Test Monitor Asus ML249H
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Profilgenauigkeit

Im kalibrierten Zustand überprüfen wir zunächst die Profilgenauigkeit. Wir beschränken uns dabei nachfolgend auf das Monitorprofil, das im Rahmen der Kalibrierung auf die sRGB-Empfehlungen bezgl. Weißpunkt und Gradation erstellt wurde. Nach Kalibrierung und Profilierung wurde aus der verwendeten Software heraus ein Profiltest durchgeführt, der den Ist-Zustand des Monitors mit den Transformationen vergleicht, die sich aus dem Monitorprofil ergeben. Die Referenzwerte leiten sich entsprechend aus dem Monitorprofil ab.

Profilgenauigkeit Ziel Erreicht
6500 6502
94.87 100.00 108.53 94.85 100.00 108.53
0,04
0,29 0,33
140,2 140,1
sRGB (~ Gamma 2,2) ~2,18 (avg.)

* CCT-Bezug

Asus Ml249h Monitor ML249H Profilgen
 

Die Profilvalidierung zeigt, dass der Asus ML249H in der Lage ist, die im Zuge der Kalibrierung und Profilierung eingestellten Werte konstant zu halten. Wie das Diagramm zeigt fallen die Abweichungen sehr gering aus.

Die Softwarekalibrierung und anschließende Profilierung basierte auf den weiter unten aufgeführten Parametern (Helligkeit: Sofern mit Bordmitteln erreichbar). Die Anführungszeichen sollten deutlich machen, dass es im Rahmen der Kalibrierung keinesfalls zu einer zielgerichteten Farbraumemulation kommt, sondern lediglich die in Klammern aufgeführten Vorgaben und eine möglichst hohe Neutralität bzw. Linearität sichergestellt werden. Die „Farbechtheit“ wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software und der im Profil erfassten Monitorcharakteristik erreicht.

Insbesondere der Weißpunkt ist dabei keine fixe Größe, sondern sollte sich im Idealfall nach (konstanten!) Umgebungs- bzw. Abmusterungsbedingungen richten. Die Gradation ist zwar fix mit dem jeweiligen Arbeitsfarbraum verknüpft, aber im Rahmen des Farbmanagement wird durch die Transformationen des CMM auch bei monitorseitig abweichender Gradation (sofern sie korrekt im Bildschirmprofil vermerkt ist) eine gemäß dem Quellfarbraum und seinen Parametern korrekte Darstellung sichergestellt. Sofern der Bildschirm über eine leistungsstarke Elektronik (LUT > 8-Bit) verfügt, macht es aber in jedem Fall Sinn, die für seinen bevorzugten Arbeitsfarbraum vorgesehene Gradation zu wählen, sofern dies mit Bordmitteln möglich ist.

„sRGB“ (Helligkeit: 140 cd/m², Gamma: sRGB, Weißpunkt: D65):
Helligkeit: 26 %, Kontrast: 80 %, Rot: 100, Grün: 99, Blau: 100.

Asus Ml249h Monitor ML249H Korrekturkurve
Darstellung der RGB-Korrekturkurven der Grafikkarte nach der „sRGB“-Softwarekalibrierung mit iColor. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden und umso lückenloser bleiben Farbverläufe.

Um einen ersten Eindruck von den tatsächlichen Abweichungen in farbmanagementfähiger Software zu geben, haben wir in Adobe Photoshop entsprechende Testpattern erzeugt, mit dem jeweiligen Profil des Arbeitsfarbraumes (sRGB, AdobeRGB, ECI-RGB 2.0) versehen und ausgemessen. Als CMM kam Adobe (ACE) zum Einsatz. Aufgrund des relativ farbmetrischen Rendering-Intents bleiben durch das CMM verursachte Farbraumkompressionen aus.

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

Kalibriert Ziel Erreicht
D65 (6502) 6535
95.04 100.00 108.88 94.87 100.00 109.09
0,33
– (0,08) 0,27
140,1
Nativ 0,16
Nativ 875
sRGB (~ Gamma 2,2) sRGB (~ Gamma 2,2)

* CCT-Bezug

Asus Ml249h Monitor ML249H Kalibr Farben
 
Asus Ml249h Monitor ML249H Kalibr Grauachse
 
Asus Ml249h Monitor ML249H Kalibr Gamma
 

Nach der Profilierung sieht das Ergebnis deutlich anders aus. Der bereits werkseitig sehr gut eingestellte Weißpunkt macht eine Nachkorrektur über die RGB Regler beinahe unnötig, dass die DeltaE Abweichungen der Primärfarben trotzdem hoch bleiben ist der nur durchschnittlichen sRGB Farbraumabdeckung des Asus ML249H zuzuschreiben. Zwar muss das hohe Gamma von der Grafikkarte korrigiert werden, die Bildqualität verschlechtert sich aber im Vergleich zur Werkseinstellung nur unwesentlich.

UGRA-Test

Abschließend haben wir den Asus ML249H auf die Empfehlungen der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und Helligkeit, sofern mit Bordmitteln erreichbar: 140 cd/m²), um seine Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe/Softproof zu bestimmen. Die Zertifizierung kann aber natürlich auch mit anderen Parametern erreicht werden. Falls der Monitor keinen Gamma-Regler besitzt, wird durch die Kalibrierung der Tonwertumfang im Regelfall zu stark eingeschränkt, um den Test mit den vorgegebenen Parametern zu bestehen. Den Schwarzwert begrenzen wir manuell auf 0,3 cd/m², um Schwächen des EyeOne Pro zu minimieren.

Nicht überraschend kommt es dass der Asus ML249H die UGRA Zertifizierung nicht besteht. Das werkseitig sehr hohe Gamma von 2.65 muss vollständig von der Grafikkarte auf 1.8 korrigiert werden da der ML249H keine Gammaanpasung über Boardmittel erlaubt. Dadurch reduziert sich der Tonwertumfang auf nur noch 86 Prozent, für ein bestandenes Zertifikat müssen aber mindestens 95 Prozent erreicht werden.

Mit folgenden Einstellungen haben wir auf die Vorgaben der UGRA kalibriert: Helligkeit 36 %, Kontrast 80 %, Rot 100, Grün 93, Blau 85.

Asus Ml249h Monitor ML249H Udact
Der ausführliche UGRA UDACT Report kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Korrekturmatrix für das X-Rite DTP94

Wir haben im Folgenden die Korrekturmatrix für das verwendete X-Rite DTP94 und den konkreten Bildschirm ermittelt. Als Referenz kam das EyeOne Pro zum Einsatz. Wir beziehen uns damit auf das tatsächliche Spektrum des Bildschirms. Daher sind die Ergebnisse ggf. genauer als mit der generischen Korrektur in iColor Display. Weil die X-Rite DTP94 untereinander nur vergleichsweise geringe Abweichungen aufweisen, ist die fehlende Mittelung über eine Vielzahl von Sonden verschmerzbar. Natürlich ist aber auch das EyeOne Pro keine absolut ideale Referenz. Derzeit unterstützt keine uns bekannte Software offiziell die Einbindung individueller Korrekturmatrizen.

Asus Ml249h Monitor ML249H Korrekturmatrix
Korrekturmatrix für das X-Rite DTP94 mit dem EyeOne Pro als Referenz.

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