Test Monitor Eizo CG2730
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Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Eizo Cg2730 Monitor Emulation Srgb
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Vergleich der AdobeRGB-Emulation mit AdobeRGB

Eizo Cg2730 Monitor Emulation Argb
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Vergleich der ECI-RGB-v2-Emulation mit ECI-RGB v2

Eizo Cg2730 Monitor Emulation Ecirgb1
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Die Farbraumtransformationen werden präzise umgesetzt. Das ermöglicht eine definierte Darstellung auch abseits von Abläufen auf Basis von ICC-Profilen. Die Emulation von ECI-RGB v2 zeigt den im Ergebnis relativ farbmetrischen Rendering-Intent: Tonwerte innerhalb des Monitorfarbraums werden ideal umgerechnet. Alle anderen Tonwerte müssen bestmöglich auf die Farbraumgrenze verschoben werden

Zum Vergleich haben wir ECI-RGB v2 noch einmal mit deaktiviertem Gamut-Clipping simuliert. Hier kommt es zwangsläufig zu erhöhten Abweichungen auch in Bereichen, die innerhalb des Monitorfarbraums liegen. Dafür bleibt der volle Tonwertumfang des zugespielten Signals erhalten.

Eizo Cg2730 Monitor Emulation Ecirgb2
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Korrektur für Colorimeter

Das einem Colorimeter zugrundeliegende Messprinzip ist dem menschlichen Auge entlehnt. Dabei wird die spektrale Empfindlichkeit des CIE-Normalbeobachters über fotoelektrische Empfänger mit vorgeschalteten Filtern nachgestellt. Aufbau und Abstimmung der Filter (mindestens drei, oft aber auch mehr) sind von entscheidender Bedeutung für die erreichbare Messgenauigkeit. Aufgrund verbleibender Differenzen sind Korrekturmaßnahmen erforderlich, die sich jeweils auf bestimmte Referenzmonitore mit charakteristischen Emissionsspektren beziehen.

In den Preferences verbirgt sich unter dem Punkt Measurement Device die von EIZO in Color Navigator hinterlegte Korrektur für die unterstützten Colorimeter.

Eizo Cg2730 Monitor Korrektur
 

Die Weißpunkt-Abweichung – in Bezug auf das von uns als Referenz eingesetzte i1 Pro – liegt für das i1 Display Pro nach der Korrektur bei dE = 1.1. Das erreichen wir so mit keiner der von X-Rite mitgelieferten Charakterisierungsdateien. Hier hat EIZO offensichtlich eine individuelle Transformation eingepflegt.

Eingebautes Messgerät

Das eingebaute Messgerät kann als separate Sonde in Color Navigator ausgewählt werden. Es ermöglicht den vollständigen Verzicht auf eigenes Mess-Equipment und fährt nach Aktivierung automatisch im oberen Bereich aus.

Eizo Cg2730 Monitor Sonde 1
Das eingebaute Messgerät in Aktion

Zwar wurde die Implementierung im Vergleich zur abgekündigten CX-Reihe funktional aufgewertet (hier war nur das eingeschränkte Nachführen der Kalibration möglich). Das Messgerät unterliegt dennoch nicht unerheblichen Einschränkungen. So lässt Color Navigator lediglich Primärfarben und Weißpunkt vermessen. Eine Erfassung der Mitteltöne bleibt aus. Vermutlich ist der Signal-Rauschabstand zu gering, um zuverlässige Ergebnisse in den Schattenbereichen zu garantieren. Für eine vollwertige Lösung muss man daher nach wie vor zum EIZO CG277 greifen.

Aufgrund dieser Einschränkung erfolgt die Kalibration stets mit Priority: Contrast (siehe auch Hardware-Kalibration, Abschnitt 2). Die gewünschte Tonwertkurve wird also ausschließlich auf Basis der Werkskalibration bzw. -charakterisierung sichergestellt und auch direkt in das im Nachgang erzeugte Monitorprofil übernommen. Da jeder ColorEdge-Monitor während der Produktion individuell und präzise vermessen wird, geht dieses Konzept zwar grundsätzlich auf. Wirklich überzeugt sind wir von dieser Variante dennoch nicht, zumal Qualitätskontrollen (siehe auch Prüfwerkzeuge) so natürlich ebenfalls nicht mehr durchgeführt werden können.

Wir haben zu Testzwecken eine Kalibration und Profilierung mit dem eingebauten Messgerät durchgeführt und das Profil anschließend mit dem X-Rite i1 Pro validiert.

Profilvalidierung (eingebautes Messgerät => i1 Pro)

Eizo Cg2730 Monitor Validierung Intern1
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Trotz unserer Vorbehalte: Das Ergebnis überzeugt. Die Kalibrationsziele werden mit hoher Präzision erreicht, und das ICC-Profil beschreibt den Monitor farbmetrisch hinreichend exakt.

