Test Monitor Samsung 245B
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Interpolation

Wer ein großes Display für den Büroeinsatz sucht, sich aber bislang vor der kleinen Pixelgröße fürchtet, sollte sich den SyncMaster 245B auf die Einkaufsliste setzen. Denn der 24-Zöller beweist, dass selbst im Desktop-Betrieb kleinere Auflösungen nicht schlecht aussehen müssen.

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Test verschiedene Auflösungen 

Dabei wird die Auflösung 1.440 x 900 sogar noch etwas schärfer dargestellt als die nächstkleinere Auflösung 1.680 x 1.050. Schwarze Schriften auf weißem Hintergrund sehen jeweils noch leicht unscharf aus; dies lässt sich aber mit einer Schärfeeinstellung von 80 – 100 über das Menü des Displays weiter optimieren.

Danach können wir in beiden Auflösungen in relativ guter Qualität arbeiten. Natürlich kann man nicht den Schärfegrad der nativen Auflösung 1.920 x 1.200 erwarten – wer sich jedoch nicht an Microsofts Cleartype oder andere Schriftenoptimierer herantraut, kann beim SyncMaster 245B auch auf die Interpolation zurückgreifen, ohne ein „Matschbild“ befürchten zu müssen.

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OSD Menüoptionen 

Dass die sehr gute Interpolationsqualität auch auf Spiele übertragbar ist, sollte sich von selbst verstehen. Die Bilder zeigen, dass Detailverluste in 1.680 x 1.050 und 1.440 x 900 kaum sichtbar sind.

DVD/Video

Bei der Wiedergabe von Videos oder DVDs am PC bringt der SyncMaster 245B mit seiner großen Bilddiagonale und der Full-HD-Auflösung Vorteile mit, gleichwohl die typischen Nachteile der TN-Technologie in Form schlechterer Blickwinkel im Vergleich zu VA- und IPS.

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Knackig scharfe Bilder auf dem SyncMaster 245B (Bild: 720p-Material)

Schnelle Bewegtbilder bereiten dem 24-Zöller keine Probleme; da der TFT mit 60 Hz arbeitet sind Juddering-Effekte wie bei den meisten anderen Desktop-Geräten jedoch vorhanden. Die Bildqualität ist auch bei sehr schlechtem Bildmaterial (z.B. AVI mit niedriger Bitrate) aus gebührender Entfernung von 2-3 Metern noch akzeptabel und etwas besser als auf vielen 22 Zoll Displays. Grund dafür ist vermutlich die feinere Auflösung.

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Bei stark komprimiertem Bildmaterial sind Pixelblöcke sichtbar, jedoch in deutlich abgeschwächter Form verglichen mit vielen 22-Zoll-Geräten, deren Pixel größer sind (Bild: DivX-komprimiertes Material / 124 kBit/s)

Der OptimalKontrast-Modus – laut Samsung für die Videowiedergabe entwickelt, sorgt zwar auch bei Filmen für strahlende Farben. Dafür sind aber besonders bei Blautönen (z.B. Tauchszenen) Farbübergänge und Pixelblöcke sichtbar, da einige Farbtöne bei der „Optimierung“ verworfen werden.

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Detailbilder aus einer Unterwasser-Szene des Films „Coral Reef“. Oben: Darstellung ohne, unten mit aktivierter OptimalKontrast-Funktion. Die Optimierung der Farben bringt den Verlust einiger Abstufungen und damit szenenweise Banding mit sich, …
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… umgekehrt sorgt sie aber auch für ein kontrastreicheres Bilderlebnis. Im oberen Bild ist OptimalKontrast ausgeschaltet, im unteren aktiviert.

Ob mit oder ohne OptimalKontrast bzw. MagicColor muss jeder für sich entscheiden; auch der ausgewählte Film ist ein Kriterium, denn nicht überall fallen die negativen Auswirkungen gleichermaßen ins Auge und in jedem Fall sorgt der OptimalKontrast für ein satteres Schwarz, kontrastreichere Farben und lebendigere Wechsel dunkler und heller Szenen.

Insgesamt bietet der SyncMaster 245B eine gute Wiedergabequalität von DVDs und Videomaterial. Ein sehr gut vergeben wir allerdings nicht, denn der vertikale Blickwinkel schränkt das Sehvergnügen ein, sobald man die Sitzhöhe verändert und z.B. von der tiefer liegenden Couch aus einen Film sehen möchte. Außerdem fehlen dem Monitor zusätzliche Videoanschlüsse.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.4

(GUT)

Technische Spezifikation: Samsung 245B

Fazit

Wer einen möglichst großen, aber günstigen TFT-Monitor zum Aufstellen, Einschalten und Sofort-Loslegen sucht, kommt derzeit um den SyncMaster 245B von Samsung nicht herum. Das erste erhältliche 24-Zoll-Gerät mit TN-Panel stellt durchschnittlich anspruchsvolle Anwender voll zufrieden und empfiehlt sich fürs Arbeiten, Spielen und Multimedia- Anwendungen.

Dabei ist es in Sachen Bildqualität mit den besseren 22-Zoll-Geräten vergleichbar, insbesondere dem kleineren Bruder SyncMaster 226BW. Über den günstigen Stromverbrauch, umfangreiche Ergonomiefunktionen und die robuste Verarbeitung werden sich Büroanwender freuen.

Die gute bis sehr gute Spieletauglichkeit und die quietsch-bunten, lebendigen Farben bei aktivierter MagicColor-Funktion lassen hingegen bei Spielern Freude aufkommen, zumal auch die Interpolationsqualität beim Spielen in kleineren Auflösungen keinen Verdruss aufkommen lässt. Auch die Ausleuchtung ist für den Consumer-Bereich auf sehr gutem Niveau.

Nicht geeignet ist der SyncMaster 245B für Grafiker, was alle Anwender einschließt, die am Monitor mehr als nur gelegentlich die Urlaubsfotos nachoptimieren wollen und/oder ihr Gerät dafür kalibrieren müssen. Das liegt zum Einen an der in den Standardeinstellungen nicht optimalen Graustufen-Darstellung und zum Anderen an der bei unserem Testgerät unpräzisen Helligkeitseinstellung, die eine exakte Kalibrierung nahezu unmöglich macht.

Im Vergleich zu bisherigen 24-Zoll-Monitoren mit VA- und IPS-Panel muss der Samsung bei der subjektiven Bildqualität klar zurückstecken: Wie alle TN-bestückten Displays kommt er nicht an die natürliche Farbintensität und das sattere Schwarz dieser Geräte heran. Dies schlägt sich aber auch im positiven Sinne im Preis nieder:

Mit durchschnittlich 550,00 Euro kostet der SyncMaster 245B 150,00 bis 200,00 Euro weniger als die billigsten 24-Zöller mit VA-Technologie. Ob man also zum SyncMaster 245B mit TN-Panel greift oder eines der teureren VA-bestückten Geräte wie den Dell 2407WFP wählt, ist eine Frage des Anspruchs: Beide Geräte sind ihren Preis wert!

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