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TESTBERICHT: LG Flatron IPS231P Teil 7


Darstellung von Farbabstufungen

In der Auflösung feinster Farbabstufungen ist ein IPS-Panel einem TN-Panel prinzipiell in den meisten Fällen überlegen, da es normalerweise mit echten 8 Bit pro Farbkanal angesteuert wird (TN-Panels: meist nur 6 Bit pro Farbkanal). Verfahren zur künstlichen Vergrößerung der Farbtiefe wie Dithering oder FRC spielen also beim IPS231P bei weitem keine so große Rolle wie bei TN-Kollegen.

Dennoch tritt beim Testgerät bei Farbverläufen ein deutlich sichtbares Banding auf, dessen Muster außerdem von der Einstellung der Farbregler im OSD abhängig ist. Dies lässt darauf schließen, dass hier nur eine schwache LUT (Look-Up-Table) verbaut ist, die zu Tonwertverlusten bei den Farbwertanpassungen führt. Im Alltagsbetrieb fallen diese Verluste nicht weiter auf, bei der professionellen Bildbearbeitung sind solche Fehler jedoch nicht ohne Weiteres zu verschmerzen.

Die Verwendung kostengünstiger Elektronik scheint leider zurzeit ein Trend bei preiswerten Displays mit höherwertigen Panels zu sein – irgendwo muss eben gespart werden, um den niedrigen Preis zu erreichen.

Beim IPS231P tritt deutliches Banding auf, hier sichtbar an einem abfotografierten Schwarz-Cyan-Farbverlauf.

Bei extrem hellen Grautönen verhält sich der IPS231P vorbildlich und differenziert sogar noch die beiden hellsten Farbstufen voneinander. Nicht ganz so gut werden die dunkelsten Grautöne dargestellt, die letzten fünf Dunkelgrauschattierungen werden verschluckt und verschmelzen miteinander. Anders als bei TN-Panels jedoch bleibt die Graustufendarstellung auch unter Blickwinkeln stabil.

Bildhomogenität

Setzt ein Hersteller LEDs zur Hintergrundbeleuchtung ein, so hat er zwei Möglichkeiten, diese anzuordnen. Beim Full-LED-Backlight sind die Leuchtdioden über die gesamte Bildschirmfläche verteilt. Eine homogene Ausleuchtung ist so relativ einfach zu realisieren. Beim Edge-LED-Backlight (wie es auch beim IPS231P verbaut ist) sitzen die kleinen Dioden nur am Bildschirmrand und versuchen über Lichtleitfolien, die gesamte Bildschirmfläche homogen auszuleuchten. Dass dies mit Kompromissen verbunden ist, liegt auf der Hand. So ist die Bildhomogenität von Edge-LED-Bildschirmen oft nicht optimal. Da macht auch der IPS231P keine Ausnahme.

Um die Homogenität anschaulich erfassen zu können, wurde zunächst mit extrem langer Belichtungszeit ein Foto des mit schwarzem Bild eingeschalteten Monitors geschossen. Hier kann man vor allem Lichthöfe und Randaufhellungen, die durch das Messraster fallen, gut und einfach erkennen.

Bildhomogenität, die Belichtungszeit beträgt 8 Sekunden.

Deutlich zu sehen sind die Lichthöfe, die am oberen und unteren Rand auftreten und auch mit bloßem Auge klar zu erkennen sind. Besonders bei Videos im Cinemascope-Format (2,35:1), welche auf dem 16:9-Schirm mit schwarzen Rändern abgespielt werden, sind diese Aufhellungen äußerst störend.

Weiterhin wurde der Monitor an 15 Messpunkten ausgemessen. Die Messwerte werden in Bezug zum zentralen Wert gesetzt und als Helligkeitsabweichungen in Prozent beziehungsweise als Farbabweichungen in DeltaE/DeltaC angegeben.

Auf dem linken Bild sind die Helligkeitsabweichungen in Prozent zu sehen, rechts die Farbabweichungen in DeltaE.

Die Messwerte bescheinigen dem IPS231P deutliche Abweichungen. Es treten Farbabweichungen von fast 7 DeltaE im Bezug auf den Zentralwert auf. Auch die Helligkeit ist mit bis zu 15,5 Prozent Abweichung alles andere als gleichmäßig verteilt. Für die Grafikbearbeitung ist der Monitor aufgrund der DeltaE Abweichungen nicht mehr geeignet.

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