Test Monitor Samsung 245B
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Optik und Mechanik Teil 2

Am nun frei stehenden Standfuß ist der Grund für die Blockierung der Pivot-Funktion schnell ausgemacht: Die auf dem Bild oben rot markierte Schraube verhindert, dass sich der TFT entlang der Rasterung um 90 Grad ins Portraitformat drehen lässt. Wird die Schraube entfernt, ist auch die Pivot-Funktion nutzbar. Anschließend muss der Standfuß nur noch wieder am Monitor festgeschraubt werden – und schon kann man sich über ein neues Feature freuen.

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Pivot niedrigste und höchste Stellung 

Das Pivotgelenk ist leichtgängig und der SyncMaster 245B lässt sich in der höchsten Position sogar drehen, ohne dass der TFT dafür nach hinten geneigt werden muss. Allerdings fehlen Einrastpunkte, so dass per Hand waagerecht nachjustiert werden muss. In der niedrigsten Position setzt das Display auf dem Standfuß auf – Vorsicht also beim Verstellen! Der Abstand zum Bild beträgt vom Tisch aus minimal 4,1 cm und maximal 10,2 cm.

Dank seiner umfangreichen Verstellmöglichkeiten erfüllt der Samsung SyncMaster 245B alle ergonomischen Kriterien, die ein Office-Monitor haben sollte. Auch der vergleichsweise günstige Stromverbrauch kommt Anwendern entgegen, die ihren TFT täglich viele Stunden benutzen.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
100 W 74,0 W
< 2 W < 0,5 W
< 0,5 W

Mit einem Standby- bzw. Soft-Off-Verbrauch von unter 0,5 Watt hält sich der Ärger darüber in Grenzen, dass der Netzschalter des Monitors von vorne unzugänglich auf der Rückseite neben dem Stromanschluss angebracht ist.

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Der auf der Rückseite befindliche Netzschalter ist für die regelmäßige Nutzung zu schlecht zugänglich.

Fazit Verarbeitung und Mechanik

Der Samsung SyncMaster 245B verbindet den robusten Charme eines Arbeitsgeräts mit einer Prise Eleganz und wird mit seiner pechschwarzen Optik Freunde schwarzer Hardware- Komponenten für sich gewinnen können. Bis auf einige knarzende Plastikteile am unteren Teil des Standfußes ist die Verarbeitung rundum sehr ordentlich.

Die Anfassqualität ist hervorragend und die Gelenke funktionieren einwandfrei leichtgängig, ohne dabei wackelig zu wirken. Das Display wird jederzeit in der vorgesehen Position gehalten und wackelt beim Antippen nur wenig. Die Elektronik arbeitet bei unserem Testgerät fast geräuschlos, lediglich bei direktem Horchen am Gehäuse ist ein leichtes Summen vernehmbar.

Bis auf die etwas lose sitzenden Bedientasten gibt es an der Verarbeitungsqualität des SyncMaster 245B nichts zu bemängeln und daher auch ein ´sehr gut´.

Anschlüsse

Der SyncMaster 245B bietet einen analogen D-Sub- und einen digitalen DVI-Eingang. Beide Anschlüsse sind von vorne gesehen links angebracht, der Netzanschluss und Netzschalter befinden sich hingegen rechts.

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Für dieses Bild wurde der Standfuß, der sonst zwischen Netzanschluss und Signaleingängen liegt, abmontiert. Links der Netzschalter und Stromanschluss, rechts der DVI-Eingang und der analoge D-Sub-Eingang. Ganz rechts ist noch der Eingang für eine optionale Lautsprecherleiste zu sehen.

Die Anschlüsse sind nicht abgedeckt und daher gut zugänglich, besonders wenn man zum Anschließen der Kabel die zuvor freigeschaltete Pivotfunktion nutzt. Am digitalen DVI-Eingang unterstützt der SyncMaster 245B den Kopierschutzstandard HDCP, sodass hochaufgelöstes Bildmaterial auf dem Display wiedergegeben werden kann.

