Test Monitor Eizo CS2730
7/7

7
86 573

Bewertung



Keine Angaben
4.3

SEHR GUT
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Fazit

Der EIZO CS2730 stellt den neuen Einstieg in die ColorEdge-Produktlinie mit 27″-Display dar. EIZO positioniert die CS-Linie als die professionelle Basis für verlässliche Bildbearbeitungsergebnisse und wendet sich dabei hauptsächlich an Fotografen. Realismus und Bescheidenheit haben heute im Marketing wahrlich Seltenheitswert. Dafür hat uns der EIZO CS2730 im Test dann umso mehr begeistert.

Natürlich kann die CS-Linie zu diesem Preis noch nicht alle Zusatzfunktionen der großen Brüder bieten, darunter einen eingebauten Sensor mit automatischer Selbstkalibrierung. Zumindest die sehr zu empfehlende Lichtschutzblende ist optional und kann nachgerüstet werden. Das noch hochwertigere True-Black-Panel natürlich nicht.

Dennoch nimmt der EIZO CS2730 in unserem Test alle wichtigen Hürden mit Bravour und kann bereits in sehr vielen Anwendungsszenarien auch professionellen Ansprüchen genügen.

Gänzlich frei von Kritik bleibt er andererseits aber auch nicht. Da wäre zum einen der ungewöhnlich hohe Stromverbrauch im Standby, den viele Notebooks im Betrieb bei Inaktivität schon unterbieten. Der Umfang der Ergonomiefunktionen ist zwar wie von EIZO gewohnt fantastisch, aber die Verstellung bei unserem Testgerät doch so schwergängig, dass sie schon einen enormen Kraftaufwand erfordert. Zumindest bei Perfektionisten bleiben auch bei der Ausleuchtung von dunklen Bildinhalten in den Ecken noch Wünsche offen. Gleiches gilt für den Umfang der Farbraumabdeckung.

Außerdem bekommt EIZO in dieser Preisklasse zunehmend Konkurrenz von Herstellern, die bislang nur bei Büro-, Gaming- und Allround-Monitoren von sich reden machten. Wir hatten hier parallel mit dem BenQ PV270 einen der spannendsten Vertreter im Test. Wer dabei nur auf Bewertungstabellen und Zahlen hinter dem Komma schaut, übersieht schnell das Wesentliche.

Die Qual der Wahl kommt hier aus unserer Sicht (noch) nicht auf – auch nicht ansatzweise. Trotz der Kritikpunkte liefert EIZO mit dem CS2730 ein ausgesprochen rundes und ausgereiftes Gesamtpaket aus Hard- und Software ab, das durch und durch einen professionellen Eindruck hinterlässt. Entscheidend ist die Durchgängigkeit von reaktionsschneller und intuitiver Bedienung bis hin zur ausgezeichneten Stabilität und Homogenität der Darstellung.

Wer keine Lust mehr hat, Farbstiche zu entfernen und verlässliche Proof-Simulationen haben will, kommt als ernsthafter Fotograf am EIZO CS2730 eigentlich kaum vorbei. Display-Diagonale und Auflösung sind für Fotografen ebenfalls optimal gewählt und stellen aktuell den besten Kompromiss aus Platz- und Schärfegewinn einerseits und zusätzlicher Rechnerlast und Display-Preis andererseits dar.

Mit seinem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis erhält der EIZO CS2730 damit eine klare Empfehlung der Redaktion.

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... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

7 KOMMENTARE

  1. Da haben Sie natürlich recht. Die Erstlesung lag zu lange zurück und in Erinnerung blieb bei mir das wiederholt nachgelesene Fazit. Insofern vielen Dank für die geduldige Antwort (und den ausführlichen und professionellen Test des Gerätes). Mein Beitrag ist damit hinfällig und kann gerne entfernt werden.

  2. In der c’t 12/2017 (Artikel ab S. 136: Farbjongleure – Monitore mit farbverbindlicher Darstellung) wird auch der Eizo CG2730 wegen seiner hohen Leistungsaufnahme im Standby bzw. Soft-Off gerügt. Abhilfe schafft lt. Artikel dort das Einschalten des Deep-Sleep-Modus für den DisplayPort im versteckten Administrator Menü, dann werden nur noch 0,5 W gezogen.
    Das Administratormenü ist lt. Eizo beim CS2730 identisch zum CG2730.
    Sollte sich die Leistungsaufnahme ebenso reduzieren lassen, wäre eine Anmerkung im Test sicherlich sinnvoll.

    • Vielleicht beim Lesen übersehen, aber genau der Punkt ist im Testbericht bereits beschrieben:
      „Gemessen haben wir entsprechend den Hersteller-Angaben mit angeschlossenem USB-Hub – ohne angeschlossene USB-Verbraucher. Im Admin-Bereich des OSD haben wir DP Power Save aktiviert. Die Herstellerangaben im Standby erreichen wir dennoch nur bei abgezogenem USB-Kabel.“
      Der Satz in der c’t ist nach unserem Wissen irreführend. Wir haben alle Kombinationen durchgetestet aus DP Power Save ein/aus und USB-Kabel angeschlossen und abgezogen. Der OSD-Schalter mag den Stromverbrauch reduzieren, aber nur bei abgezogenem Kabel. Bei einem Gerät mit USB-Hub und Hardware-Kalibrierung macht das aber wenig Sinn. Es handelt sich um ein Problem, das wir bereits seit Jahren bei EIZO-Monitoren immer wieder antreffen.

  3. ne unsauber ist tatsächlich übertrieben – aber man sieht schon noch leicht die Pixel (im vergleich zum Retina display vom Mac mit mehr ppi). Für mich ist die Frage letztlich – macht ein CS2730 Sinn, wenn man ihn ausschließlich im sRGB Raum nutzt? oder reicht da z.b. der oben genannte Dell?

    (skalierung am Mac funktioniert prima!)
    Danke schonmal!

    • Zwar eine späte Antwort, aber sie lautet JA wegen der Hardware-Kalibrierung, die auf dem Niveau nur bei EIZO und NEC zu finden ist. Auch bei einer astreinen Flächen-Homogenität beißen sich andere Hersteller meist die Zähne aus.
      Dennoch gibt es mit Software-Kalibration und Beschränkung auf sRGB-Farbraum sicherlich günstigere Lösungen. Ob da gut, „gut genug“ ist, hängt aus meiner Sicht von der Art der EBV ab. Bei künstlichen Grafiken mit Farbverläufen, Sutdio-Aufnahmen vor Weiß, etc. werden die Schwächen einer Software-Kal schnell sichtbar und können nerven. Bei Landschaftsaufnahmen und Event-Fotografie, reicht sie dagegen i.d.R. völlig aus.

  4. Nun WQHD als unsauber zu bezeichen, ich weiß nicht. Ich finde WQHD bei 27 Zoll jedenfalls sinnvoller als 4K, zumindest unter Windows. Wie das beim Anschluss an ein MacBook aussieht, keine Ahnung.

  5. Tolles Review! Vielen Dank dafür!

    Macht es aus eurer Sicht Sinn in den cs2730 zu investieren, wenn man lediglich im sRGB / Rec709 Farbraum arbeitet – bei diesem aber größtmögliche Homogenität und ein sauberes Bild haben möchte? (Videobearbeitung/Grading)

    Bin mir etwas unsicher, da die WQHD Auflösung für Office Arbeit für meinen Geschmack (Macbook Retina gewöhnt) doch etwas unsauber ist und ggf dann ein solider 4k mehr Sinn macht? (z.b. Dell p2715q?)

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