Test Monitor Samsung 245B
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Bildqualität Teil 2

Der OptimalKontrast regelt zusätzlich noch das Backlight in Abhängigkeit vom Bildinhalt, sodass im Idealfall ein Kontrast von 3.000:1 erreicht werden soll. Für den Dauergebrauch ist die Option MagicColor im Menü des SyncMaster 245B jedoch besser geeignet: im Gegensatz zum OptimalKontrast bleiben die Menüoptionen zugänglich, sodass Helligkeit, RGB-Werte und Gamma-Wert zusätzlich verändert werden können.

Sowohl in der Werkseinstellung (gut), als auch in unserer kalibrierten Einstellung (besser), sehen Verläufe bis auf einige kleine Stufen sehr sauber aus, bei radialen Verläufen sind überhaupt keine Stufen auszumachen. Die Kombination aus Dithering und Frame Rate Control tut ihre Arbeit also gut.

Was die Blickwinkel angeht, waren wir auf den Samsung 245B besonders gespannt, bringt er doch als erster ein TN-Panel in die 24-Zoll-Klasse mit. Unproblematisch ist dies nicht, denn bei zunehmender Panelgröße fallen auch die typischen Blickwinkelprobleme stärker ins Auge. Bereits bei den 22 Zöllern werden von vielen Anwendern zu schlechte vertikale Blickwinkel kritisiert.

Samsung 245b Monitor Samsung 245b Blickwinkel2
Samsung 245b Monitor Samsung 245b Blickwinkel1
Blickwinkel von rechts (linkes Bild) und frontal (rechtes Bild).
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Blickwinkel von unten (oberes Bild) und von oben (unteres Bild).

Hier können wir Entwarnung geben: Mit dem SyncMaster 245B lässt es sich genauso gut arbeiten wie mit einem kleineren, TN-bestückten Gerät. Die typischen Schwächen in Form schlechter vertikaler Blickwinkel sind vorhanden; wer damit aber bei den 22 Zöllern kein Problem hat, der kann auch zum zwei Zoll größeren Samsung 245B greifen. Wer einen optimalen Blickwinkel benötigt, sollte besser gleich einen TFT-Monitor mit blickwinkelstabilerem VA- oder IPS-Panel kaufen.

Die horizontalen Blickwinkel des SyncMaster 245B sind selbst im Vergleich zur VA-Technologie noch knapp als gut einzustufen. Dafür führen vertikal bereits Auf- und Abbewegungen des Kopfes zu Farbveränderungen an den oberen bzw. unteren Rändern. Insgesamt ist die Blickwinkelstabilität zufriedenstellend.

Samsung 245b Monitor Samsung 245b Ausleuchtung
 Ausleuchtung

In Sachen Ausleuchtung gibt es bei unserem Testgerät kaum etwas zu bemängeln: Zwar wirkt ein komplett schwarzer Bildschirm in dunkler Umgebung eher lilagrau, dafür ist das Bild bis in die Ecken homogen. Die Messung bestätigt unsere subjektive Einschätzung und zeigt lediglich ganz links Abweichungen an, die über 10 Prozent vom Sollwert 140 cd/m² in der Mitte abweichen.

Der TFT liegt somit genau zwischen einer guten und sehr guten Bewertung in dieser Kategorie. Weil es sich um ein Consumer-Gerät handelt und subjektiv perfekt ausgeleuchtet ist, haben wir uns zu einem knappen ´sehr gut´ durchgerungen. Die Bewertung kann man allerdings nicht mit den Maßstäben eines NEC LCD2690WUXi vergleichen, der dank ColorComp auch objektiv eine wortwörtlich perfekte Homogenität erreicht.

Neben der Helligkeitsverteilung haben wir auch die maximale und minimale Helligkeit gemessen. Bei einem Standard-Kontrastwert von 75 werden minimal 64 cd/m² und maximal 396 cd/m² erreicht. Verwendet man wie wir einen Kontrast von 50, schafft der SyncMaster 245B minimal düstere 33 cd/m²; nach oben hin bleibt mit bis zu 201 cd/m² trotzdem noch ausreichend Spielraum.

Ausmessung und Kalibration

Der Samsung 245B erreicht mit einem Kontrast von 75 und den Standard-RGB-Werten (R50, G50, B50) seinen größtmöglichen Farbraum. Bei dem von uns verwendeten Kontrast von 50 schrumpft der darstellbare Farbraum um knapp drei Prozent. Mit einer sRGB-Abdeckung von maximal 90 Prozent erreicht der SyncMaster 245B beim Farbraum gerade noch eine gute Bewertung.

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Samsung 245b Monitor Samsung 245b Srgb Farbraum Klein2
Abdeckung des sRGB-Farbraums. Zur Vergrößerung bitte die Grafiken anklicken!

