Test Monitor Philips 231P4QRYES
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Skalierung und Deinterlacing

Alle Auflösungen, auch SD-Formate, werden erst einmal auf das Vollbild skaliert, das OSD bietet aber die Möglichkeit, auf 4:3 umzuschalten. Die Darstellung von 4:3-Inhalten ist dann unverzerrt und seitengerecht.

Der Philips 231P4QRYES ist auf eine Bildfrequenz von 60 Hz optimiert. BluRay-Filme mit eigentlich 24 Hz ruckeln dann jedoch unschön über den Bildschirm und man ist geneigt, die 24 Hz-Ausgabe des Players zu aktivieren. Leider kommt der Film dann zwar mit der richtigen Bildfrequenz auf den Schirm, die Darstellung flackerte im Test allerdings deutlich und wurde zu hell ausgegeben. Interlaced-Signale wie 1080i gibt der Monitor ebenfalls nicht sauber, sondern mit einem deutlichen Zeilenflimmern aus.

Overscan

Die Overscan-Option im OSD des 231P4QRYES bleibt bei allen Einstellungen und Auflösungen ausgegraut. Tatsächlich wird das Bild bei der Ausgabe nicht beschnitten oder skaliert, aber die Wahl hätte man trotzdem gerne.

Farbmodelle und Signallevel

Am DVI-Eingang erwartet der 231P4QRYES einen Signalumfang von 0 bis 255, es gibt keine Möglichkeit, dies im OSD zu ändern. So ist man darauf angewiesen, dass die Signalquelle den Signalpegel entsprechend anpassen kann. Das verwendetet Farbmodell lässt sich ebenfalls nicht beeinflussen.

Bewertung

Kein Preis verfügbar
4

(GUT)
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Diskussion im PRAD Forum

Fazit

Der Philips 231P4QRYES erreicht in vielen Bereichen gute bis sehr gute Leistungen. Er zeichnet sich durch eine gute Ergonomie aus, wenn auch der Ergo-Sensor nicht jedermanns Sache ist und dem Nutzer gelegentlich gängelt. Zum Glück ist er abschaltbar. Das LED-Backlight führte leider nicht zu einem besonders niedrigen Stromverbrauch.

Die Bildqualität gefällt: Die Blickwinkelabhängigkeit liegt auf Klassenniveau und auch bei Kontrast und Helligkeitsverteilung gibt es nichts zu meckern. Die Wiedergabe von Farben und Graustufen profitiert vom sehr gut abgedeckten sRGB-Farbraum. Vor allem kalibriert können die Ergebnisse des Philips-Monitors überzeugen, aber auch Out-of-the-Box kann der Philips 231P4QRYES überzeugen. Nur vom angebotenen sRGB-Modus sollte man die Finger lassen.

Lediglich die Bildhomogenität macht dem ambitionierten Bildbearbeiter einen Strich durch die Rechnung. Da die durchschnittlichen Werte aber befriedigend sind und die höchsten Abweichungen in den Eckbereichen zu finden sind, brauchen sich Hobbygrafiker die Ihre Urlaubsbilder bearbeiten wollen, keine Sorgen über deren Qualität zu machen. Hier wäre sogar deutlich mehr drin gewesen, aber dafür hätten die Ausreißer nicht sein dürfen.

Gelegenheitsspieler bekommen mit dem 231P4QRYES einen Monitor mit flottem Reaktionsverhalten, leichte Schlierenbildung bleibt aber nicht aus. Ambitionierte Gamer erwarten mehr, weshalb es keine Empfehlung für Hardcore-Spieler gibt.

Trotz Ergonomie-Sensor und Klassifizierung seitens Philips, sollte man den Monitor keinesfalls als reinen Office-Monitor betrachten. Es ist vielmehr ein Allrounder, zu einem angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis.

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