Test Monitor Dell S2330MX
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OSD

Der Aufbau des OSD ist mit dem anderer Dell Displays identisch. Nach erster Berührung des Bedienfelds erscheint zunächst eine Schnellauswahl. Von hier aus gelangt man direkt zum eigentlichen Hauptmenü, zur Einstellung von Helligkeit und Kontrast und zu den voreingestellten Farbprofilen.

Monitor Osd1
OSD Menü (Quelle: Handbuch Dell).

Es gibt einige Funktionen, die dem OSD beziehungsweise dem Display fehlen. Dazu gehören ein Schwarzwert-Regler, die Einstellung der Betriebsleuchte oder eine Justierung der Overdrive-Funktion. Andere Funktionen findet man nur selten bei neueren Geräten. Dazu zählen beispielsweise die Regler für Farbton und Sättigung.

Monitor Osd2
Wählbare Profile im OSD des S2330MX (Quelle: Handbuch Dell).

Bildqualität

In dem extrem dünnen Gehäuse des Dell S2330MX verbaut Dell ein TN-Panel mit 23 Zoll Bildschirmdiagonale. Beleuchtet wird das LCD mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung. Die native Auflösung beträgt 1.980 x 1.080 Bildpunkte. Die Pixeldichte ist dadurch relativ hoch und erzeugt ein feines Bild. Die Helligkeit ist im Auslieferungszustand auf 75 Prozent eingestellt und hierbei nicht zu hell. Mit der Funktion „dynamischer Kontrast“ wird in die Helligkeitseinstellung eingegriffen. Regelt man die Helligkeit manuell, schaltet sich die dynamische Helligkeit automatisch ab.

Bei gleichmäßig hellem Bild erkennt man eine zum rechten Rand hin abfallende Helligkeit. Farben wirken satt. Text wird sauber und gut lesbar dargestellt. Der Gesamteindruck ist abgesehen von der Helligkeitsverteilung ordentlich.

Warmlauf

Nach dem Einschalten zeigt der S2330MX nur eine kurze Warmlaufphase mit wenigen Änderungen.

Monitor Warmlauf
Warmlauf des S2330MX.

Von Beginn an liegt die maximale Abweichung bei der Helligkeit sowie bei Blau unter 5 Prozent, Rot und Grün sind praktisch sofort stabil. Durch die allmähliche Zunahme des Blauanteils steigt die Farbtemperatur nach dem Einschalten zunächst an. Nach 41 Minuten ist dann die stabile Farbtemperatur bis auf 20K erreicht.

Graustufen und Schwarzbild

Der S2330MX zeigt eine ordentliche Graustufenauflösung. Wir konnten weder Dithering noch Banding erkennen. Auch konnten keine Farbverfälschungen der einzelnen Graustufen ausgemacht werden.

Monitor Grauverlauf
Graustufen und -verlauf.

Die Darstellung der hellsten und dunkelsten Werte ist beim Dell S2330MX durchschnittlich. Dunkle Werte sind ab der Stufe 5 klar zu differenzieren. Die hellen Werte erkennt man noch bis 251 gut. Eine Justierung der Helligkeit hat hier keinen nennenswerten Einfluss.

Der Test bei komplett abgedunkeltem Bild zeigt eine leichte aber sichtbare Aufhellung im mittleren linken Bereich des Displays. Das deckt sich mit der Messung der Ausleuchtung. Davon abgesehen erkennt man kein sichtbares Clouding oder Bleeding. Insgesamt wirkt der subjektive Schwarzwert nur durchschnittlich.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 75, Kontrast 75, Bildmodus Standard. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf des S2330MX.

Der nutzbare Helligkeitsbereich ist günstig ausgelegt. Der unterste Wert von 57 cd/m² ist auch für einen sehr dunklen Raum schon niedrig, während der Maximalwert von 251 cd/m² auch für taghelle Umgebung ausreicht. Die Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² liegt etwa in der Mitte des Regelbereichs.

Die gemessenen Schwarzwerte rufen keine Begeisterung hervor, bei der maximalen Helligkeitseinstellung messen wir 0,38 cd/m². Der daraus errechnete Kontrastwert von 656:1 ist aber über den gesamten Regelbereich stabil.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Monitor Ausleucht
Monitor Homogen
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbhomogenität.
Die Helligkeitsverteilung zeigt Schwächen vor allem im rechten Fünftel des Bildschirms, auch den Randbereichen oben und unten fehlt ein wenig Licht. Dadurch wird insgesamt nur ein zufriedenstellender Durchschnittswert von 89 Prozent erreicht.

Bei der Homogenitätsmessung erhalten wir ein mittleres deltaC von 1,4 und ein Maximum von 3,0 – für einen Consumermonitor sind das keine schlechten Ergebnisse. Die kritischen Werte liegen leider an denselben Stellen wie schon bei der Helligkeit, daher sind die Abweichungen im rechten Bereich auch mit bloßem Auge schon auffällig.

Blickwinkel

Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Der Dell S2330MX zeigt eine für TN-Panel durchschnittliche Blickwinkelabhängigkeit. Aus normaler Sitzposition sind nur minimale Farb- und Kontrastunterschiede über den Verlauf des Bildes sichtbar. Bei geringer Kopfbewegung bleibt das Ergebnis weitestgehend stabil, wodurch ein gut nutzbarer Arbeitsbereich entsteht. Bei der Betrachtung von oben stellt sich zunächst recht früh eine Abdunklung des Bildes ein.

Bei extremem Winkel hellt sich das Bild hingegen stark auf und Farben beginnen zu invertieren. Bei der Betrachtung von unten stellt sich speziell bei dunklen Bildinhalten rasch eine starke Abdunklung und somit ein starker Kontrastverlust ein. Ein von der Seite betrachtetes Bild zeigt eine über das Bild gleichmäßige aber deutlich sichtbare Verfärbung nach Gelb.

Das Foto zeigt den Bildschirm des Dell S2330MX bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

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