Bedienung und OSD

Sechs Bedientasten, davon vier für die Navigation durchs Menü – mehr braucht es nicht, um eine nutzerfreundliche Bedienung zu erreichen. Bis auf die Powertaste sind die Bedientasten des SyncMaster 245B recht klein, weil sie aber vom Gehäuse abgesetzt sind, dennoch gut erspür- und bedienbar. Die weiße Tastenbeschriftung ist auch im abgedunkelten Raum noch gut lesbar. Die silbern gerahmte und dezent blau leuchtende Power-LED gibt dem Monitor einen edlen Touch.

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Die Bedientasten wirken etwas wackelig, sind aber dennoch gut bedienbar und haben einen ordentlichen Druckpunkt.

Über die Power-Taste wird der Samsung 245B eingeschaltet oder in den Soft-Off-Modus gesetzt. Da er in diesem genauso wenig Strom verbraucht wie im Standby erübrigt sich das Ausschalten des TFTs via Power-Schalter prinzipiell. Die Auto-Taste dient der automatischen Optimierung eines analogen Bildsignals und wird ansonsten nicht benötigt.

Damit beschränkt sich die Bedienung auf vier Tasten: Die Menü-Taste ruft das Menü auf und dient in diesem als „Zurück“-Taste. Mit der Enter-Taste werden Menüpunkte ausgewählt; eine Bestätigung einzelner Einstellungen erfolgt allerdings nicht, d.h. sobald über die „Pfeil“- Tasten ein Wert verändert wird, wird dieser auch so übernommen. Das spart Tastenklicks, kann aber auch zu Ärger führen, wenn man unabsichtlich eine Einstellung verstellt. In diesem Fall hilft nur noch die „Zurücksetzen“-Funktion im OSD.

Über die Pfeiltasten können direkt und schnell die sieben verschiedenen Bildmodi und die Helligkeitseinstellung angewählt werden, was sehr praktisch ist. Die Enter-Taste ermöglicht das Wechseln zwischen den Signaleingängen. Somit sind die gängigsten Funktionen per Direktwahl erreichbar. Zusätzlich lässt sich das OSD noch durch langes Drücken der Menü- Taste sperren. Die Helligkeitseinstellung und die Benutzermodi bleiben davon ausgenommen.

Im Folgenden finden Sie Bilder und Informationen zu den Einstellungen im Menü des SyncMaster 245B. Die auf den Screenshots sichtbaren Einstellungen bei der Helligkeit und den Farben sind allerdings nur bedingt zum Übernehmen geeignet. Mehr zu dieser Problematik finden Sie im jeweiligen Abschnitt bzw. unter „Ausmessung und Kalibration“.

Bild / Helligkeit und Kontrast

Hier können Helligkeit und Kontrast verändert werden. Die Standardeinstellung liegt bei 100 für die Helligkeit und bei 75 für den Kontrast. Da mit einem Kontrastwert von 75 keine vernünftigen Ergebnisse bei der Kalibration auf sRGB erzielt werden konnten, haben wir einen Kontrastwert von 50 verwendet.

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 OSD: Bildeinstellungen

Grund dafür ist, dass der Kontrast im Prinzip eine verdeckte Gamma-Einstellung darstellt, d.h. mit einer Kontrastabsenkung senkt man den Gammawert und umgekehrt. Der Standardwert von 75 entspricht zusammen mit dem Gamma-Modus 1 einem Gamma von 2,5, ein Kontrast von 50 entspricht ziemlich genau Gamma 2,2.

Die Standardeinstellung 75 in Kombination mit dem Standard-Gammamodus 1 ist somit alles andere als optimal, denn dadurch fallen einige dunkle Graustufen weg; dafür ist die Gesamthelligkeit höher. Wer auf eine hohe Helligkeit von bis zu 400 cd/m² nicht verzichten will, kann alternativ mit einem Kontrast von 75 und dem Gamma-Modus 2 immerhin einen Gammawert von 2,13 erreichen.

Bei einem Kontrast von 50 erreicht man erst bei einer Helligkeit von 62 bis 74 Helligkeitswerte von ca. 140 cd/m². Bei einer Kontrasteinstellung zwischen 40 und 80 werden noch keine Graustufen verworfen, erst darüber oder darunter fallen zusätzlich zum veränderten Gammawert dunkle bzw. helle Stufen weg und werden durch Schwarz bzw. Weiß ersetzt.

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