Wer die Messungen auf eine vorhandene Sonde abstimmen möchte, kann auf eine unkomplizierte Korrelierungsfunktion zurückgreifen. Zu diesem Zweck wird die gleiche Messreihe von internem und externem Messgerät durchlaufen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Korrektur, die in Form eines zusätzlichen, internen Messgerätes zur Verfügung steht.

Eizo Cg2730 Monitor Korrelation2
Eizo Cg2730 Monitor Korrelation
Abstimmung des eingebauten Messgerätes per Matrix-Transformation (links) und anschließende Einbindung für die Messung (rechts)

Profilvalidierung (eingebautes Messgerät (korreliert) => i1 Pro)

Eizo Cg2730 Monitor Validierung Intern2
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Mittels des eingebauten Messgerätes kann der EIZO CG2730 automatisch nachkalibriert werden. Das erhöht die Präzision zwischen vollständigen Kalibrations- und Profilierungsdurchläufen über Color Navigator, die so auch seltener durchgeführt werden müssen. Aufgrund der bereits erläuterten Einschränkungen reduziert sich die Funktion allerdings auf eine Nachführung des Weißpunktes und eine optionale Aktualisierung von Bestandteilen der internen Charakterisierung. Diese Informationen nutzt der Scaler als Berechnungsgrundlage für die Reproduktion der verschiedenen Bildmodi.

Die Konfiguration ist einfach. Hat man den Monitor kalibriert, so sind die notwendigen Parameter bereits vermerkt. Der Benutzer muss nur noch das gewünschte Zeitintervall festlegen. Notwendige Aufwärmzeiten werden berücksichtigt.

Eizo Cg2730 Monitor Selbstkalibration
Selbstkalibration über das eingebaute Messgerät

Wurde zuvor mit einer separaten Sonde kalibriert, fordert Color Navigator bei aktiver Selbstkalibration zu einer Korrelation auf, um das eingebaute Messgerät entsprechend abzustimmen.

Profilierung von Tablet-Computern

Eine weitere interessante Funktion ist die Profilierung externer Bildschirmgeräte wie beispielsweise Tablet-Computer. Als Messgerät muss ein ColorMunki oder i1 Pro (2) von X-Rite verwendet werden. Die Testfelder werden auf dem Zielgerät via Internetbrowser vollautomatisch angezeigt. Der notwendige Netzwerkport wird während der Konfiguration vom Benutzer spezifiziert. Die Ergebnisse können als Matrix- oder CLUT-Profil gespeichert und natürlich auch für die Farbraumemulation verwendet werden.

5 KOMMENTARE

  1. „Why don’t you mentions in your tests if a monitors is tur 10-bit or, like most of them (even all 24″ and 27″ Eizo CG & CS monitors !), ‚only‘ 8-bit plus dithering?“

    @strawbale: The visual difference is negligible. But I mentioned the used panel. In the case of this product lineup, a FRC stage would be always implemented to maintain the full advantage of the high internal bit depth of the Scaler pipeline.

    In addition to that, the Panasonic 8bit/10bit IPS panel range (10bit LVDS, 8bit panel driver), is ahead even of true 10bit competitor’s panel range.

  2. (sorry for writing in English – you can reply in German)

    Thank you for all your great tests – very useful, also for people outside Germany!

    A few questions:

    Why don’t you test 10-bit monitors with a 10-bit graphic card in your system?

    Why don’t you mentions in your tests if a monitors is tur 10-bit or, like most of them (even all 24″ and 27″ Eizo CG & CS monitors !), ‚only‘ 8-bit plus dithering?

  3. Es bedarf ZWEIER Maßnahmen um die Standby Stromaufnahme wirksam zu begrenzen:
    1. Deep-Sleep im Administrator-Menue aktivieren

    UND

    2. USB Upstream zum PC kappen

    Nur beide Maßnahmen zusammen führen zu Erfolg!

    Da frage ich mich schon, ob es nicht sinnvoller ist einfach den physikalischen Ein/Aus-Schalter zu verwenden, auch wenn er etwas fummelig von vorne nur zu erreichen ist.

  4. Bei meinem CG2730 verhält sich der Standby Stromverbrauch wie folgt:
    Soft OFF -> 9,5W (sehr viel!!!)
    OFF (Schalter Monitor Rückseite) -> =0,0W (gut!)
    Schalter wieder auf ON -> Soft OFF jetzt aber 8,5W (woher kommt der 1W Unterschied???)

    Einen Unterschied ob der CG2730 am PC USB angeschlossen ist oder nicht, kann ich nicht messen!

    Hat Eizo das Power Management des CG2730 zwischen Juli und Oktober verändert?

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