HDR werden Kontraste deutlicher und die Farben damit kräftiger dargestellt. Dies wirkte sowohl in Filmen als auch Spielen ansprechend. Im Desktop-Betrieb fiel zudem die starke Überschärfung auf, die in Spielen dagegen ansprechend wirkte. Die Helligkeit wird zudem sehr stark auf über 400 cd/m² erhöht.

DVD und Video

Für die nachfolgenden Tests haben wir einen Blu-ray-Player per HDMI-Kabel angeschlossen. Die Skalierungsmöglichkeiten konnten in diesem Betrieb voll ausgeschöpft werden. Hilfreich war dabei vor allem der 4:3-, aber auch der 1:1-Betrieb. Alle zugespielten Signale können so ohne Verzerrung dargestellt werden.

Einen Bild-in-Bild-Modus besitzt das Gerät, trotz der vier Anschlussmöglichkeiten, leider nicht. Der HDR-Modus ist das einzige Extra in diesem Bereich. Generell scheint das Gerät für den Anschluss von externen Geräten außerhalb eines PCs nicht gut ausgestattet zu sein. Ein Betrieb mit 24 Hz ist zum Beispiel nicht möglich – 50 Hz, 60 Hz oder noch höhere Werte dagegen schon.

Unser YCbCr-Signal wird verfälscht wiedergegeben
Unser YCbCr-Signal wird verfälscht wiedergegeben

Bei den Farbbereichen und den Farbräumen muss auf die Automatik vertraut werden, manuelle Eingriffsmöglichkeiten stehen nicht zur Verfügung. Zwingen wir unseren Blu-ray-Player, ein YCbCr-Signal zuzuspielen, zeigt der Monitor es zum Beispiel mit den typischen verfälschten Farben an. Eine Overscan-Einstellung steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Gepunktet werden muss daher mit dem flexiblen Standfuß und dem 16:9-Format, das sich vor allem für die Anzeige von Serien eignet, die häufig in diesem Format wiedergegeben werden.

Bewertung

ab 534,22 €
4.3

(GUT)

Fazit

Der AOC AG273QX ist aktuell etwa 50 Euro teurer als sein Schwestermodell AG273QCX. Die Gaming-Eigenschaften sind bei beiden Geräten mit der guten Reaktionszeit, der kaum messbaren Latenz und den vielen Extras und Einstelloptionen ein Traum für Zocker. 165 statt 144 Hz spielen dagegen in der Praxis kaum eine Rolle. Wenn das gebogene Display ignoriert wird, sind die Geräte in dieser Klasse also praktisch identisch. Der sehr gute Standfuß, die Hintergrundbeleuchtung, die Bedienmöglichkeiten und die weiteren Extras wie DisplayHDR 400 sind ebenfalls nahezu identisch.

Die Zahlung des Aufpreises kann aber trotzdem Sinn ergeben, da die Allround-Eigenschaften beim AG273QX klar besser sind. Die Werkseinstellung besitzt deutlich geringere Abweichungen bei den Grauwerten, und auch der sRGB-Modus konnte uns überzeugen. Zusammen mit guten Werten bei der Ausleuchtung und der Bildhomogenität sowie einer sRGB-Farbraumabdeckung von 99 % eignet sich das Gerät auch für die Bildbearbeitung im Amateurbereich.

Bei der externen Zuspielung sind weiterhin wenig Optionen verfügbar. Grundsätzlich wird aber ein großer Schritt in Richtung Allrounder gemacht, ohne dass dabei Abstriche bei den weiterhin sehr guten Gaming-Eigenschaften in Kauf genommen werden müssen. Empfohlen werden kann dieses Modell daher nicht nur reinen Gamern, sondern ebenso einer breiteren Käufergruppe.

Testlogo AOC AG273QX

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11 KOMMENTARE

  1. Ich würde mich auf einen Testbericht mit dem AOC Agon AG273QXP im vergleich zu dem hier vorgestellten AOC Agon AG273QX freuen.

  2. Hallo, ich habe hier nochmal eine Frage, ich habe folgende Anforderungen:
    Gelegenheits-Gamer, dann hauptsächlich Rollenspiele, aber auch ab und zu Adventure oder Shooter.
    Dann wäre es gut, wenn der sRGB-Farbraum gut abgedeckt wäre, so dass man „semi-professionell“ ein wenig mit Photoshop arbeiten kann.

    Ich tendiere gerade zwischen 3 verschiedenen Monitoren und würde gerne eure Empfehlungen hören:
    AOC AG273QX
    BenQ EX2780Q
    HP X27i
    Dell S3220DGF

    Habe mir hierzu Tests hier auf Prad aber auch auf Rtings.com angeschaut und bin um ehrlich zu sein sehr verwirrt, habe aber auch nicht das nötige Know-how um diese gut vergleichen zu können.
    Stimmt es, dass der BenQ hardwarekalibrierbar ist?

    • Bitte stelle solche Fragen in unserem Forum. Hier eine Art Kaufberatung zu machen ist nicht vorgesehen. Es geht hier um Kommentare oder kurze Fragen zum Test. Danke.

  3. Ich habe es jetzt ausprobiert. Zum Vergleich hatte ich mir einen LG 27GL83A-B (144Hz IPS, 430€), einen HP x27i (144Hz IPS, 350€) und den hier vorgestellten AOC AGON AG273QX für 480€ geholt. Auch wenn man es theoretisch aus den technischen Daten herauslesen könnte, war ich doch überascht über den im Vergleich sehr schlechten Kontrast des LG, vermutlich verstärkt durch sehr starkes Backlight bleeding. Auch über die sehr starken Schlieren die dieser Gamer-Traum von AOC im Ufo Ghosting Test zeigte war ich überrascht. Die beiden IPS Monitor ware hier deutlich besser, der HP war hier nicht erkennbar schlechter als der LG, allerdings hat er einen erkennbar besseren Kontrast (evtl. war es auch Glück, dass er weniger Backlight bleeding hat, ist bei IPS ja immer auch Glückssache).Vor allem dunkle Szenen z.B. in Alien:Isolation waren mit dem HP deutlich schöner bei ansonsten vergleichbarer Helligkeit.

