Test ViewSonic VG3456: Günstiger Allrounder überzeugt

34 Zoll großer 21:9-Monitor überzeugt mit einem sehr hohen Kontrast, einer soliden Ausstattung, guten Reaktionszeiten und einer integrierten Docking Station

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Einleitung

Für einen aufgeräumten und produktiven Arbeitsplatz möchte ViewSonic mit der VG56-Docking-Monitor-Serie sorgen. Wie der Name schon verrät, verfügt die Reihe über eine Dockingstation. Dabei wird nicht nur eine einfache Verkabelung via USB-C, sondern sogar eine LAN-Schnittstelle geboten.

Mit dem ViewSonic VG3456 haben wir hier das 34-Zoll-Modell mit extrabreitem 21:9-Display im Test. Dabei kommt ein VA-Panel mit WQHD-Auflösung (3440 x 1440 Pixel) zum Einsatz, das viel Platz für Multitasking bietet und zugleich prädestiniert für das Anschauen von Cinemascope-Filmen ist. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Produktivitätssteigerung im Büro. Dort will das Gerät insbesondere Mitarbeiter im Grafikdesign und in der Softwareentwicklung begeistern.

Während die USB-C-Konnektivität dabei hilft, den Kabelsalat zu reduzieren, kann der vielseitige Standfuß mit umfangreichen Ergonomie-Funktionen aufwarten. Dank der Kompatibilität mit einem entsprechenden Client-Mount-Kit kann der ViewSonic VG3456 sogar in einen Komplett-PC verwandelt werden und kommt dann ganz ohne Kabel aus. Zur Ergonomie trägt aber nicht nur die Mechanik, sondern auch die Eye-Care-Technologie mit Flicker-free-Backlight & Blaulichtfilter bei.

Entwickelt für die tägliche Nutzung in Büro-Umgebungen, wurde beim ViewSonic VG3456 stark auf die Minimierung der Gesamtbetriebskosten geachtet. Das schont aber ebenso den Geldbeutel in Privathaushalten, denn dort ist das Feature-Set des Gerätes durchaus auch interessant.
Zum Zeitpunkt der Testerstellung wurde der ViewSonic VG3456 im Handel für knapp über 500 Euro angeboten.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des ViewSonic VG3456.

Lieferumfang

Der Lieferumfang beschränkt sich primär auf Kabel für HDMI, USB-C und USB-Hub. Eine gedruckte Schnellstart-Anleitung hilft beim ersten Aufbau des Gerätes.

Während sich ein ausführlicheres Handbuch problemlos über die Produktseite des ViewSonic VG3456 beschaffen lässt, stellte sich der dort ebenfalls zu findende Treiber einmal mehr als Fake heraus. Die Installation verlief zwar scheinbar problemlos, danach wurde der Proband aber nach wie vor nicht namentlich im Gerätemanager erkannt. Ein Standardfarbprofil war ebenfalls nicht auffindbar. Die Installation brachte im Vergleich zur Standarderkennung unter Windows 10 keine sichtbaren Vorteile.

Lieferumfang des ViewSonic VG3456
Lieferumfang

Optik und Mechanik

Das Display des ViewSonic VG3456 ist zwar Format-bedingt etwas sperrig. Da es aber nicht gewölbt ist, kann man es problemlos zunächst mit einer weichen Unterlage auf den Tisch legen, um das Standbein zu montieren. Das Standbein muss dabei nur aufgeschoben und eingeklickt werden. Danach wird die Bodenplatte aufgesteckt und mit einer Flügelschraube werkzeugfrei fixiert.

Montage des Standbeins am Dsiplay
Montage des Standbeins

Optisch fällt beim ViewSonic VG3456 natürlich als Erstes das ungewöhnlich breite Format auf. ViewSonic gibt es – wie auch andere Hersteller – als 21:9-Format an. Streng genommen handelt es sich bei der Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln jedoch eher um das 24:10-Format. Das Display ist dabei allerdings nicht – wie sonst oft bei diesem Format üblich – gewölbt, sondern genauso plan wie bei einem Standardmonitor. Dadurch entstehen zu den seitlichen Rändern schon recht flache Blickwinkel.

Aufstecken der Bodenplatte auf den Monitorarm
Aufstecken der Bodenplatte
Fixierung des Fußes mit einer Flügelschraube am Monitorarm
Fixierung mit Flügelschraube

Von vorn betrachtet misst der Gehäuserahmen seitlich und oben ca. 12 mm. Unten sind es knapp 20 mm. Im Vergleich zu einem Monitor mit ultraschmalem Rahmen wie dem ViewSonic VP2768a fällt das schon auf, übermäßig wuchtig wirkt der ViewSonic VG3456 dadurch dennoch nicht. Auch das mit einem recht großen, länglichen Schlitz geteilte Standbein lockert den Eindruck etwas auf. Beeindruckend ist auf jeden Fall das Platzangebot des Displays, das nach dem Einschalten sichtbar wird.

ViewSonic VG3456 Ansicht vorn in der höchsten Stellung
Ansicht vorn in der höchsten Stellung
ViewSonic VG3456 Ansicht hinten in der höchsten Stellung
Ansicht hinten in der höchsten Stellung
ViewSonic VG3456 Ansicht vorn in der niedrigsten Stellung
Ansicht vorn in der niedrigsten Stellung
ViewSonic VG3456 Ansicht hinten in der niedrigsten Stellung
Ansicht hinten in der niedrigsten Stellung

Das Design ist zwar eher funktional orientiert, wirkt aber dennoch keinesfalls langweilig. Dazu trägt die abgerundete Gehäuserückseite ebenso bei wie die farblichen Akzente beim Standbein.

