Test Monitor Samsung U24E850R
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Subjektive Beurteilung

Der U24E850R wird vor allem für den Business-Bereich beworben und von uns daher auch so beurteilt. Nichtsdestoweniger haben unsere Messungen gezeigt, dass der U24E850R auch für das Gaming und zumindest langsamere First-Person-Shooter gut geeignet ist.

Wer eine geeignete Grafikkarte von AMD einsetzt, kommt in Verbindung mit dem U24E850R zudem in den Genuss der FreeSync-Technologie. Damit können die Bildschirmaktualisierungsrate dynamisch mit der Bildrate des Inhalts synchronisiert, die Eingangslatenz minimiert sowie Stottern und Verzögern während des Spielens merklich reduziert werden.

Auch im Praxistest funktioniert das recht gut. Für Hardcore-Gamer ist er zwar nicht gedacht, den meisten Gelegenheitsspielern dürfte er aber voll und ganz genügen. Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungs-Artefakte zu sehen. Das Bild weist auch bei schnellen Bewegungen nur wenige Schlieren auf. Der U24E850R besitzt damit auch gute Allround-Qualitäten.

Sound

Gegenläufig zum allgemeinen Trend verzichtet Samsung auf den Einbau von Lautsprechern. Bei den meisten Geräten lassen die integrierten Lautsprecher ohnehin hinsichtlich Klang und Volumen zu wünschen übrig. Stattdessen bietet Samsung eine Soundbar als optionales Zubehör an.

Die Idee, nichts einzubauen, was eh kaum jemand nutzt, finden wir zwar gut, aber bei dem Listenpreis hätte die Soundbar auch durchaus gleich zum Lieferumfang gehören können.

Samsung U24e850r Monitor Lautsprecher
Optionales Zubehör: Soundbar (Foto: Samsung).

Tonsignale verarbeitet der U24E850R am DisplayPort und am HDMI-Eingang. Die Wiedergabe ist dann am Kopfhörerausgang möglich.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des Samsung U24E850R angeschlossen werden, der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Der U24E850R bietet mit seinen PiP-/PbP-Funktionen auch nützliche Zusatz-Features für diesen Bereich. Mit PiP 2.0 (Bild in Bild) kann eine zweite Signalquelle auf bis zu 25 % des Bildschirms angezeigt und an einer beliebigen Stelle positioniert werden. Mit PbP (Bild neben Bild) kann der Bildschirm für die gleichzeitige Anzeige von zwei Signalquellen je zur Hälfte geteilt werden, wobei die Bildqualität der ursprünglichen Quelle erhalten bleibt.

Auch für den professionellen Einsatz lassen sich daraus sinnvolle Szenarien ableiten. Beispielsweise können bei einem Foto-Shooting mit Kunden gleichzeitig das LiveView-Bild der Kamera auf der einen Seite und die geschossenen Fotos auf der anderen Seite angezeigt werden.

Der U24E850R bietet auch eine Voreinstellung für Filme (Bildmodus „Kino“) an, die das Bild merklich kühler wirken lässt und die Helligkeit massiv nach oben regelt. Viele der Einstellmöglichkeiten sind hier deaktiviert, Bildszenen werden anscheinend dynamisch aufgepeppt, was zum Teil bei Szenen- beziehungsweise Einstellungswechseln zu recht inkonsistenten Ergebnissen führt. Das ist am Ende aber Geschmackssache. Wer möchte, kann hier mit den Einstellungen spielen, wir haben das Gerät für den Test in den Werkseinstellungen belassen und lediglich die Helligkeit auf ein sinnvolles Maß reduziert.

In dieser Konfiguration und der Helligkeitseinstellung 50 haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der U24E850R zeigt dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. Der Schwarzwert und der Bildkontrast sind gut. In dunklen wie in hellen Szenen ist die Detailzeichnung gut.

Nachzieheffekte bei schnellen Szenen traten nicht auf. Einen merklichen Zugewinn an Schärfe und Bildqualität im Vergleich zu einem herkömmlichen Gerät mit Full-HD-Auflösung konnten wir aber bei der BD-Wiedergabe nicht feststellen. Dazu müsste man den U24E850R schon mit nach wie vor sehr rarem 4K-Material füttern.

Negativ fällt gerade bei der Filmwiedergabe leider das bereits im Kapitel „Ausleuchtung“ beschriebene Problem mit den Einstrahlungen an den Bildrändern auf. Vor allem in dunkleren Szenen wirkt das so, als ob seitlich Fremdlicht auf das Display fällt – das hat uns schon erheblich beim Filmgenuss gestört. Die gute Bildwinkelstabilität kann das leider nicht ausgleichen.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1080 skaliert der U24E850R erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild. Aufgrund des ganzzahligen Teilers wäre alles andere auch eine große Überraschung. Der Kauf eines 4K-Gerätes, um dann noch SD-Signale unterhalb dieser Auflösungen oder gar Halbbildmaterial zuzuspielen, hat aus unserer Sicht wenig Sinn und geht am Einsatzzweck des Gerätes vorbei. Daher gehen wir hier auch nicht weiter in die Tiefe. Der Anschluss eines externen BD-Players via HDMI hat auf jeden Fall einwandfrei funktioniert.

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