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TESTBERICHT: HP Pavilion 2710m Teil 7


Kontrastkurve mit werkseitig eingestelltem Kontrastwert 80.

Helligkeitsverteilung

Mit einem weißen Testbild haben wir an 15 Messpunkten die Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität des HP 2710m vermessen. Je Messpunkt ermitteln wir die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaE mit Bezug auf den zentral gemessenen Wert. Für das DeltaE liegt die Wahrnehmungsschwelle bereits bei etwa 0,5. Ein DeltaE von 4 sollte nicht signifikant überschritten werden sonst ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Helligkeitsabweichung in Prozent (links) und DeltaE Abweichungen des Weißpunktes (rechts) jeweils zum Referenzwert in der Displaymitte.

Durchschnittlich beträgt die Helligkeitsabweichung des HP 2710m zum Referenzwert in der Mitte des Displays 7,9 Prozent was durchaus noch auf gutem Niveau liegt. Allerdings messen wir besonders im rechten oberen und linken unteren Bereich starke Abweichungen von bis zu 20 Prozent. Damit liefert der HP 2710m nur ein befriedigendes Ergebnis. Besser ist die Bildhomogenität des HP 2710m. Der Weißpunkt bleibt sehr konstant und zeigt nur am rechten Rand leicht erhöhte Werte. Ein Farbstich ist damit noch nicht zu beobachten wenn da nicht der horizontal empfindliche Blickwinkel des HP 2710m wäre.

Blickwinkel

Großes Manko eines TN-Panels ist sein empfindlicher Blickwinkel. Die Angaben der Hersteller sind fast immer fernab jeder Realität (jedenfalls wenn man Farbverfälschungen mit einschließt) denn bei diesem Paneltyp können schon bei zentraler Betrachtungsposition Farbänderungen an den Displayrändern auftreten, besonders wenn es sich wie beim HP 2710m um ein Display mit großer Bildschirmdiagonale handelt. Ein Abstand von 50 bis 60 Zentimeter ist in diesem Fall viel zu wenig, oft steht aber nicht mehr Platz auf dem Schreibtisch zur Verfügung. Schon bei geringer seitlicher Betrachtung zeigt der HP 2710m einen gut sichtbaren Rotstich. Schauen wir von oben auf das Display bleichen Farben sehr stark aus und der Kontrast nimmt stark ab, von unten kehren sich die Farben um und es entsteht eine Negativdarstellung. Im Vergleich zu anderen Bildschirmen mit TN-Panel schneidet der HP 2710m in dieser Disziplin nur ausreichend ab.

Blickwinkeltest des HP 2710m: Besonders negativ fällt die schnell eintretende rötliche Verfärbung bei seitlicher Betrachtung auf.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den HP 2710m vor und nach Kalibration und Profilierung umfangreich vermessen und die Ergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse sind insbesondere für die elektronische Bildverarbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele ist zumindest eine ausreichende Neutralität des Bildschirms wichtig. Die Messungen werden in einer eigenen Software ausgewertet. Das ermöglicht exakte und detaillierte Aussagen zum vorliegenden Testgerät.

Farbraumvergleich in Lab (D50)

Zunächst haben wir ermittelt, wie gut der HP 2710m verschiedene Farbräume abdeckt. Als Referenz nutzen wir die Arbeitsfarbräume sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB 2.0. Zusätzlich haben wir mit dem "ISOcoated_v2_eci.icc"-Profil verglichen. Es basiert auf den FOGRA39 Charakterisierungsdaten und repräsentiert die Standard-Druckbedingungen für den Offset-Druck auf bestimmten Papiertypen. Hier können die exakten Bedingungen nachgelesen werden.

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zum Funktionieren dieser "sRGB-Kette" ohne Farbmanagement sollten allerdings alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen möglichst exakt erfüllen, oder selbständig geeignete Transformationen durchführen. Für einen modernen Tintenstrahldrucker, der i.d.R. einen deutlich größeren Farbraum abdecken kann, bedeutet dies, dass treiberseitige Umrechnungen vorgenommen werden müssen. Ein Bildschirm mit erweitertem Farbraum muss einen brauchbaren sRGB-Modus besitzen.

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