Erläuterung: Der Farbkasten zeigt den Farbraum des TFTs, das Drahtgitter zeigt den Farbraum sRGB. Farben außerhalb des Farbkastens kann der Monitor nicht darstellen. Die Darstellung ist dreidimensional, wobei im linken Bild die hellen Farben und Weiß vorne liegen. Das rechte Bild zeigt die Rückansicht, sodass die dunklen Farben und Schwarz sichtbar sind. Dort, wo der Farbkasten über das Drahtgitter hinausgeht, ist der Monitor- Farbraum größer als sRGB. Dort, wo das Drahtgitter aus dem Farbkasten hervorsticht, ist der Monitor-Farbraum kleiner als sRGB.

Der für den Offset-Druck wichtige Isocoated-Farbraum wird vom Samsung 245B recht gut abgedeckt. Für die meisten Anwender spielt der sRGB-Farbraum jedoch eine größere Rolle, da dieser maßgeblich für die Darstellung von Webseiten und die meisten Digitalkamera-Fotos ist.

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Zweidimensionaler Vergleich des Monitor-Farbraums (schwarze Linie) mit dem Referenzfarbraum „Isocoated“ des Offset-Drucks (weiße Linie).

Der Samsung 245B arbeitet in der Werkseinstellung mit einem Gammawert von etwa 2,5. Dafür verantwortlich ist einerseits die Kontrasteinstellung (Standard 75), die im Gegensatz zu anderen TFTs nicht die RGB-Werte gleichmäßig verstellt, sondern den Gammawert. Andererseits ist von den drei zur Verfügung stehenden Gamma-Modi werksseitig der Modus 1 eingestellt. Mit dem Modus 2 erreicht man ein Gamma von ca. 2,1, mit dem Modus 3 etwa 2,3 (bei einem Kontrast von 75!).

Zusätzlich kann der Gammawert über die Einstellung des Kontrastwertes verändert werden; auf diese Weise haben wir mit dem Gamma-Modus 1 und einem Kontrast von 50 die besten Kalibrierungsergebnisse erzielt bzw. sind am nächsten an den sRGB-Gammawert von 2,2 herangekommen.

Zunächst einmal heißt ein höherer oder niedrigerer Gammawert aber, dass einige helle oder dunkle Graustufen wegfallen. Das spiegelt das nachfolgende Diagramm wieder, in dem die deltaE-Abweichung bei den Graustufen ins Auge fällt. Auch bei unseren Testbildern werden nicht alle Graustufen sauber aufgelöst.

Vergleich der Werkseinstellung zum sRGB Standard

Werkseinstellung Hersteller Erreicht
k.A. 6500
400 386
k.A. 0,58
k.A. 2,48
1000 665
Samsung 245b Monitor Samsung 245b Srgb1
Erläuterung der Abweichung deltaE:

Die Abweichung der Farbwerte wird in deltaE 94 (dE) angegeben. Gemessen werden mehrere Grauabstufungen, die primären (RGB) und die sekundären (CMY) Grundfarben. Ein deltaE Wert von 1 entspricht dem kleinsten Farbunterschied, den das menschliche Auge wahrnehmen kann.

Bei den Farben erkennen die meisten Menschen ab einem Wert von 3 einen Unterschied. Unsere Augen sind allerdings für Grüntöne besonders empfindlich, sodass bei diesen bereits kleinere Unterschiede wahrgenommen werden. Die durchschnittliche Abweichung sollte unter 3 dE liegen, das Maximum unter 10 dE. Bis 10 dE haben zwei Farben noch genügend Ähnlichkeit zueinander.

Am besten für die tägliche Arbeit im sRGB-Farbraum eignet sich noch der Modus Text, auch deshalb, weil die Helligkeit mit ca. 120-140 cd/m² auf einem ergonomischeren Niveau liegt, als in der Werkseinstellung. Außerdem liegt der Gammawert schon einigermaßen nah an 2,2. Die hohe deltaE-Abweichung bei Blau erklärt sich daraus, dass der Samsung 245B einige an den sRGB-Grenzen liegende Blautöne schlicht nicht darstellen kann.

Vergleich des Modus Text zum sRGB-Standard

Werkseinstellung Hersteller Erreicht
k.A. 6550
400 124
k.A. 0,18
k.A. 2,27
1000 688
Samsung 245b Monitor Samsung 245b Srgb2
 

Wer es kontrastreicher und bunter mag, fährt mit der Funktion MagicColor am besten, die die Farbkurve korrigiert. Hier wird ein Kontrastverhältnis von fast 1.000:1 erreicht. Auch die Farbgenauigkeit wird optimiert, allerdings fallen im Gegenzug zahlreiche helle Farbstufen weg, was zu Banding führt. Im normalen Betrieb fällt dies aber kaum auf, sodass besonders Spiele sehr farbenprächtig dargestellt werden.

Der OptimalKontrast-Modus des SyncMaster 245B reguliert zusätzlich zu MagicColor dynamisch die Helligkeit. Für actionlastige Spiele ist dies aber eher von Nachteil: Schleicht man durch einen dunklen Flur, so erkennt man seine Gegner aufgrund des nachdunkelnden Backlights noch schlechter als ohnehin schon. Umgekehrt fliegt man fast vom Hocker, wenn einen eine Flash-Granate trifft, weil dann zusätzlich die Hintergrundbeleuchtung aufgedreht wird.

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