Test Monitor Iiyama ProLite E2201W-B1
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DVD und Video

Die Wiedergabequalität des Iiyama E2201W-B1 haben wir mit mehreren Film-DVDs, Videos und HD-Videos getestet. Bei Monitoren mit Seitenformat 16:10 fallen die schwarzen Balken bei Filmen deutlich schmaler aus als bei Monitoren im traditionellen 4:3 oder 5:4 Format.

Wie die meisten TFT-Monitore arbeitet auch der E2201W-B1 mit einer festen internen Panelupdatefrequenz von 60 Hz. Bei der Wiedergabe von PAL-Material kann dies zu vereinzelten Rucklern (Juddering) führen, da Filme und Videos im PAL-Format üblicherweise eine Bildwechselfrequenz von 50 Hz aufweisen. Gängige Abspielprogramme verfügen mittlerweile über Features zur Kompensation unterschiedlicher Bildwechselraten (Trimension DNM) und sind somit in der Lage, PAL-Material durch Umrechnung auf 60 Hz praktisch ruckelfrei wiederzugeben.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger – dem E2200WS – verfügt der E2201W-B1 über keine eingebauten Lautsprecher. Da die integrierten Boxen bei TFT-Monitoren meist ohnehin nicht gerade als wahre Klangwunder bezeichnet werden können, vermissen wir diese nicht.

Ohne wahrnehmbare Schlierenbildung oder Ghostingeffekte, stellt der E2201W-B1 auch actiongeladene Filmszenen mit schnellen Schnitten und rasanten Kameraschwenks sauber dar. Düstere Szenen mit Gegenlicht, Nebel und Lichtblitzen meistert der Iiyama ebenfalls astrein.

Iiyama Prolite E2201w B1 Monitor 46 Iiyama
Szene aus dem Film ‚Matrix Reloaded‘ am Iiyama E2201W-B1.

Für die subjektive Wahrnehmung der Darstellungsqualität ist ein möglichst niedriger Schwarzwert von entscheidender Bedeutung. Hier kann der Iiyama E2201W-B1 nicht ganz an die Modelle mit hochglänzendem Panel heranreichen. Geräte mit Glossy Panel, wie etwa der HP w2207, schneiden deshalb bei Schwarzwert und Farbbrillanz stets einen Zacken besser ab. Trotzdem macht der Iiyama eine erstaunlich gute Figur bei der Wiedergabe von Videos und DVDs.

Bei der Wiedergabe von komprimiertem Videomaterial sind auch am Iiyama E2201W-B1 stellenweise Kompressionsartefakte zu erkennen. Generell trifft einen Monitor bezüglich der Artefakte nicht die Hauptschuld, da das Material bereits in einem suboptimalen Zustand vom Computer geliefert wird.  Der Monitor zeigt letztendlich nur das an, was er an Bilddaten geliefert bekommt. Dennoch mussten wir in der Vergangenheit bereits mehrfach feststellen, dass Blockartefakte wie sie bei bestimmten Kompressionsverfahren typischerweise entstehen, speziell an 22-Zoll Widescreen-Modellen etwas deutlicher wahrzunehmen sind, als beispielsweise an 19-Zoll Modellen im 5:4 Standardformat.

Iiyama Prolite E2201w B1 Monitor 47 Iiyama
Aus größerem Abstand zum Monitor sind Kompressionsartefakte beim Videogenuss praktisch nicht zu erkennen.n
Iiyama Prolite E2201w B1 Monitor 48 Iiyama
Beim Blick aus kurzer Distanz zum Display sind Pixelblockartefakte allerdings recht deutlich sichtbar (Bild: Detailauschnitt des oberen Bildes).n

Filme und Videos in HD-Qualität wirken im Grunde an jedem Widescreen-TFT erst mal besonders gut. Ohne erkennbares Farbkriseln oder Bildung von Artefakten, werden HD-DVDs quasi makellos wiedergegeben. Das simple Prinzip: Je hochauflösender und je weniger komprimiert das Quellmaterial, desto besser.

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Szene aus dem HD-Film ‚300‘ am Iiyama E2201W-B1.

Insgesamt können wir die Qualität der Wiedergabe von Video und DVD am Iiyama E2201W-B1 noch mit einem ‚gut‘ bewerten. Reaktionszeit und Farbbrillanz liegen für ein Gerät mit TN-Panel auf hohem Niveau. An die ausgezeichnete Wiedergabequalität eines Monitors mit VA- oder IPS-Panel kann der Iiyama allerdings nicht heranreichen. Speziell VA-Monitore sind bei Schwarzwert und Farbbrillanz derzeit nicht zu schlagen.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung / Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.4

(GUT)

Technische Spezifikation: Iiyama E2201W-B1

Fazit

Hersteller Iiyama hat mit dem E2201W-B1 einen soliden 22-Zöller auf den Markt gebracht, der seinem Vorgänger E2200WS-B1 in nichts nachsteht. Die besonderen Fähigkeiten des E2201W-B1 liegen eindeutig im Office- und Gamingbereich. Vor allem Hardcoregamer werden derzeit kaum einen schnelleren 22-Zöller finden.

Positiv ist uns die für TN-Verhältnisse sehr homogene Hintergrundausleuchtung aufgefallen. Auch die gut voreingestellten Farb-Modi, sowie die OSD-Funktion zur digitalen Schriftglättung sind unbedingt positiv zu erwähnen.

Weniger gut schneidet der E2201W-B1 hingegen bei den Ergonomiefunktionen ab. Der Monitor verfügt weder über eine Höhenverstellung noch über eine Schwenkfunktion. Dank vorhandener VESA-100 Verschraubungen lässt sich bei Bedarf allerdings ein alternativer Standfuss mit besseren Ergonomiefunktionen nachrüsten.

Bei der Wiedergabe von Videos und DVDs kann sich der E2201W-B1 gut in Szene setzen, erreicht bei der Farbbrillanz aber nicht ganz den hohen Level eines Monitors mit Hochglanzbeschichtung. Dafür muss man beim Iiyama E2201W-B1 nicht mit störenden Reflexionen leben. Dank HDCP-Support am DVI-Eingang bleibt die Mattscheibe des E2201W-B1 auch bei verschlüsselten Filmen nicht schwarz.

Wir benoten den Iiyama insgesamt mit einem knappen gut. Für eine bessere Wertung reicht es aufgrund der fehlenden Ergonomiefunktionen leider nicht. Dank seines gefälligen Designs und den besonders guten Reaktionswerten, wird dieser Monitor speziell aus den Reihen der Hardcoregamer sicherlich viele Fans gewinnen können.

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