Test ViewSonic XG270QC – Gaming-Monitor macht Laune
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Bedienung

Die Steuerung des OSDs erfolgt über einen Joystick, der mittig unter dem Frontrahmen angebracht wurde. Mit diesem kann bequem durch die Menüs navigiert werden. Der Druckpunkt ist sehr stramm, aber das war bisher bei fast allen von uns getesteten Joystick-Varianten der Fall. Dass mit einem Joystick mehr Bewegungen notwendig sind als mit mehreren Tasten auf oder unter dem Frontrahmen, ist ebenfalls typisch.

Joystick unter dem Display-Frontrahmen
Joystick unter dem Frontrahmen

Der Joystick kann bei einem Druck in eine der vier Richtungen keine Schnellfunktionen öffnen. Für letztere wurde neben dem Power-Knopf eine zusätzliche Taste angebracht. Ihr Druckpunkt ist angenehm, die damit ausführbaren Aktionen aber etwas eingeschränkt, wie wir im nachfolgenden Abschnitt genauer erläutern.

Eine zusätzliche Bedienung kann über die Software „Display Controller“ erfolgen, die kostenlos von der Hersteller-Homepage heruntergeladen werden kann. Über diese lassen sich die meisten Einstellungen bequem per Maus durchführen.

Power- und Schnellzugriffstaste seitlich unter dem Display-Frontrahmen
Power- und Schnellzugriffstaste

Für die visuellen Funktionen und auch die RGB-Einstellungen sind zudem weitere Hinweistexte vorhanden, die die Features erläutern. Nicht einstellbar über die Software sind aber zum Beispiel die Soundoptionen und fast alle allgemeinen Einstellungen, sodass für diese weiterhin zum mittigen Joystick gegriffen werden muss.

Display Controller: Software zur OSD-Steuerung
Display Controller: Software zur OSD-Steuerung

OSD

Über die angesprochene Taste neben dem Power-Knopf kann der Schnellzugriff aktiviert werden. Voreingestellt sind dort „Blaulichtfilter“, „PureXP“ und „Overclocking“, die aber im Menü auch durch andere Funktionen ersetzt werden können. Letztere können aus einer Liste ausgewählt werden, die hauptsächlich aus Bildmodi oder Farbanpassungen bestehen. Die Helligkeit oder auch Audio-Optionen können zum Beispiel nicht hinterlegt werden.

Mit einem Druck auf die Taste wird das Schnellmenü geöffnet und direkt die erste Funktion aktiviert, wenn nicht sofort ein zweites oder drittes Mal gedrückt wird, um auf eine der anderen Funktionen zu springen. Für die unterschiedlichen Bildmodi ist dies durchaus praktisch, für Funktionen wie Blaulichtfilter oder PureXP nicht, da keine weiteren Einstellungen vorgenommen werden können – es ist lediglich möglich, sie zu aktivieren oder zu deaktivieren.

OSD Schnellmenü (Quelle: Handbuch)
Schnellmenü (Quelle: Handbuch)

Das OSD ist mit seinen sechs Reitern durchaus sinnvoll aufgebaut, aufgrund der vielen Unterpunkte und der Steuerung mit einem Joystick sind aber viele Klicks für bestimmte Funktionen notwendig. Für die Änderung der Helligkeit sind zum Beispiel 15 Bewegungen des Joysticks nötig. Wer häufig Einstellungen im OSD ändert, sollte diese daher eher über die Softwarelösung durchführen.

Für Gamer wurden einige spezielle Funktionen hinzugefügt, die wir in einem späteren Abschnitt genauer untersuchen. Die restlichen Einstellmöglichkeiten liegen über dem Durchschnitt, sodass fast alle Bedürfnisse von potenziellen Nutzern abgedeckt werden sollten. Wir haben keine Einstellungen vermisst, wenn die Ansprüche eines Gaming-Monitors oder Allrounders herangezogen werden. Gegenüber Spezialmodellen zum Beispiel für die Bildbearbeitung sind in diesem Bereich aber natürlich nicht die gleichen umfangreichen Funktionen vorhanden.

OSD Bildeinstellungen (Quelle: Handbuch)
Bildeinstellungen (Quelle: Handbuch)
OSD Allgemeine Einstellungen (Quelle: Handbuch)
Allgemeine Einstellungen (Quelle: Handbuch)

Zusatzfunktionen

Elite RGB

Elite RGB nennt ViewSonic die Beleuchtung des Monitors. Die LEDs befinden sich auf der Rückseite des Monitors sowie unter dem Frontrahmen.

Beleuchtung unter dem Frontrahmen
Beleuchtung unter dem Frontrahmen

Gesteuert werden kann die Beleuchtung über das OSD oder über die hauseigene Software. Als dritte Alternative steht die Nutzung einer Partner-Software zur Verfügung, über die die RGB-Leuchten mit den bereits vorhandenen Beleuchtungselementen synchronisiert werden können. Aktuell stehen dafür die Partner-Softwares von Cooler Master, Razer und Thermaltake bereit, über die zum Beispiel die Gehäuse- und Monitorbeleuchtung identisch eingestellt werden können. Für die Nutzung der Software muss der Bildschirm per USB mit dem Computer verbunden werden. Ohne die Verwendung des USB-Kabels kann nur gewählt werden, welche der beiden Beleuchtungen aktiviert werden sollen und ob diese dauerhaft oder pulsierend leuchten. Die Farbe wechselt in diesem Betrieb ständig bzw. wird permanent in allen Regenbogenfarben angezeigt.

Elite RGB: Einstelloptionen
Elite RGB: Einstelloptionen

Die Beleuchtung unter dem Frontrahmen ist recht kräftig und hüllt, in einem leicht abgedunkelten Raum, den Schreibtisch vor dem Monitor in ein angenehmes Licht. Vor allem mit einer identisch beleuchteten Tastatur vor dem Display kann dies sehr ansprechend aussehen. Die LEDs sind allerdings nicht so stark, um zum Beispiel ein Blatt Papier auszuleuchten und bequem Notizen auf diesem zu machen. Es bleibt ein Showlicht und keine Arbeitsleuchte.

Rote Beleuchtung
Rote Beleuchtung
Weiße Beleuchtung
Weiße Beleuchtung

Auch auf den nachfolgenden Bildern kann die Beleuchtung unter dem Frontrahmen gut wahrgenommen werden. Die Beleuchtung auf der Rückseite ist dagegen deutlich schwächer. Da der Monitor durch den Standfuß relativ weit weg von der Wand stehen muss, ist die Beleuchtung selbst bei einer weißen Wand praktisch nicht erkennbar. Auf der Rückseite ergibt sie daher nur Sinn, wenn das Gerät nicht vor einer Wand steht, sondern die Rückseite von Personen gesehen werden kann, um mit der Beleuchtung Aufmerksamkeit zu erreichen. Bei einem üblichen Betrieb auf dem Schreibtisch bringt die rückseitige Beleuchtung daher leider keinen Mehrwert.

Regenbogenfarben
Regenbogenfarbene Beleuchtung Motiv 1
Regenbogenfarbene Beleuchtung
Regenbogenfarbene Beleuchtung Motiv 2

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