Test Monitor Acer B223W
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Vergleich des Grafik-Modus mit dem sRGB Standard

Werkseinstellung sRGB-Standard Erreicht
6500 6419
140 267
0,00 0,30
Nativ 889
sRGB (~2,2) 1,91
Acer B223w Monitor Acer B223w Graphik Zu Srgb
 

Der Grafikmodus ist für den Grafikeinsatz leider nicht zu gebrauchen, der Textmodus + „warm“ liefert für die Bildbearbeitung in sRGB mit einem Gamma von 2.25 und geringeren Grautonabweichungen das bessere Ergebnis, sofern nicht selbst Hand angelegt wird.

Vergleich des Movie-Modus mit dem sRGB Standard

Werkseinstellung sRGB-Standard Erreicht
6500 6480
140 208
0,00 0,20
Nativ 1039
sRGB (~2,2) 2,11
Acer B223w Monitor Acer B223w Movie Zu Srgb
 

Der Movie-Modus unterscheidet sich nur wenig vom Grafik-Modus, liefert aber mit 1.039:1 den höchsten Kontrastwert ab Werk. Die hohe Helligkeit ist abhängig vom Abstand zum Monitor bei der Videowiedergabe Geschmackssache.nn

Vergleich der Kalibrierung via Testbilder mit dem sRGB Standard

Werkseinstellung sRGB-Standard Erreicht
6500 6426
140 148
0,00 0,20
Nativ 739
sRGB (~2,2) 2,60
Acer B223w Monitor Acer B223w Testbilder Zu Srgb
 

Wie im Abschnitt Bedienung beschrieben, bietet die dem Acer B223W beigelegte Software die Möglichkeit, den TFT-Monitor nach Augenmaß zu kalibrieren. Dabei werden verschiedene Testbilder verwendet, ein Colorimeter wird nicht benötigt.nn

Das Ergebnis zeigt, dass eine Kalibrierung mit Testbildern und den eigenen Augen keine professionelle Kalibrierung (siehe unten) ersetzen kann. Die Ergebnisse sind aber immerhin besser als die der angebotenen Voreinstellungen. Allerdings weicht der Gammawert ziemlich stark vom Zielwert ab.

Vergleich des kalibrierten Profils mit dem sRGB Standard

Kalibriert Ziel Erreicht
6500 6487
140 140
0,00 0,20
Nativ 699
sRGB (~2,2) 2,19
Acer B223w Monitor Acer B223w Kalibriert Zu Srgb
 

Im kalibrierten Zustand sind Weißpunkt und Gammawert optimal. Die durchschnittliche deltaE-Abweichung kann deutlich vermindert werden und liegt nun bei nur noch 1,8 deltaE, was sehr gut ist.

Besonders klar verbessert sich die Darstellung von Graustufen. Der Kontrast sinkt zwar auf 699:1, liegt damit aber auf völlig ausreichendem Niveau. Damit kann nun gut im sRGB-Farbraum gearbeitet werden, zumal die Farbeinstellungen vom Acer B223W gut gehalten werden.

Im OSD haben wir folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellung gewählt: Helligkeit 62 %, Kontrast 45 %, R=49, G=49 und B=41.

Acer B223w Monitor Acer B223w Korrekturkurve
Darstellung der RGB-Korrekturkurve der Grafikkarte nach der sRGB-Kalibrierung. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden und umso lückenloser bleiben Farbverläufe

Die Korrekturkurve sieht auf den ersten Blick zwar erschreckend „kurvig“ aus, tatsächlich sind die Anpassungen aber recht gleichmäßig. Übermäßiges Banding ist nach der Kalibrierung nicht zu beobachten, der Acer B223W lässt sich also gut in sRGB-Arbeitsumgebungen einsetzen.

UGRA-Test

Abschließend haben wir den Acer B223W auf die Vorgaben der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8). Der TFT-Monitor besteht die anschließende Zertifizierung nicht, weil im Zuge der Kalibration der Tonwertumfang zu stark (89,7 %) reduziert wird.

Acer B223w Monitor Acer B223w Ugra
Der ausführliche UGRA-Report kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Allerdings trägt dieser Umstand erst in der aktuellen Version der UGRA-Zertifizierung zum Ergebnis bei. In der älteren Version hätte der Acer B223W die Zertifizierung noch erhalten, wenn auch nur mit einer Helligkeit von 160 cd/m² oder mehr.

Generell ist der 22-Zöller für die Bildbearbeitung in sRGB und damit für die meisten Standardanwender empfehlenswert. Professionelle Grafiker werden ohnehin zu einem Display mit erweitertem Farbraum und den damit verbundenen Möglichkeiten greifen.

Soundqualität

Im hinteren Teil des Gehäuses sind zwei kleine Lautsprecher mit einer Leistung von je einem Watt versteckt. Über einen 3,5-Zoll-Klinkenstecker werden sie mit Audiosignalen versorgt.

Die Soundqualität ist mäßig und keinesfalls für die DVD-Wiedergabe oder Spiele geeignet. Für die einfachen Soundeffekte im Office-Einsatz sind sie jedoch ausreichend. Ordentlichen Klanggenuss gibt es in jedem Fall erst beim Einsatz externer Boxen.

Interpolation

Der Acer B223W bietet keine Einstellmöglichkeit für das Interpolationsverhalten. Wie in diesem Fall üblich, wird immer auf Vollbild skaliert. Dies scheint augenscheinlich nicht zu den Stärken des 22 Zoller zu zählen. Es entstehen teilweise scharfe, unschöne Kanten, Effekte die möglicherweise für ein einfaches Pointsampling sprechen.

Aufgrund der fehlenden Kontrolle über das Seitenverhältnis können nur 16:10-Auflösungen korrekt interpoliert werden. Für darüber hinausgehende Wünsche muss dem Bildschirm ein entsprechend skaliertes Signal zugespielt werden. Hier bietet sich die entsprechende Einstellung im Grafikkartentreiber an.

Acer B223w Monitor Acer B223w Aufloesung
Leider scheiterte die Skalierung durch die Grafikkarte.

Leider gelang es uns mit der nVidia-Karte unabhängig von der eingesetzten Treiberversion nicht, das Bild seitengerecht oder 1:1 zu interpolieren. Die Einstellung konnte schlicht nicht dauerhaft ausgewählt werden, auch wenn man die Kommunikation des Bildschirms mit der Grafikkarte unterbindet.

Bei 5:4-Auflösungen wie 1.280 x 1.024 oder 4:3-Auflösungen wie 1.024 x 768 kommt es zu Verzerrungen, weil das Seitenverhältnis nicht angepasst werden kann und immer auf Vollbild interpoliert wird.

Selbst wenn die Skalierung über die Grafikkarte funktioniert hätte, würde dies nichts über die Interpolationsqualität des Displays aussagen, die für die Bewertung relevant ist. Da der Acer B223W keine Wahlmöglichkeiten für das Interpolationsverhalten im OSD anbietet und auch auf Vollbild allenfalls noch befriedigend interpoliert, ist zumindest im Desktop-Betrieb das Arbeiten in der nativen Auflösung 1.680 x 1.050 ein Muss.

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... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

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