Test Monitor Xerox XM7-22W (DVI)

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 22″
Pixelgröße [mm]: 0.282
Standardauflösung: 1.680 x 1.050
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 474 x 296 / 560
Videoeingang, Stecker: 2 x D-Sub analog und 1 x DVI-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 75
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 82 / 137
Farbmodi Preset/User: 3 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Nein / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: D-Sub Kabel, Netzkabel, Lautsprecher, Audiokabel
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 523 x 404 x 220 mm
Gewicht [kg]: 6,9
Prüfzeichen: CE; TÜV GS; FCC Class B; ISO 13406-2 (Pixel Fehlerklasse II)
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 60 / – / –

Einleitung

Der Name Xerox wird vielen Menschen im Zusammenhang mit Druckern sicherlich ein Begriff sein. Dass unter diesem Namen jedoch auch Monitore vertrieben werden, dürften nur die wenigsten wissen. Bereits seit Ende 2004 gibt es Monitore unter dem bekannten Markennamen zu kaufen. Für Produktion und Garantieabwicklung zeichnet sich allerdings die Firma MAG/Proview veranwortlich. MAG stellte uns die Modelle XM7-24w und XM7-22w bereits auf der diesjährigen CeBIT im März vor. Dort waren die Geräte allerdings noch nicht mit dem Xerox Logo versehen.

Xerox konzentriert sich bei ihren Modellen auf ein gefälliges Edel-Look Design und komplettiert diese mit einer Frontglasscheibe. Pionier auf diesem Gebiet ist die Firma Neovo, deren Modelle aber deutlich teurer sind. Auch Asus vervollständigte das eigene Programm durch ein Modell mit kratzfester Oberfläche. PRAD hat den Asus LS201 bereits ausführlich für Sie getestet.

Eine Glasscheibe schützt den Monitor in erster Linie vor Beschädigung und Verunreinigung. Im Haushalt oder Büro gibt es immer wieder Momente, wo durch Unachtsamkeit die Paneloberfläche irreparabel beschädigt werden kann. Das gilt für Katzenfreunde, deren Vierbeiner gerne einmal den Bildschirmschoner jagen, Kinder die zu einem Kugelschreiber greifen und die Spitze des Schreibutensils auf ewig in der Paneloberfläche verewigen, aber auch die Ecke eines Ordners hat beim unachtsamen Aufklappen schon zu Schäden geführt. Gut wer in diesen Fällen einen Monitor mit Glasfront sein eigen nennen darf. Zudem ist eine einheitliche Glasoberfläche einfacher zu reinigen als die Paneloberfläche eines herkömmlichen TFT-Monitors.

Neben dem Schutz dient die Glasscheibe, ähnlich wie die hochglanzbeschichteten Panels, die auch Glossy- oder Glare-Panels genannt werden, einer kräftigeren Farbdarstellung. Insbesondere Schwarz soll durch diesen Trick dunkler dargestellt werden.

Nebeneffekt dieser Frontglasscheibe ist, genau wie bei den hochglänzenden Panels, eine spiegelnde Oberfläche, die bei der Glasscheibe durch eine Entspiegelung allerdings reduziert werden soll. Für einen CRT-Monitor Umsteiger sicherlich keine große Umgewöhnung, für den TFT Nutzer eines herkömmlichen Panels aber ganz bestimmt.

In unserem ausführlichen Test wollen wir klären wie sich der Xerox XM7-22W gegenüber der Konkurrenz behaupten kann und für welche Zielgruppe dieses Modell geeignet ist.

Alle im Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Eingang einer XFX GeForce 8800GTX ermittelt. Lediglich die analoge Bildqualität wurde am analogen Anschluss getestet.

Lieferumfang

Der Xerox XM7-W22 wird mit einer CD geliefert, die ein mehrsprachiges Handbuch im PDF-Format, ICC Profile, einen Treiber (Windows 98/ME/2000/XP), den Acrobat Reader und eine Anleitung zur Treiberinstallation beinhaltet. In gedruckter Form liegen zusätzlich eine mehrsprachige Installationsbroschüre und eine Garantiekarte bei. Der noch zu montierende Standfuß, ein D-Sub Kabel, ein Audiokabel und ein Netzkabel vervollständigen den Lieferumfang. Leider verzichtet Xerox auf ein DVI-Kabel und das dünne D-Sub Kabel erweckt auch nicht gerade einen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Obwohl Treiber nicht zwingend erforderlich sind, ist es dennoch eine positive Ausnahme, dass ein Hersteller diese dem LCD-Monitor beilegt, auch wenn ein Treiber für Vista fehlt. Das fehlende DVI-Kabel kann dagegen nur als grober Patzer bezeichnet werden. Wer sich diesen Monitor anschaffen möchte, sollte unbedingt an das digitale Kabel denken. Hier wurde klar am falschen Ende gespart.