    Speziell bei Alien:Isolation hat der AOC allerdings total versagt, zumindest mit meiner GTX1080. Alle paar Sekunden hat sich der Monitor komplett abgeschaltet und neu eingeschaltet sofern das Adaptive Sync aktiviert war (ohne war das Problem verschwunden). Das Spiel hatte durchgehend über 165 FPS, ich weiß nicht ob es damit etwas zu hatte, aber die beiden anderen Monitore hatten keine Probleme damit.

    Auch ließen sich die beiden Monitore von LG und HP im Desktop Betrieb klonen und gleichzeitig für einen direkten Vergleich bei 144Hz betreiben, was der AOC Monitor nicht erlaubte.

    Ich weiß nicht ob ich da ein Montagsmodell erwischt hatte, jedenfalls hat der AOC Monitor abgesehen von den VA-Panel-bedingten Schlieren auch sonst leider keinen guten Eindruck bei mir hinterlassen.

    • Ich hatte auch kurze Zeit den AOC AG273QX Monitor, das Problem das sich der Monitor bei aktivierten „gsync compatible“ abschaltet hatte ich leider auch. Daraufhin hab ich ein Ticket aufgemacht und der Monitor sollte getauscht werden, da der Monitor aktuell nicht lieferbar ist wurde mir nun Geld angeboten oder Tausch gegen die curved Variante. Hab mich fürs Geld entschieden. Der Kontrast hat mir schon sehr gefallen, hatte kurz zuvor den ViewSonic XG270QG zuhause und war absolut nicht begeistert, wahrscheinlich bin ich durch den Eizo FG2421 verwöhnt. Dann werd ich wohl Abstand davon nehmen noch einen 273QX zu bestellen. Den HP x27i hab ich auch auf dem Schirm, vielleicht geb ich dem mal eine Chance, ansonsten fällt mir in der 27″ non curved Klass, mit gutem Kontrast, nix guten ein.

      • Hallo, ich bin in der selben Situation. Es gibt neben dem x27i mit gutem Kontrast nur noch den BenQ EX2780Q, wenn man die Modelle von Acer (VG270UP oder XV272UP) wegen dem extrem häufigen starken Bleeding und Lichthöfen außen vor lässt. Der BenQ soll anständigen Kontrast haben und sehr wenig Bleeding, dafür in der Ausleuchtung nicht ganz so gleichmäßig sein. Bessere CtC Werte als diese AOC-Modelle mit VA-Panel. Der HP Omen 27i kommt für mich leider nicht infrage wegen des schlechten Kontrastes des LG-Panels, sonst wäre der ein guter Kandidat. Der BenQ soll am problemlosesten sein, dabei aber nicht kompromisslos schnell.

  4. Also ich habe mir diesen Bildschirm neulich bei bei Amazon gebraucht gekauft für 350€ (<5 Pixelfehler) mit der bloßen Absicht diesen mal mit einem anderen IPS Monitor zu vergleichen. Der Kontrast ist schon deutlich besser, und Pixelfehler hat der Bildschirm auch keine.

    Zu den Reaktionszeiten, beim Gaming (Modern Warfare, Anno 1800 z.B.) merkt man keine Schlieren oder Bildfehler auf dem höchsten Overdrive Setting.

    Wo man es deutlich merkt ist bei weißem Text auf schwarzen Hintergrund, schlimmer wird es wenn man den Windows Night Mode noch an hat. Es kommt denke ich stark darauf an welche Farbverläufe abgespielt werden. Bei Spielen merkt man eigtl nix.

    Bei Anno hatte das Bild teilweise geflackert, dies hatte aber mit der Minimum Refresh Rate von FreeSync zu tun und kann man relativ easy beheben: https://www.reddit.com/r/nvidia/comments/agcj4a/how_to_eliminate_flickering_on_gsyncfreesync/

    Fazit, hab den Bildschirm behalten.

    • Das mit dem flackern hat scheinbar so ziemlich jeder Freesync Monitor. Das hat sowohl mein BenQ (Zowie) XL2730 als auch der AOC AG327QX. Allerdings von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Mal garnicht, mal wenig und mal viel…. daher habe ich den Bildschirm auch behalten. Und ich stimme zu, dass man das schlieren selten merkt. In speziellen Szenen kann das passieren. Aber es ist niemals so, dass ich mich extrem davon gestört fühlen würde.

    • Was haben sie genau eingestellt damit der Monitor nicht mehr flackert? Ich teste es gerade mit den CRU Tool aber bekommen es nicht gebacken das es nicht mehr flackert 🙁

  5. Auf die Antwort bin ich auch gespannt, ich war bisher recht sicher, dass VA und „Traum für Gamer“ eher nicht zusammen passt.

  6. Hallo Herr Kraft, danke für den Test. Der Monitor könnte mein nächster werden, da mein jetziger starkes Backlight Bleeding aufweist.
    Allerdings frage ich mich wie ein Monitor mit so langen CtC Schaltzeiten ein „Traum für Gamer“sein kann? Ist da nicht das Bewegtbild total unscharf im Vergleich selbst zu anderen VA Monitoren?
    MfG

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