Trotz der Abmessungen von gut 82 cm in der Breite und 40 cm in der Höhe kann der ViewSonic VG3456 auch mit allen hier sinnvollen Ergonomie-Funktionen aufwarten. Selbst der Umfang der Verstellmöglichkeiten fällt erstaunlich üppig aus. In der Höhe lässt sich das Gerät um 13 cm verstellen, und die Drehung um die eigene Achse ist um je 60° in beide Richtungen möglich.

Display mit Ansicht 60°-Drehung nach links
Ansicht 60°-Drehung nach links
Diplay mit Ansicht 60°-Drehung nach rechts
Ansicht 60°-Drehung nach rechts

Rekordverdächtig fällt sogar die Neigung aus, die sich von -5° bis +40° einstellen lässt. Lediglich auf den Schwenk ins Hochformat muss man hier verzichten, was bei einem Breitbild-Monitor aber niemanden überraschen dürfte.

Monitor mit Ansicht seitlich
Ansicht seitlich
Monitor mit Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten

Auch die Verarbeitung macht durchweg einen guten und funktionalen Eindruck. Allerdings setzt ViewSonic dabei schon verstärkt auf Kunststoff und scheint im Inneren bzw. darunter ebenfalls eher sparsam mit Metall umzugehen. Insgesamt wirkt der ViewSonic VG3456 zwar nicht unbedingt edel, aber dennoch ansprechend.

Standbein des ViewSonic VG3456
Standbein

Das Standbein erscheint optisch in der Mitte zweigeteilt. Tatsächlich ist lediglich im unteren Teil eine durchgängige Öffnung vorhanden. Die Kabel können damit sehr gut gebündelt und nach hinten abgeführt werden.

Kabelführung integriert in den Standfuß
Kabelführung

Am oberen Ende hat das Standbein einen praktischen Griff angebracht, sodass sich das 8,8 kg schwere Gerät doch erstaunlich gut transportieren lässt.

Praktischer Griff oben am Standfuß zum Transport
Praktischer Griff zum Transport

Das Netzteil ist beim ViewSonic VG3456 fest im Gehäuse integriert, sodass zur Stromversorgung neben dem beiliegenden auch generell die im PC-Bereich üblichen Kaltgerätekabel verwendet werden können. Trotz des integrierten Netzteils, der maximalen Helligkeitsleistung ab Werk und der sommerlichen Temperaturen während der Testphase konnten wir auf der Display-Rückseite kaum eine Erwärmung feststellen. Die Lüftungsschlitze fallen dementsprechend sehr dezent aus.

Lüftungsschlitze auf der Displaygehäuserückseite
Lüftungsschlitze

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim ViewSonic VG3456 keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby wie auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos – unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 46 W 34,42 W
Betrieb typisch 35 W
140 cd/m² k. A. 26,87 W
Betrieb minimal k. A. 20,97 W
Energiespar­modus (Standby) 0,3 W < 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off) k. A. < 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

ViewSonic nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 46 Watt. Nach unseren Messungen liegt der maximale Bedarf mit 34,42 Watt sogar 25 % darunter. Im Standby sinkt die Leistungsaufnahme auf unter 0,3 Watt. Mit der Soft-off-Taste lässt sie sich nur noch geringfügig weiter reduzieren. Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der ViewSonic VG3456 allerdings nicht.

Den typischen Verbrauch gibt ViewSonic mit 35 Watt an. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz unterschreitet unser Messgerät mit 26,87 Watt auch diesen Wert. Die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 1,4 cd/W. Das ist bereits ein sehr guter Wert, der die Energiesparmechanismen des OSDs noch gar nicht berücksichtigt.

Anschlüsse

Hinsichtlich Konnektivität ist der ViewSonic VG3456 bereits bei den Anschlüssen recht üppig ausgestattet: 2 x HDMI, 1 x DisplayPort, 1 x USB-C. Darüber hinaus ist eine Dockingstation mit USB-Hub und LAN-Schnittstelle integriert.

Anschlüsse hinten am Monitor
Anschlüsse hinten

Auf der Downstream-Seite gibt es lediglich zwei Ports, die gut zu erreichen direkt hinter dem linken Rand untergebracht sind. Der Upstream ist sowohl über den USB-C-Eingang als auch über einen zweiten Upstream-Port vom Steckertyp B möglich.

USB-Downstream-Ports seitlich am Displaygehäuse
USB-Downstream-Ports seitlich

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über fünf Multifunktionstasten, die leicht nach vorn abgesetzt rechts unten im Rahmen untergebracht sind. Die Tasten sind ausreichend groß, haben einen klaren Druckpunkt und ermöglichen eine angenehme Bedienung. Die zusätzliche Soft-off-Taste ist dabei etwas nach oben versetzt und ganz nach außen verschoben, sodass man praktisch nie Gefahr läuft, sie versehentlich zu drücken.

Gut mitgedacht: Nach außen verschobene Soft-off-Taste
Gut mitgedacht: Nach außen verschobene Soft-off-Taste

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