Test Monitor Samsung U24E850R
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Bedienung

Der Samsung U24E850R wird über echte Tasten mit guter Haptik und klarem Druckpunkt bedient. Sie sind rechts unten im Rahmen integriert.

Samsung U24e850r Monitor Tasten
Tasten

OSD

Das Betätigen einer beliebigen Taste aktiviert zunächst ein kleines Einstiegsmenü mit Direkt-Einstellmöglichkeit für die wichtigsten Funktionen. Über die Taste ganz links gelangt man in das eigentliche Hauptmenü. Beim Schwenken in das Hochformat wird das OSD – auch ohne Software-Installation – dank „Magic Rotation“ automatisch mitgedreht.

Samsung U24e850r Monitor Osd 1
Samsung U24e850r Monitor Osd 2
OSD: Einstiegsmenü (Screenshot Handbuch Samsung).

Das Hauptmenü bietet fünf übersichtliche Ebenen, die in der linken Spalte stets sichtbar bleiben. Im mittleren Bereich nimmt man die Detail-Einstellungen vor und erhält gleichzeitig in der rechten Spalte erläuternde Hilfetexte.

Lediglich das Auswählen und Bestätigen von Einstellungen über die Pfeiltasten sind nicht immer konsistent gelöst und daher etwas gewöhnungsbedürftig. Insgesamt macht das OSD von Samsung aber optisch wie funktional einen sehr guten und nutzerfreundlichen Eindruck.

Samsung U24e850r Monitor Osd 3
Samsung U24e850r Monitor Osd 4
OSD: Hauptmenü mit Bildeinstellungen und PiP (Screenshot Handbuch Samsung).

Bildqualität

Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflektionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 75, Schärfe 60, Gamma: „Modus1“, Farbtemperatur: „Normal“, Bildmodus (hier „Magic Bright“ genannt): „Benutzerdefiniert“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung noch suboptimal. Zwar sind die hellsten und die dunkelsten Stufen nahezu vollständig differenzierbar, nach oben wird es erst bei der hellsten, nach unten ab Stufe 3 schwierig. In Werkseinstellungen ist der Helligkeitsverlauf hinsichtlich Farbtemperatur aber noch nicht ganz konsistent.

Nach der Kalibrierung ist das Problem verschwunden und auch die hellsten wie dunkelsten Stufen lassen sich perfekt differenzieren. Das Ergebnis ist zudem sehr blickwinkelneutral.

Samsung U24e850r Monitor Graustufen
Graustufen

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Samsung U24e850r Monitor Schwarzbild
Samsung U24e850r Monitor Schwarzbild Verl
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Der Schwarzwert an sich ist gar nicht schlecht. Problematisch sind allerdings die Aufhellungen an den Rändern, vor allem in einem circa 10 cm breiten Bereich am unteren Bildschirmrand. Die Aufhellung ist hier so stark, dass sie auch bei normaler Arbeitsplatz-Beleuchtung bei dunklen Bildinhalten deutlich auffällt und störend wirkt. Das gilt nicht nur für die Fotobearbeitung, sondern auch für den Unterhaltungsbereich. Bei Spielfilmen ist hier typischerweise der schwarze Filmrand, so dass es ständig auffällt.

Das Herunterregeln der Helligkeit (die Werkseinstellung ist mit 100 % für normales Arbeiten eh viel zu hoch) ändert an der Helligkeit der Einstrahlungen leider gar nichts. Erst ab 25 % und weniger lässt sich reduzieren, dann wird aber auch das Bild insgesamt zu dunkel. Die Blickwinkelneutralität ist ansonsten auch beim Schwarzbild-Test sehr gut.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Samsung U24e850r Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf des Samsung U24E850R.

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 315 cd/m². Das liegt sogar 5 % über der Herstellerangabe von 300 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 15 cd/m².

Nach der Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch mehr als ausreichende 299 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 14 cd/m² kann der Samsung U24E850R ziemlich weit heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des PLS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 870:1.

Bildhomogenität

Samsung U24e850r Monitor Helligkeitsverteilung
Samsung U24e850r Monitor Farbreinheit
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 4,08 % gut, der Maximalwert mit 8,19 % sogar sehr gut. Weniger gut sieht es dagegen bei der Farbhomogenität aus. Im Durchschnitt ist sie zwar befriedigend, der Ausreißer in der Ecke links unten ist mit rund 5 % aber doch schon recht deutlich. Insbesondere wenn man die Helligkeit auf ein sinnvolles Maß herunterregelt, wirkt das Weißbild auch subjektiv nicht wirklich gleichmäßig hinsichtlich Farbtemperatur und Helligkeitsverteilung.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Samsung U24e850r Monitor Coating
Samsung U24e850r Monitor Refcoat
Links: das Coating des Samsung U24E850R. Rechts: das Referenzbild.

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Samsung U24E850R besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des U24E850R bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Samsung hat hier ein PLS-Panel verbaut. Diese basieren auf derselben Technik wie IPS-Displays, werden aber von Samsung selbst produziert.

Samsung U24e850r Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Insofern verwundert es nicht, dass der U24E850R dieselbe ausgezeichnete Blickwinkelneutralität bietet, die uns bei anderen Herstellern unter der Bezeichnung IPS-Panel immer wieder begeistern konnte. Auch bei extremeren Blickwinkeln bleiben die Farben dank des PLS-Panels sehr stabil.

Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und die etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Der Kontrasteindruck selbst leidet kaum.

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