Test Monitor Philips 231P4QRYES
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Interpolation

Der 231P4QRYES erlaubt dem Anwender, bei allen Auflösung zwischen Breitbild und 4:3-Seitenverhältnis zu wählen. Dabei wird das Bild nur in nativer Auflösung pixelgenau dargestellt, ansonsten skaliert der Monitor bei der Einstellung Breitbild das Bild auf die volle Panelfläche und im 4:3-Modus auf 1440 x 1080 Bildpunkte. Auflösungen mit anderen Seitenverhältnissen als 16:9 oder 4:3 zeigt der Philips-Monitor also nicht seitengerecht an.

Philips 231p4qryes Monitor Gitter Nativ
Philips 231p4qryes Monitor Gitter 720
Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.
Philips 231p4qryes Monitor Text Nativ
Philips 231p4qryes Monitor Text 720
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 erreicht der Monitor die notwendige Pixelvergrößerung auf die Vollbilddarstellung durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte, was zu etwas dickeren Linien und einem leichten Unschärfeeindruck führt. Farbsäume treten nicht auf.

Letztendlich macht das interpolierte Bild einen sauberen Eindruck, die Lesbarkeit und Darstellungsqualität bleibt vergleichsweise gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Reaktionsverhalten

Den 231P4QRYES haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ist die Summe von Anstiegszeit (rise) und Abfallzeit (fall). Wir messen sie bei 15 verschiedenen Helligkeiten. Die Charts zeigen den Schwarz-Weiß-Wechsel, den schnellsten Grau-zu-Grau-Wechsel und den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Mit aktiviertem Overdrive (Option „SmartResponse“) nennt das Datenblatt eine Reaktionszeit von 7 Millisekunden, ohne sollen es 12 Millisekunden (GtG) sein. Wir stellen den vierstufigen Overdrive auf den höchsten Wert „schnellstens“, dann messen wir 15,8 Millisekunden für Schwarz-Weiß und 8,3 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt nur 11,9 Millisekunden.

Philips 231p4qryes Monitor Reaktion F3
Philips 231p4qryes Monitor Over F3
SmartResponse schnellstens: zügige Schaltzeiten, teils starke Überschwinger.

Für ein IPS-Panel sind diese Schaltzeiten noch nicht extrem kurz, trotzdem sind die Überschwinger bereits deutlich ausgeprägt, vor allem bei den mittleren Helligkeitswechseln. Die Neigung zu auffälligen Artefakten bei schnell bewegten Szenen ist deshalb schon recht groß. Somit empfiehlt sich dieser Modus nur für schnelle Shooter.

Philips 231p4qryes Monitor Reaktion Off
Philips 231p4qryes Monitor Over Off
SmartResponse aus: sehr lange Schaltzeiten, keine Überschwinger.

In der Werksvorgabe „SmartResponse aus“ verschwinden die Überschwinger völlig, meist braucht das Panel jetzt 1,5 Bildframes um die Endhelligkeit zu erreichen. Dementsprechend messen wir nun sehr lange Schaltzeiten im Bereich von 20 Millisekunden und mehr. Vor allem die dunklen Bildwechsel benötigen viel Zeit. Im Office-Einsatz ist das nicht nachteilig, die eigentliche – auch videotaugliche – Allroundeinstellung ist aber die zweite Overdrivestufe „schnell“.

Beim Klicken durch die OSD-Menüs sehen wir, dass die Voreinstellung für den Overdrive vom Bildmodus abhängt: bei Film und Spiel wird SmartResponse „schnell“ eingestellt, bei allen anderen Modi „aus“. Man kann die Option manuell höher einstellen, doch beim nächsten Moduswechsel kommt wieder die Voreinstellung zum Tragen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim 231P4QRYES messen wir eine extrem kurze Signalverzögerung von nur 1,3 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen ebenfalls nur 5,9 Millisekunden (SmartResponse schnellstens), daher ist auch die mittlere Gesamtlatenz mit insgesamt 7,2 Millisekunden sehr kurz.

Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist wie bei den allermeisten aktuellen Geräten PWM-gesteuert. Bei voller Helligkeit (Reglerstellung 100) arbeitet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) messen wir die Taktfrequenz mit 240 Hz, das Tastverhältnis liegt mit 52 Prozent ein wenig höher als bei vielen Mitbewerbern. Es ist daher anzunehmen, dass nur besonders empfindliche Menschen ein Backlight-Flimmern wahrnehmen könnten.

Philips 231p4qryes Monitor Back
LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Trotzdem war bei schnellen Bewegungen eine leichte Schlierenbildung sichtbar, weshalb Hardcore-Spieler trotz der guten Werte bei der Bildaufbauzeit mit dem 231P4QRYES vermutlich nicht restlos glücklich werden.

Sound

Der 231P4QRYES verfügt über zwei Lautsprecher mit jeweils 1,5 Watt Leistung, die im unteren Bildschirmrahmen eingebaut sind. Über den DisplayPort werden Tonsignale übertragen, für den DVI- und VGA-Anschluss muss der Ton über ein Klinkenkabel vom PC zum Monitor geleitet werden. Die Klangqualität der winzigen Lautsprecher reicht zum Skypen, aber nicht mehr. Bässe fehlen und auch sonst ist der Klang ziemlich blechern.

Philips 231p4qryes Monitor Lautsprecher
Die Lausprecher sind im unteren Rahmen untergebracht.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können nicht direkt per HDMI an den Philips-Monitor angeschlossen werden, da ein HDMI-Anschluss fehlt. Über einen Adapter auf den DVI-Eingang bekommt man zwar ein Bild, aber keinen Ton. Der muss entweder über den Klinkeneingang am Monitor und die integierten Lautsprecher oder separate Boxen ausgegeben werden. Über den DisplayPort kann zwar Ton übertragen werden, ein testweise ausprobierter Adapter von DisplayPort auf HDMI funktionierte am 231P4QRYES im Zusammenspiel mit einem BluRay-Player nicht, es kam weder Bild noch Ton.

Philips 231p4qryes Monitor Dvd
Test der Videoeigenschaften.

Über die SmartImage-Funktion bietet der 231P4QRYES eine Voreinstellung für Filme, in der jedoch die Bildschärfe angehoben wird, was nicht immer optimal ist. Wir deaktivierten SmartImage und stellten die Farbtemperatur auf 6500K. Das ist zwar leicht zu kühl, ansonsten ergibt sich aber eine gute Darstellung.

Ein mit diesen Einstellungen betrachteter Film von BluRay kam mit natürlich wirkenden Farben auf den Schirm. Kontrast und Schwarzwert waren ebenfalls gut und auch dunkle Szenen wurden sauber differenziert. Schnelle Schwenks führten nicht zu unangenehmen Nachzieheffekten und die der große Blickwinkel des IPS-Panels erlaubt auch seitlich sitzenden Betrachtern einen guten Einblick.

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