Optik und Mechanik

Das 22 Zoll Modell der XM7 Serie besitzt ein gefälliges Design und kann trotz eines relativ breiten Rahmens überzeugen. Mit seinem schönen Äußeren ist der Monitor im Wohnzimmer, im Büro oder in repräsentativen Bereichen universell einsetzbar. Bevor das Display jedoch aufgestellt werden kann, ist es erforderlich den grazil geschwungenen matt silbernen Metallstandfuß am Monitorarm zu befestigen.

Xerox Xm7 22w Dvi Monitor Xerox Xm7 22w Front
Mit seinem eleganten Design ist der Xerox XM7-22W universell einsetzbar.

Der Fuß wird lediglich auf den Arm gesteckt und mit einer Schraube befestigt. Für die Montage ist kein Werkzeug erforderlich, weil die Schraube einen Metallring besitzt, mit dem diese gedreht werden kann.

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Auf den Monitorarm muss der Metallfuß lediglich aufgesteckkt werden …
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… und mit der kleinen Schraube, zu erkennen im rechten Bild, fixiert werden.

Der aus matt silbernem Metall gebogene Monitorarm wirkt ausgesprochen schön und bietet dem Monitor in Verbindung mit dem Standfuß einen sicheren Halt. Auch wenn das Display beim Antippen relativ schnell zum Wippen gebracht wird, stört dieser Umstand im Alltagseinsatz kaum. Über eine Kabelführung verfügt der XM7-22W nicht.

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Detailaufnahmen von Monitorarm und -fuß

Der Rahmen beträgt oben 2 cm, seitlich 3 cm und unten 4 cm. Den unteren Rahmen ziert eine 0,5 cm breite silberne Zierleiste, in die auch die fünf Bedientasten integriert wurden. Die Tastenblende wurde als ein Stück eingesetzt und hat seitlich etwas Spielraum. Der Abstand zwischen unterer Rahmenkante und Tischoberfläche beträgt 4,5 cm. Die Bildinhalte werden vom Xerox also in einer angenehmen Höhe von 8,5 cm angezeigt, wobei das Display absolut waagerecht ausgerichtet ist.

Xerox Xm7 22w Dvi Monitor Xerox Xm7 22w Back
Xerox Xm7 22w Dvi Monitor Xerox Xm7 22w Seitlich
Rückwärtige und seitlich schräge Ansicht des Xerox XM7-22W

Die entspiegelte, leicht violett getönte Glasscheibe, liegt bis an den Rahmenrand an. So wirkt dieser wie mit Klavierlack überzogen, allerdings mit dem Vorteil, dass die Oberfläche nicht so kratzanfällig ist. Auch wenn die Hersteller beim Design mehrheitlich zu immer schmaleren Rahmen tendieren, was für den Multimonitoreinsatz natürlich wichtig ist, stört die breitere Umrandung beim Xerox überhaupt nicht. Durch die Glasfront wirkt der Monitor eher wie ein überdimensionierter Bilderrahmen.

Auch bei seitlicher Betrachtung kann der mit einem internen Netzteil ausgestattete Xerox XM7-W22 gefallen. Das Gehäuse ist erfreulich schmal ausgefallen. Ohne Fuß besitzt das Modell lediglich eine Tiefe von 6,5 cm, wer die aufgesetzte Montageeinrichtung für den Fuß noch mit dazurechnet 8 cm. Die Stelltiefe beträgt mit Fuß lediglich 13,8 cm, wobei der ovale Standfuß 8 cm im vorderen Bereich übersteht. Die gesamte Tiefe des Monitors beträgt somit 21,8 cm.

Xerox Xm7 22w Dvi Monitor Xerox Xm7 22w Schlitze
Xerox Xm7 22w Dvi Monitor Xerox Xm7 22w Seitlich2
Auf dem linken Bild sind die Lüftungsschlitze zu erkennen und rechts sie seitliche Ansicht des Xerox XM7-22W.

Die Lüftungsschlitze sind sparsam ausgefallen. Lediglich auf der Ober- und Unterseite sind diese zu finden. Dennoch sind die geschlitzten Lüftungsöffnungen breit genug, dass sich Insekten ins Gehäuseinnere verirren können. Mehr zum Thema „Schäden durch Gewittertierchen“ und wie man wirksam vorbeugen kann, erfahren Sie in unserer PRAD Reportage.

Die integrierten Lautsprecher wurden unsichtbar im oberen Bereich der Gehäuserückseite positioniert. Der Sound besitzt wie nicht anders zu erwarten sehr wenig Bässe und klingt blechern. Für mehr als die Töne des Betriebssystems sind die kleinen Lautsprecher absolut nicht geeignet. Wir empfehlen besser gleich darauf zu verzichten und externe Boxen einzusetzen. Schön dass die kleinen Quäker zumindest das gelungene Design optisch nicht stören. Es ist noch hinzuzufügen, dass die kleinen 2,5 Watt Lautsprecher beim Xerox auch nicht schlechter sind als bei der Konkurrenz. Mehr ist aus den kleinen Brüllwürfeln einfach nicht rauszuholen.

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... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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