Test Projektoren & Beamer BenQ W1000+
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Anschlüsse

Der BenQ W1000+ bietet zwei digitale Eingänge an, die beide als HDMI (1.3, mit HDCP) ausgeführt sind und sich auch mit DVI-Ausgängen verbinden lassen. Gut bestückt sind auch die analogen Eingänge, die mit je einem Anschluss für VGA, Komponenten, Composite und S-Video vertreten sind. Dazu kommen noch Audioeingänge für den eingebauten Verstärker als Cinch und Klinke, ein Audioausgang (Klinke), ein USB-Anschluss Typ B und ein Steuerausgang für eine Motorleinwand (Hohlstecker).

Benq W1000 2 Beamer Anschluesse
Die Anschlussmöglichkeiten sind sehr zahlreich.

Das Anschlussfeld an der Rückwand des Projektors sieht damit gut bestückt aus. Für ein „sehr gut“ fehlt eigentlich nur der immer häufiger anzutreffende DisplayPort. Auch einen Videoausgang für das Weiterschleifen des Bildes z.B. zu einem VGA-Monitor gibt es nicht.

Sound

Tonsignale nimmt der W1000+ kombiniert über die HDMI-Eingänge sowie einzeln über Cinch- und Klinkenbuchsen entgegen. Der winzige eingebaute Lautsprecher kann den Ton als Monoklang mit nur 3 Watt Ausgangsleistung wiedergeben.

Mit dieser Ausstattung kann natürlich keine zufriedenstellende Tonwiedergabe erzeugt werden. Der Lautsprecher taugt höchstens als Notlösung oder als Soundmonitor zur Kontrolle der Verkabelung beim Aufstellen. In jedem Fall ist der Anschluss eines externen Stereoverstärkers an den Audioausgang zu empfehlen. Die Lautstärke kann am Projektor und mit der Fernbedienung eingestellt werden.

Bildqualität

Für die nachfolgenden Messungen zur Bildqualität haben wir den Projektor mit einem Reset auf die Werkseinstellung zurückgesetzt. Der voreingestellte Bildmodus „Dynamisch“ setzt dann unveränderlich Kontrast = 0, Helligkeit = 50, Farbtemperatur Normal. Das Signal wurde vom PC per HDMI in der nativen Auflösung eingespeist.

Auflösung

Als Bildwandler wird im W1000+ ein DMD-Chip mit 0,65 Zoll Größe verwendet. Die native Auflösung beträgt 1.980 x 1.080 Punkte. Darüber hinaus verarbeitet der Projektor zahlreiche gängige PC- und AV-Auflösungen. Aktuelle Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können daher ohne Skalierungsverluste angeschlossen werden.

Benq W1000 2 Beamer Farbrad
Farbrad mit sechs Segmenten (Foto: BenQ).

Für die RGB-Trennung wird ein Farbrad im Lichtweg verwendet, das bei diesem Projektor aus sechs Segmenten aufgebaut ist. Informationen zur Segmentfolge und zur Rotationsfrequenz des Farbrades finden sich in den Herstellerunterlagen nicht. Den gefürchteten Regenbogeneffekt nahm keiner unserer Testzuschauer wahr, doch dies kann von Person zu Person sehr verschieden sein.

Das Pixelraster fällt sichtbar weniger auf als bei LCD-Projektoren, erst unterhalb von etwa 1,20 Meter Betrachtungsabstand wird es erkennbar. Unterschiede zu anderen aktuellen DLP-Projektoren mit dieser Chip-Generation waren erwartungsgemäß nicht zu sehen. Noch weniger Pixelraster bieten derzeit nur Projektoren mit LCoS-Chips.

Bildschärfe und Konvergenz

Diese beiden Bildeigenschaften sind von entscheidender Bedeutung für die Klarheit des Bildes und die Lesbarkeit von Texten. Bei den Konvergenzfehlern, die meist als Farbsäume auftreten, wird aufgrund der zunehmenden Auflösung moderner Projektoren auch die Qualität der Optik immer wichtiger (chromatische Aberration).

Benq W1000 2 Beamer Schaerfe
Bildschärfe und Konvergenz sind gut.

Bei der Untersuchung der Bildschärfe zeigt sich, dass diese beim W1000+ insgesamt noch gut ist. Jeder Pixel wird scharf umgrenzt abgebildet, Farbsäume sind kaum zu beobachten. Einzelne weiße Pixel zwischen diagonalen und senkrechten Linien laufen allerdings zu, was die Abbildungsschärfe an diesen Kanten mindert.

Bei Projektionsabständen unter 4 Metern reagiert der Fokussierring am Objektiv sehr direkt, das Einstellen der Bildschärfe verlangt einiges Fingerspitzengefühl. Nach korrekter Justierung erhält man dafür eine sehr gleichmäßige Schärfeverteilung innerhalb des Projektionsbildes. Das an sich ganz nützliche Testgitterbild im OSD leidet unter einer erstaunlichen Unschärfe und taugt deshalb nur zum geometrischen Ausrichten des Bildes, aber keinesfalls zum Fokussieren.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Für die Messung der Helligkeit wird ein weißes Testbild projiziert. Dieses Bild wird in neun gleich große Felder unterteilt, in deren Mittelpunkt die Helligkeit gemessen wird. Der Mittelwert dieser Messergebnisse wird mit der Bildgröße multipliziert (ANSI Verfahren).

Das Datenblatt des W1000+ beziffert die maximale Helligkeit mit 2000 Ansi-Lumen, ein Wert für den Eco-Modus wird nicht angegeben. Der Kontrast wird mit hohen 3500:1 angegeben. Um die größtmögliche Helligkeit zu erzielen, haben wir neben den drei Voreinstellungen zusätzlich den Benutzermodus aktiviert und den Helligkeitsregler auf die Maximalstellung 100 gebracht.

Normal-Modus Weißwert[Lumen] Schwarzwert[Lumen] Kontrast[n : 1] Effizienz[Lm/W]
1198 0,57 2102 5,1
906 0,56 1618 3,8
818 0,56 1460 3,4
1147 25,28 45 4,8

Es zeigte sich, dass Helligkeitseinstellungen über 50 nutzlos sind: die Maximalhelligkeit im Bild nimmt nicht zu, aber der Schwarzwert verschlechtert sich katastrophal. Diese Einstellmöglichkeit wurde deshalb nicht weiter untersucht.

Viele Projektoren laufen weit überwiegend im Eco-Modus, damit die teure Lampe möglichst lange hält. Daher haben wir die Messergebnisse für den Eco-Modus in einer eigenen Tabelle zusammengefasst.

Eco-Modus Weißwert[Lumen] Schwarzwert[Lumen] Kontrast[n : 1] Effizienz[Lm/W]
1014 0,52 1950 4,7
762 0,53 1438 3,5
684 0,53 1291 3,2

Die Messwerte zeigen, dass die maximale Helligkeit deutlich unter der Herstellerangabe bleibt, was leider nicht ungewöhnlich ist. Auch der Kontrast erreicht nicht die angekündigten 3500:1, liegt aber mit gemessenen 2100:1 auf einem guten Niveau. Die Effizienz des Bildwerfers ist mit 5,1 Lumen/Watt typisch für aktuelle DLP-Geräte. Im Eco-Modus sinkt primär der Strombedarf der Lampe, wegen des konstanten Stromverbrauchs der übrigen Baugruppen verschlechtert sich die Effizienz hier um etwa 10 Prozent.

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