Test Monitor Yuraku YV24WBH1 (MVA)
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Bedienung und OSD

Die fünf Bedienelemente des Yuraku sind mittig in die untere silberne Zierleiste integriert. Wie schon erwähnt, sind die Beschreibungen kaum erkennbar, so dass man sich mit dem Gesicht schon sehr weit nach vorne beugen muss, um etwas zu erkennen. Der Powerschalter befindet sich direkt über der LED, die im Betrieb konstant blau leuchtet und im Standby-Modus anfängt zu blinken. Die Tasten selbst sind nicht beleuchtet, weisen aber einen guten Druckpunkt auf.

Von links nach rechts sind folgende Tasten zu finden:  A (Autoadjust) , M (Menu), Power, Minus (Links) und Plus (Rechts).

Die Autoadjust Taste dient zur automatischen Einstellung der Monitorparameter bzw. der Lage des Bildes. Im DVI-Betrieb hat sie keine Funktion, nur bei einer VGA Verbindung justiert sich das Bild automatisch. Die Menü Taste öffnet das eigentliche OSD. Wer hier einen optischen oder grafisch animierten Leckerbissen erwartet wird leider enttäuscht. Das Menü gestaltet sich mäßig übersichtlich, dafür aber immerhin intuitiv bedienbar. Allerdings sind die einzelnen Punkte im Hauptmenü nur nacheinander anwählbar. Wer lediglich zum vorherigen Menüpunkt springen will, muss sich erst einmal durch das komplette Menü klicken.

Helligkeit

Die Helligkeit ist in Schritten von 0 bis 100 Prozent justierbar, wobei der kleinste Wert ein Prozent ist. Die Werkseinstellung liegt bei 50 Prozent, was ca. 430 cd/m² entspricht.

Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Helligkeit Gross
Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Kontrast Gross
Kontrast

Der Kontrast kann ebenfalls in einer Schritten von 0 bis 100 Prozent eingestellt werden. Der Standardwert liegt bei 50 Prozent.

Aus unserer Sicht wurden im OSD die Funktionen Kontrast und Helligkeit verwechselt. Näheres dazu erfahren Sie unter Ausmessung und Kalibration.

Phase und Clock

Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Phase Gross
Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Frequenz Gross
 

Optimierung von Phase und Clock ist nur bei analoger Verbindung möglich.

Bildlage

Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Bildlageh Gross
Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Bildlagev Gross
 

Optimierung von horizontaler und vertikaler Position ist nur bei analoger Verbindung möglich.

Farbtemperatur

Für die Farbtemperatur stehen drei Optionen zur Verfügung. Es sind zunächst 2 voreingestellte Profile vorhanden: 6500K und 9300K. Wählt man diese, sind nachfolgend die einzelnen Farbkanäle (RGB) nicht mehr justierbar. Allein das anwenderspezifische Profil gibt dem Nutzer die Möglichkeit der manuellen Anpassung der RGB-Kanäle.

Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Farbtemperatur Gross
Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Osd Hposition Gross
 

Der Menüpunkt Verschiedenes gibt noch einmal  sechs weitere Punkte frei,  in denen die Lage und Anzeigedauer des OSD gewählt werden kann, zudem der Signaleingang, die Lautstärke der eingebauten Lautsprecher und eine Automatisierung der Farbeinstellungen, was aber nur bei analoger Verbindung funktioniert.

Das OSD ist leider nicht sonderlich gelungen. Wer mal eben die Lautstärke ändern möchte, muss 15 Tastenklicks mit drei verschiedenen Tasten durchführen. Das ist leider alles andere als benutzerfreundlich. Es hat schon seinen Grund, warum viele Hersteller die Power-Taste ganz rechts anordnen. Die mittige Platzierung beim Yuraku YV24WBH1 führt dazu, dass man immer wieder beim Navigieren durch das OSD auf die mittlere Taste (Power) drückt und somit den gesamten Monitor ausschaltet.

Zwei Tasten sind zwar direkt mit Funktionen belegt, damit kann aber lediglich der Signaleingang gewechselt werden und die automatische Bildjustierung im Analogbetrieb durchgeführt werden.

Bildqualität

Das eingesetzte MVA-Panel sorgt für eine subjektiv ordentliche Bildqualität. Die Farben wirken lebendig, Homogenität und Ausleuchtung sind auf den ersten Blick in Ordnung. Allerdings ist die Helligkeit viel zu hoch. Es fällt ebenfalls auf, dass das MVA-Panel deutlich mehr spiegelt, als ein aktuelles S-PVA Panel. Natürlich handelt es sich nicht um ein Glare-Panel und die Spiegelung ist keineswegs so deutlich ausgeprägt, allerdings ist der Unterschied zu einem S-PVA Panel auf den ersten Blick erkennbar.

Angegeben mit einer maximalen Helligkeit von 300 cd/m², erreicht der Monitor bei der werksseitig eingestellten Helligkeit (50 Prozent) bereits 430 cd/m² und bei 100 Prozent Helligkeit sogar 501 cd/m². Als niedrigsten Wert konnten wir 143 cd/m² ermitteln, allerdings verbunden mit einem drastischen Abfall des Kontrastwertes.

Offensichtlich stimmen hier die Angaben im Servicemenü nicht. Laut diesem soll es sich um ein Panel der Version 3 handeln. Die gemessenen Werte passen in jedem Fall nicht zu den Herstellerangaben. Demnach dürfte es sich bei unserem Testexemplar um ein Panel der Version 0 handeln, was mit einer maximalen Helligkeit von 500 cd/m² spezifiziert wurde.

Den von uns bevorzugten Helligkeitswert von 140 cd/m² haben wir nur  knapp erreicht, indem wir die Monitorhelligkeit auf Null abgesenkt haben. Die Helligkeitsverteilung haben wir an 15 Messpunkten ermittelt.  Durch die Kalibration erfolgte eine Justierung auf einen Zielwert von 143 cd/m²  in der Bildmitte.

Yuraku Yv24wbh1 Mva Monitor Yurakuvisionyv24wbh1 Homogenitaet Gross
Die Helligkeitsverteilung wurde an 15 Messpunkten ermittelt.

Die  Abweichung bei der Helligkeitsverteilung ist als noch gut anzusehen. Die maximale Abweichung nach oben beträgt 14 Prozent und nach unten 5 Prozent. Gut zu sehen ist, dass die Helligkeit von links oben nach rechts unten abnimmt. Der Gammawert ist weitestgehend stabil und liegt bei  2,2  ± 0,1.

Lichthöfe bzw. Backlight Bleeding sind bei den eingestellten 143 cd/m², sowie auch bei der maximal einstellbaren Helligkeit, nicht bzw. nur kaum zu erkennen. Die Homogenität und Ausleuchtung des Displays ist als gut zu bezeichnen.

Leider erfüllt der Schwarzwert nicht unsere Erwartungen. Mit einem durchschnittlichen Schwarzpunkt von 0,7 cd/m²  wirkt das Panel eher dunkelgrau mit einem leichten Blaustich. An den Rändern und in den Ecken schimmert das Panel rötlich, in der seitlichen Ansicht verstärkt sich dieser Eindruck weiter. Das können MVA Displays anderer Hersteller teilweise wesentlich besser.

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... ist bereits seit 2003 im Team und startete als Autor für Testberichte. Mittlerweile kümmert er sich allerdings ausschließlich um unsere Fernseher- und Monitor-Datenbank. In seiner Freizeit ist er sportlich und gilt als ambitionierter Mountain-Biker.

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