Test Monitor Samsung 245B
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OSD Teil 2

Farbe

Unter MagicColor stehen vier verschiedene Optionen zur Verfügung: „Aus“ deaktiviert MagicColor, „Demo“ zeigt links das optimierte Bild und rechts das Originalbild an. Den Unterschied zwischen den Optionen „Vollständig“ und „Intelligent“ konnten wir nicht mit Sicherheit klären; laut Samsung handelt es sich um zwei unterschiedliche Algorithmen.

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 OSD: Farbe

Die Funktion MagicColor ermöglicht im Gegensatz zum Optimal-Kontrast die Anpassung der Farbkurve, ohne dass dabei das Backlight automatisch reguliert wird und die Farbeinstellungen gesperrt werden. Man kann also zusätzlich manuelle Änderungen vornehmen, was besonders bei der ansonsten sehr hohen Helligkeit Sinn macht. Da bei MagicColor zahlreiche Farbabstufungen wegfallen und durch die jeweils hellste Farbe ersetzt werden, ist diese Funktion für Grafikarbeiten unbrauchbar.

Dem Anwender stehen drei Farbtemperaturen zur Verfügung, die allerdings nicht mit genauen Werten gekennzeichnet werden. So kann man lediglich zwischen „kalt“, „normal“ und „warm“ auswählen. Wird hier „benutzerdefiniert“ angewählt, lassen sich die RGB-Farben unter dem Punkt „Farbanpassung“ nach Wunsch verändern.

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 OSD: Farbe (RGB)

Die RGB-Standardwerte liegen bei 50. Mit den im Bild oben sichtbaren Werten oder R50, G43 und B51, sowie einer Helligkeit zwischen 62 und 74 erreicht man die besten Ergebnisse für Arbeiten im sRGB-Farbraum. Die Helligkeit schwankt stark bei der Kalibration, sodass es für uns unmöglich ist, einen verbindlichen Helligkeitswert und damit präzise RGB-Werte anzugeben.

Bild

Bis auf die Schärfe-Funktion sind alle Bildeinstellungen nur bei analogem Anschluss zugänglich, sie werden bei digitaler Ansteuerung via DVI auch nicht benötigt. Die Schärfeeinstellung ermöglicht insbesondere bei interpolierten Auflösungen eine Verbesserung des Schriftbildes. Standardmäßig liegt der Wert bei 16, wir empfinden 20 als optimal bzw. Werte zwischen 80 und 100, wenn auf 1.680 x 1.050 oder 1.440 x 900 interpoliert wird.

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OSD: Bild (Bildjustierung) 

OSD

Hier lassen sich OSD-Sprache, -Position, -Transparenz und –Anzeigedauer festlegen. Die Anzeigedauer von 200 Sekunden ist für die Kalibration sehr angenehm und nicht zu kurz.

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OSD: Positionierung 

Einstellungen

In diesem Menü kann gewählt werden, ob die Signalquellen automatisch oder manuell gewählt werden sollen. Ist „automatisch“ aktiviert (Standard), kann aber trotzdem über die Enter-Taste auch manuell zwischen den Eingängen gewechselt werden. Die Zurücksetzungs- Funktionen setzen die Einstellungen unter „Bild“ bzw. „Farbe“ jeweils separat zurück. Wird ein Menüpunkt angewählt, erscheint noch eine Ja/Nein-Abfrage, die mit den Pfeil-Tasten bestätigt werden muss.

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 OSD: Einstellungen

Information

Hier werden die aktuellen Eingangsdaten angezeigt, also der Signaleingang, die horizontale und vertikale Frequenz sowie die aktuelle zugespielte Auflösung.

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 OSD: Information

MagicBright

Per Direktwahlbutton stehen dem Anwender sechs vordefinierte Bildmodi und eine Benutzereinstellung zur Verfügung, zwischen denen schnell und bequem gewechselt werden kann. Die jeweiligen Einstellungen der Bildmodi „Text“, „Internet“, „Game“, „Sport“, „Film“ und „OptimalKontrast“ lassen sich im Menü nachvollziehen, d.h. bei Sport werden beispielsweise Blautöne hervorgehoben und das Bild wirkt kälter.

