Test Monitor Samsung S24A650D
2/4

0
1565

Bildqualität

Die matte Display-Oberfläche des AMVA-Panels lässt nur minimale Spiegelungen zu, die im Alltagsbetrieb nicht ins Gewicht fallen. Ab Werk ist das Bild zu hell eingestellt. Der Monitor erzeugt hier 296 cd/m².

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 75, Schärfe 60, Gamma „Modus1“ und Farbeinstellung „normal“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung einwandfrei. Wir können kein Banding oder Dithering feststellen.

Samsung S24a650d Monitor Grauverlauf
Graustufen und -verlauf.

Die Graustufenauflösung gelingt dem S24A650D gut. Schwarze Töne kann man ab einem Wert von 3 klar differenzieren. Bei den Weiß-Tönen ist das Ergebnis noch besser, hier kann man Unterschiede noch bis zum Wert 253 wahrnehmen.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht. Hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Im Fall des S24A650D kann man bei einem schwarzen Bild wirklich von schwarz reden. Nicht nur, dass das AMVA einen sehr guten Schwarzwert generiert, auch ist das Bild sehr gleichmäßig und praktisch frei von Störeinflüssen wie Clouding, Bleeding und sogar das von MVA-Panels bekannte Schimmern in den Ecken. Selbst aus kleinen Blickwinkeln ist das Schimmern so gering, dass man aus normaler Sitzposition nichts sieht, außer Schwarz.

Samsung S24a650d Monitor Schwarz Kurz
Samsung S24a650d Monitor Schwarz Lang
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Samsung S24a650d Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Der einstellbare Helligkeitsbereich ist sehr groß ausgelegt, die untere Grenze liegt bei nur 30 cd/m². Für die empfohlene Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler bei 41 Prozent. Obwohl der Hersteller nur 250 cd/m² verspricht, messen wir einen Maximalwert von 296 cd/m², was auch für sehr helle Umgebungen ausreicht.

Das AMVA Panel liefert ein sattes Schwarz: wir messen sagenhaft niedrige Werte von 0,009 bis 0,079 cd/m². Der daraus errechnete Kontrastwert von exorbitanten 3.700:1 ist über nahezu den gesamten Regelbereich stabil, nur am ganz dunklen Ende fällt er etwas ab.

Wie bei allen AMVA-Panels ist der Schwarzwert stark vom Blickwinkel abhängig. Bei seitlichem Einblick hellt sich das Schwarz sichtlich auf, dennoch sollte der verbleibende Kontrast selbst dann noch bei mehr als 1.000:1 liegen.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Samsung S24a650d Monitor Ausleucht
Samsung S24a650d Monitor Homogen
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbhomogenität.

Die Helligkeitsverteilung zeigt eine aufgehellte Bildschirmmitte, außerdem fehlt ein wenig Licht unten rechts und links.

Die Homogenitätsmessung verläuft erfreulich, ein mittleres deltaC von nur 0,6 und ein Maximum von 1,3 sind für einen Consumermonitor hervorragende Ergebnisse. Mit bloßem Auge wirkt die Bildschirmfläche gleichmäßig weiß ohne Auffälligkeiten.

Blickwinkel

Samsung S24a650d Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Das Foto zeigt den Bildschirm des S24A650D aus verschiedenen Blickwinkeln bei +/- 60 Grad in der Horizontalen und +45 und -30 Grad in der Vertikalen.

Bei horizontalen Blickwinkeln lässt sich ein geringer Kontrastverlust wahrnehmen, jedoch bleibt das Bild sehr stabil. In der Vertikalen ist das Ergebnis minimal schlechter, jedoch immer noch auf gutem Niveau. Von oben lässt sich bei stärkerem Winkel eine Abdunklung wahrnehmen.

Von unten bleibt das Bild etwas stabiler, verliert aber leicht an Kontrast. Das Ergebnis ist insgesamt gut bis sehr gut, auch, da die MVA-typischen Effekte bei dunklen Bildinhalten nur sehr schwach ausgeprägt sind.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 Display Pro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Video: Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Der Samsung S24A650D deckt den sRGB-Farbraum nur zu 85 Prozent ab, damit gehört er leider zu den LED-Geräten mit ziemlich eingeschränktem Farbbereich. LED Monitore mit guter Farbraumabdeckung erzielen hier etwa 10 Prozent mehr. Das Ergebnis ist gerade noch als befriedigend anzusehen.

Die Erläuterungen zu den folgenden Begriffen finden Sie in unserem Lexikon: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt sowie DeltaC Abweichung für Grauwerte und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset ist die Farbeinstellung Normal mit Kontrast 75 vorgegeben, der Gammawähler steht auf Modus1.

Samsung S24a650d Monitor Werk
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

In dieser Werkseinstellung messen wir eine leicht unterkühlte Farbtemperatur von 6900K. Die Abweichungen bei den Primärfarben sind akzeptabel, bei den Graustufen dagegen gering. Die Gammakurve verläuft konstant bei 2,3 und liegt somit ein wenig zu hoch. Für den Consumer- und Officebereich ist die Farbwiedergabe insgesamt völlig ausreichend.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Samsung S24a650d Monitor Kal
Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Im Benutzermodus können die RGB-Anteile frei eingestellt werden. Mit den Werten 50-50-46 erreichen wir beim Weißabgleich eine Farbtemperatur von 6523 K. Der Helligkeitsregler liefert uns die gewünschten 140 cd/m² in der Position 46. Kontrast und Gamma lassen wir unverändert.

Nach der Kalibrierung sind die Farbtemperatur und der Gammaverlauf nahezu optimal, sogar die Graustufenwiedergabe kann sich noch etwas verbessern. Die Farbabweichungen werden dagegen kaum kleiner, die fehlende Farbraumabdeckung kann auch die Kalibrierung nicht herbeizaubern. Insgesamt kann sich die Farbtreue durch die Kalibrierung nur marginal verbessern. Engagierte Fotoamateure sind damit sicher nicht zufrieden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!