Test Projektoren & Beamer BenQ W1000+
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Stromverbrauch

Der Stromverbrauch eines Projektors wird vor allem von seiner Lampe bestimmt. Aber auch motorische Komponenten für Kühlung, Farbrad oder Irisblende sowie die Elektronik und ggf. ein Tonverstärker tragen zum Verbrauch bei. Aktuelle Projektoren liegen beim Gesamtverbrauch etwa 30 Prozent über der nominalen Lampenleistung.

Hersteller Gemessen EU-Richtlinie
230,0 W 239,0 W*
216,0 W*
16,7 W
< 1,0 W 0,9 W ≤ 1,0 W
≤ 1,0 W

* Messung ohne Sound

Die Herstellerangaben zum Stromverbrauch sind vieldeutig: das deutsche Handbuch sagt 265 Watt, das deutsche Datenblatt 230 Watt und das US-Datenblatt 250 Watt. Wir haben nachgemessen und 239 Watt im Normal-Modus ermittelt, mit der 180 Watt Lampe ist das guter Durchschnitt. Die Messungen erfolgten ohne Sound, aber auch mit aktivem Tonteil (3 Watt Mono Ausgangsleistung) steigt der Gesamtverbrauch kaum.

Im Standby-Modus werden 0,9 Watt verbraucht, die aktuelle EU-Richtlinie 1275/2008 ist also erfüllt. Allerdings hat der Projektor keinen Ausschalter, der ihn vollständig vom Stromnetz trennen könnte. Der Standby-Verbrauch fällt somit dauerhaft an – das muss nicht sein, auch wenn die meisten Hersteller heute den Netzschalter wegfallen lassen, wohl um Fehlbedienungen auszuschließen.

Nicht korrekt ist der Hinweis im Handbuch, dass der Stromverbrauch im Eco-Modus um 20 Prozent sinkt – tatsächlich sind es nur 10 Prozent. Insgesamt sind die Verbrauchsangaben des Herstellers aber hinreichend genau und nicht beschönigend.

Bedienung

Auf dem Bedienfeld an der Oberseite des BenQ W1000+ findet man den Hauptschalter, neun weitere Bedientasten und drei Statusleuchten. Die Tasten arbeiten mit einem leisen Knacken und sauberem Druckpunkt. Die schwarze Beschriftung vor silbernem Hintergrund ist gut lesbar, aber nicht hinterleuchtet. Die Bedienung ohne Raumlicht ist also unkomfortabel.

Das Bedienfeld bietet den Zugang zu allen Funktionen, der Projektor kann auch ohne Fernbedienung komplett gesteuert werden. Drei Statusleuchten für Strom, Temperatur und Lampe zeigen den Betriebszustand und eventuelle Fehlermeldungen an. Im Normalfall leuchtet während des Betriebes nur die grüne Power-LED.

Benq W1000 2 Beamer Tasten
Zehn Knopftasten und drei Statusleuchten auf der Oberseite.

Die manuelle Justierung von Fokus und Brennweite erfolgt über zwei Drehringe am Objektiv, die in der Oberseite des Projektors versenkt sind. Die gerändelten Einsteller laufen stramm und ohne Spiel, der ansprechende Alulook verleiht ihnen ein wertiges Aussehen. Eine motorische Justierung über das Bedienfeld oder die Fernbedienung ist nicht möglich.

Fernbedienung

Die schwarze Infrarot-Fernbedienung mit ihren milchig-grauen Tasten fällt recht groß aus und wirkt unzeitgemäß klobig. Eine Vertiefung an der Rückseite bietet Platz für den Zeigefinger, dadurch liegt sie gut und sicher in der Hand.

Benq W1000 2 Beamer Fernbedienung
Die große Fernbedienung wirkt etwas klobig.

Die Auswahl der Signalquelle und sehr viele der übrigen Funktionen liegen auf einzelnen Direktwahltasten, sie sind daher schneller erreichbar als per Menüsteuerung am Projektor selber. Die relativ großen Tasten arbeiten weich mit dem üblichen schwammigen Druckpunkt, aber zuverlässig.

Für das Ein- und Ausschalten sind zwei getrennte Tasten vorgesehen, die leider nur rot und grün beschriftet, aber nicht durchgefärbt sind. Nach jedem Knopfdruck werden die Tasten der Fernbedienung für zehn Sekunden rot beleuchtet – das sieht vielleicht interessant aus, aber die Tastenbeschriftung ist bei diesem Licht nur schlecht lesbar. Insgesamt ist die Fernbedienung funktional, aber gewiss kein Schmuckstück.

enQ gibt eine Reichweite von 7 Metern in einem Winkel von +/- 15 Grad um die Mittellinie vor und hinter dem Projektor an. Im Testverlauf arbeitete die Fernbedienung in einem Raum von 25 m² bei praktisch allen Raumwinkeln problemlos.

OSD

Das On-Screen Display des W1000+ wird über die Taste Menü aufgerufen. Alle für die Navigation im OSD nötigen Tasten sind sowohl am Projektor wie auch an der Fernbedienung vorhanden.

Das OSD ist in sechs Menübereiche unterteilt. Zwei davon sind für die Bildeinstellung zuständig, einer für die Signaleingänge, zwei für die allgemeinen Einstellungen und ein letzter für die Informationsanzeige. Beim Aufruf des OSD befindet man sich gleich im Menü „Bildeinstellungen“.

Benq W1000 2 Beamer Osd Main
OSD Hauptmenü.

Die Gestaltung der Menüs ist nüchtern und übersichtlich. Die Darstellung ist auf maximal 10 Einstellungen pro Seite beschränkt, Folgeseiten gibt es nicht. Für einige Einstellwerte wird ein Scrollbalken eingeblendet. Die Menüpunkte sind größtenteils selbsterklärend, das Handbuch gibt zu jeder Einstellung eine hilfreiche Erläuterung.

Benq W1000 2 Beamer Osd Setup
Benq W1000 2 Beamer Osd Setup2
Menü Einstellungen, links: Standard; rechts: Erweitert.

Im Menü BILD:Standard sind die drei Presets Kino, Dynamisch und Standard vorgegeben, zudem können drei individuelle Benutzerprofile gespeichert werden. Kino ist für Filme und DVD vorgesehen, beim Preset Standard findet sich eine praktisch gleichlautende Erklärung. Die Einstellung „Dynamisch“ soll das hellste Bild liefern. Kein Preset ist in einer Weise bezeichnet, die auf farbtreue Einhaltung eines Standards (sRGB, Rec. 709) hinweisen würde.

Benq W1000 2 Beamer Osd Bild2
Benq W1000 2 Beamer Osd Display
Links: Menü Bild – erweitert; rechts: Menü Display.

Mit den sehr detaillierten Bildeinstellungen sind zahlreiche Anpassungen möglich. Neben Helligkeit und Kontrast können die Farben (RGB) einzeln geregelt werden, zudem sind auch Einsteller für Farbtemperatur, Gamma, Weißbalance etc. vorhanden. Drei Profile mit eigenen Einstellwerten können gespeichert werden.

Das Bildformat (Menü DISPLAY) bietet mit 16:9, 4:3, Letterbox und Real alle wichtigen Möglichkeiten. Der Overscan kann separat in mehreren Stufen angepasst werden.

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