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OSD: MagicBright 

Die schnelle Auswahlmöglichkeit der zahlreichen verschiedenen Bildmodi per Direktwahltaste ist sehr benutzerfreundlich umgesetzt. Leider gibt es auch ein echtes Manko: so sollte es tunlichst vermieden werden, in einem der vordefinierten Modi irgendeine Einstellung zu verändern. Egal ob es sich nur um die Helligkeits- oder um die Gamma-Einstellung handelt, das benutzerdefinierte Profil wird dann mit den Einstellungen des ausgewählten Bildmodus überschrieben.

Das kann sehr ärgerlich sein, wenn man sich seine eigenen Einstellungen nicht notiert hat. Die sechs verschiedenen Bildmodi lassen sich also praktisch nur so „wie sie sind“ nutzen und sollten nicht per Hand modifiziert werden.

Fazit Bedienung und OSD

Das OSD des SyncMaster 245B ist insgesamt benutzerfreundlich gestaltet, die Bedientasten klein, aber gut lesbar beschriftet. Alle Funktionen lassen sich ohne langes Klicken anwählen, u.a. weil auf eine „Bestätigen“-Taste verzichtet wird und Einstellungen somit direkt übernommen werden. Hat man sich damit erst einmal zurecht gefunden, läuft die Bedienung recht locker von der Hand.

Auch die Schnellwahltasten sind sinnvoll belegt und stellen die wichtigsten Funktionen ohne Menü-Umweg zur Verfügung. Größtes Manko der Bedienung ist die fehlende Möglichkeit, die voreingestellten Bildmodi einzeln an die eigenen Bedürfnisse anzupassen; sobald man an den Einstellungen dreht, wird der Benutzermodus komplett mit den Einstellungen des modifizierten Bildmodus überschrieben. Hier gibt es Verbesserungsbedarf.

Insgesamt gibt es für die Bedienung und das OSD eine sehr gute Bewertung, mit der wir auch die exzellente, nutzerfreundliche und selbst für absolute Laien verständliche Bedienanleitung würdigen wollen. Diese liegt auf der CD als HTML-Version mit animierten Grafiken vor, sowie als sehr ausführliche, ebenfalls bebilderte PDF-Version.

Bildqualität

Nach dem ersten Einschalten des Samsung SyncMaster 245B strahlt dieser einem mit voller Helligkeit von 386 cd/m² entgegen. Resultierend daraus benötigt man nicht nur eine Sonnenbrille, auch die Farben wirken deutlich blasser als beim daneben stehenden Dell 2407WFP mit S-PVA-Panel. Obwohl beide TFTs mit einem Kontrast von 1.000:1 beworben werden, erreicht der SyncMaster 245B in der Werkseinstellung „nur“ ein schlappes 665:1, also weit unter der Spezifikation.

Das ändert sich, sobald man den OptimalKontrast-Modus oder die Funktion MagicColor aktiviert. Dann springen einem die bunten, lebendigen, leuchtenden Farben förmlich entgegen und der Monitor erreicht auch knapp das beworbene Kontrastverhältnis von 1000:1. Im OptimalKontrast-Modus konnten wir bei unseren Messungen sogar maximal 2.000:1 ermitteln.

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Links unsere kalibrierte Einstellung, rechts mit aktivierter MagicColor-Funktion.

Dennoch wirken Farben insgesamt weniger „natürlich intensiv“ wie auf einem zum Vergleich herangezogenen VA-Panel, auch der Schwarzwert ist schlechter. Im Vergleich zu anderen TN Panels, beispielsweise aus dem 22-Zoll-Sektor bietet der Samsung jedoch ein sehr gutes Kontrastverhältnis und gerade für Spieler und Liebhaber farbenprächtiger Bilder bringen die MagicColor-Funktionen Vorteile mit, ähnlich wie schon beim kleinen Bruder Samsung 226BW.

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Kalibriertes Profil
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Modus OptimalKontrast, der bei der Farbdarstellung praktisch dasselbe Ergebnis hervorruft, wie die MagicColor-Funktion. 

Die üblichen Nachteile der „Bildoptimierer“ sind natürlich auch vorhanden, wie das Wegfallen von Farbtönen und dadurch resultierendes Banding, d.h. streifigere Farbverläufe und Stufen. Für die Bildbearbeitung sind MagicColor und OptimalKontrast insofern nicht besonders empfehlenswert und besser abzuschalten. Beide Optionen liefern im Übrigen dasselbe Ergebnis bei der Farbwiedergabe.

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