Test Monitor Asus PG278Q
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OSD

Das OSD-Menü ist sehr schön und aufgeräumt gestaltet. Praktisch ist, dass die Tiefe des Menüs komplett angezeigt wird. So weiß man immer, wo man sich gerade befindet.

Asus Pg278q Monitor Osd Anfangsmenue
OSD-Bildeinstellungsebene (aus Handbuch ASUS).

Die Navigation funktioniert auf Anhieb gut und ist schnell zu erlernen. Leider ist die Standby-Taste in der Entfernung nicht von den Bedientasten abgegrenzt. Am Anfang ist es uns immer wieder passiert, dass wir das Gerät ausschalteten, obwohl wir nur Einstellungen vornehmen wollten. Im Grunde dienen die drei oberen Tasten nur als Hotkeys, während innerhalb des OSD-Menüs mit dem kleinen Joystick navigiert wird.

Die zweite Taste von unten verändert die Bildaufbauzeit und wechselt durch wiederholtes drücken dieser Taste von 60Hz auf 120Hz und schließlich auf 144Hz. Das funktioniert sehr komfortabel während des Spielens, ohne dass man dafür extra die Systemsteuerung des Betriebssystems, oder die Eistellungsebene des Games betreten muss.

Asus Pg278q Monitor Hertz
Dedizierte Taste lässt die Einstellung der Bildrate während des Spiels zu (aus Handbuch ASUS).

Mit der dritten Taste von unten ruft man die „Game Plus“ Funktion auf und navigiert mit dem Joystick entweder auf den Timer oder aber das Onscreen-Fadenkreuz, das aus verschiedenen Arten gewählt werden kann.

Asus Pg278q Monitor Gameplus Auswahl
Asus Pg278q Monitor Gameplus Target
Asus Pg278q Monitor Gameplus Zeit
ASUS-Gameplus (aus Handbuch ASUS).

Die obere Taste dient zum Verlassen einer Menüebene oder zum Deaktivieren der „Game-Plus“ Funktionen. Der Joystick navigiert durch das Menü und aktiviert oder deaktiviert eine Auswahl. Das Knowhow hat man sich sehr schnell angeeignet und alles funktioniert sehr gut.

Asus Pg278q Monitor Osd Bildeinrichtung
OSD-Performanceebene (aus Handbuch ASUS).

Der ASUS PG287Q bietet nicht viele Einstellungsmöglichkeiten und ist speziell auf Spieler ausgerichtet. Zu diesen Funktionen kommen wir später. Da es sowieso keine analoge Schnittstelle gibt fallen einige Funktionen, wie Focus, Position, Takt usw. per se raus. Aber auch andere Bildeinrichtungmöglichkeiten, wie z.B. Breitbild oder 1:1 sind nicht zu finden. Alleine über die Nvidia-Systemsteuerung sind dahingehend Veränderungen möglich.

Asus Pg278q Monitor Osd System
OSD-Performanceebene (aus Handbuch ASUS).

Bildqualität

Die Oberfläche des Panels verfügt über eine matte Struktur mit einem minimalen Glanz, welcher sich aber nicht negativ bemerkbar macht. Richtet man einen Lichtstrahl auf das Display wird dieser stark gebrochen reflektiert.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 80, Kontrast 50, Farbeinstellung Benutzer (Rot/Grün/Blau:100). Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

In der Werkseinstellung präsentiert der PG278Q den Grauverlauf gut, aber nur dann wenn man mittig vor dem Display sitzt. Bewegt man sich jedoch etwas zur Seite, kann man einen Farbabriss nahe der Mitte erkennen. Je schräger man auf das Display schaut, umso extremer ist dieser zu erkennen. Ab einem seitlichen Winkel von 40° stellt er sich als klarer Strich dar.

Asus Pg278q Monitor Farbabriss
Bei seitlicher Betrachtung wird der Farbabriss sehr deutlich sichtbar.

Die Farbfelder unserer Testgrafik werden in den hellen Grautönen gut wiedergegeben. Einen Unterschied zum weißen Hintergrund kann man bis zum Wert 252 erkennen. Hier wird also ein Farbfeld abgeschnitten. Die dunklen Farbfelder schneiden sogar sehr gut ab und heben sich bis zum letzten Feld unserer Testgrafik vom Hintergrund ab.

Asus Pg278q Monitor Grau
Graustufen und -verlauf.

Schaut man schräg auf das Display, gewinnen die hellen Grautöne bis zum letzten Feld, jedoch sehen wir eine Farbverschiebung ins graurötliche. Die dunklen Grautöne verlieren dafür zwei Felder.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

In stockdunkler Umgebung bekommen wir ein etwas unruhiges, nicht wirklich tiefschwarzes Bild geliefert. Auf der linken Displayseite tritt dieser unruhige Effekt etwas stärker auf als auf der rechten Seite. Verlängert man die Belichtungszeit um das Fünffache, sieht man die Wolkenbildung, die dafür verantwortlich ist.

Asus Pg278q Monitor Schwarz Kurz
Asus Pg278q Monitor Schwarz Lang
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Seitlich betrachtet hellt das Bild stark auf und es zieht von der abgewandten Seite ein graugelber Schleier über das Bild. Der Glow liegt auf durchschnittlichem Niveau für ein TN-Panel.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Asus Pg278q Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PG278Q.

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum knapp 399 cd/m². Das liegt deutlich über der Herstellerangabe von 350 cd/m² und ist selbst für lichtdurchflutete Räume mehr als ausreichend. Die Schwarzwerte sind für ein TN-Panel gut und liegen zwischen 0,05 und 0,43 cd/m².

Das Kontrastverhältnis liegt im Durchschnitt bei rund 928:1, als Höchstwert ermitteln wir 1020:1. Für ein TN-Panel ist das ein ordentliches Ergebnis. Nach der Kalibrierung sinkt der Kontrastwert auf 869:1. Die Leuchtdichte wird ausschließlich über die Intensität der Hintergrundbeleuchtung variiert. Kontrasteinbußen bleiben somit über den kompletten Einstellbereich aus.

4 KOMMENTARE

  1. Kann die Probleme mit Inversion und Vertikalen Streifen bestätigen. Hatte inzwischen 2 Modelle vom dem Monitor zu Haus, leider hatten beide das Problem. Da war mir das Geld dann doch zu schade, sollte bei so einen teuren Monitor eigentlich nicht passieren!

  2. Du kannst sicher sein, wenn dies dem Testredakteur aufgefallen wäre, dann würde es hier auch im Test angesprochen werden.

  3. Schade, nix von Inversion Fehlern, bzw. vertikalen Steifen, die man bei diesem Monitor öfter mal sehen kann, bei bestimmten Szenen.
    Ich hatte ihn und mich hat dieses Problem so gestört, dass ich ihn (bei dem Preis) nicht behalten wollte.

  4. Habe mir diesen Monitor bereits vor 2 Monaten zugelegt und bereue den Kauf nicht eine einzige Sekunde! Genial!

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