Test Monitor LaCie 324i + Blende + Colorimeter (131083)

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3 inkl. Vor-Ort-Service
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße [Zoll]/Paneltechnologie: 24 / P-IPS
Pixelgröße [mm]: 0.270
Standardauflösung: 1.920 x 1.200 (16:10)
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 597 x 336 / 685
Eingänge, Stecker: 1 x DVI-D (digital), 1 x DisplayPort (digital), HDMI (digital), 1 x YPbPr (analog)
Bildfrequenz [Hz]: 60 (tatsächlich auch 24/48/50)
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: – / –
Farbmodi Preset/User: 5 / 2
LCD drehbar/Portrait Modus: Ja / Ja
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: 1x DVI-D-Kabel, 1x Netzkabel, 1x USB-Kabel, CD mit Handbuch, Lichtschutzblende, „lacie blue eye Pro“ Kalibrationsbundle
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 566 x 461 x 245 (mit Fuß)
Gewicht [kg]: 11 (mit Fuß)
Prüfzeichen: TCO 03, CE, TÜV GS, TÜV Ergonomie geprüft, ISO 9241-307 Pixelfehlerklasse I
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: max. 100 / < 2 / – (Herstellerangabe)

Einleitung

Mit dem 324i hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit, einen Bildschirm aus dem Hause LaCie zu testen. Der französische Hersteller verfügt über ein umfangreiches Produktportfolio, zu dem im Monitorbereich ausschließlich Geräte im gehobenen Leistungssegment gehören. Darüber hinaus bietet man mit der „blue eye pro“-Reihe auch ein Bundle aus Messsonde und Software an.

Das 24-Zoll große P-IPS Panel des LaCie 324i stammt von LG und hat eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Es wird in den meisten aktuellen 24-Zoll Modellen mit IPS-Panel verbaut (z.B. DELL U2410, Eizo SX2462W, NEC PA241W).

Eine WCG-CCFL Hintergrundbeleuchtung (102% NTSC) eröffnet u.a. AdobeRGB als Arbeitsfarbraum und Flexibilität im Softproof.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Produktfoto2
Der LaCie 324i (Foto: LaCie)

Der LaCie 324i verfügt über eine programmierbare 10bit LUT und ist dementsprechend mit geeigneter Software Hardware kalibrierbar. Zu diesem Zweck lag unserem Testgerät das „blue eye pro“ Bundle bei. Wir werden Workflow und Leistungsumfang im Laufe des Testberichtes genau unter die Lupe nehmen. Aufgrund der leistungsstarken Elektronik sollte aber bereits eine Softwarekalibrierung mit den üblichen Kalibrationszielen zu keinen größeren Tonwertverlusten führen. Weitere Voraussetzung dafür sind ein hinreichend mächtiges OSD und eine sorgfältige Werkskalibrierung, die insbesondere die Neutralität des Bildschirms sicherstellen muss.

Echte 10bit Panels sind weiterhin sehr selten (z.B. im HP LP2480zx und LG W2420R). Der Einsatz eines 8bit Panels, das auch im LaCie 324i verbaut wurde, birgt für den Benutzer dennoch kaum Nachteile. Tonwertverluste am Ende der Verarbeitungskette können durch eine FRC-Schaltung wirksam verhindert werden. Sie erlaubt dann auch die sinnvolle Nutzung eines mit 10bit pro Kanal zugespielten Signals. Gute Umsetzung führt nur zu geringen Artefakten.

Alle im Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Ausgang einer nVidia Geforce GTX 280 von Gainward ermittelt. Für den Test der Videofunktionen wurden ein Lumagen RadianceXD und ein iScan VP50 verwendet. Zusätzlich kamen ein OPPO DV-980H als Zuspieler für DVDs und ein Sony S350E für Blu-rays zum Einsatz. Die farbmetrischen Messungen wurden mit einem Spektralfotometer (EyeOne Pro) durchgeführt. Für die Ermittlung des Schwarzwertes wurde ein Colorimeter (X-Rite DTP94) verwendet.

Lieferumfang

Wir erhielten den LaCie 324i mit optionalem Zubehör. Neben dem „blue eye pro“ Bundle, dessen Sonde hardwareseitig auf dem EyeOne Display 2 von X-Rite basiert, wird auch eine Lichtschutzblende mitgeliefert.

In der Grundversion liegt dem Bildschirm ein DVI-D-, Netz-, und USB-Kabel bei. Das vollständige Handbuch befindet sich auf der beigelegten CD. Eine Kurzreferenz ist in gedruckter Form vorhanden. Auf Komponenten-, HDMI-, und DisplayPort Kabel verzichtet LaCie.

Optik und Mechanik

Der LaCie 324i verzichtet auf Extravaganzen im Design und entspricht damit der im Premiumbereich vorherrschenden Philosophie. Das schwarze Gehäuse ist nicht aufgeraut und passt sich gut in jedes Arbeitsumfeld ein.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Front1
Der LaCie 324i.

Die seitliche Rahmenbreite beträgt rund 1,8 cm. Während der obere Rahmen etwas schmaler ausfällt, sind es beim unteren Rahmen mit den Bedienelementen knapp 0,5 cm mehr.

Bis auf die sehr dünnen Bedientasten und den zu leichten Standfuß kann uns die Verarbeitungsqualität überzeugen. Unschöne Spaltmaße sind nicht auszumachen.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Vorne Unten
Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Hinten Unten
LaCie 324i in der niedrigsten Stellung …
Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Vorne Oben
Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Hinten Oben
… und in der höchsten Stellung.

Die Höhenverstellung hat einen Regelungsbereich von knapp 11 cm. In der niedrigsten Einstellung beträgt der Abstand von Rahmenunterkante zur Tischoberfläche 6,7 cm; in der höchsten Position sind es 17,3 cm. Eine Rändelschraube fixiert den Bildschirm während des Transports. Die maximale Neigung nach hinten ist bei etwa 30 Grad erreicht.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Neigung Hinten
Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Neigung Vorne
Auf den Bildern erkennen Sie den maximalen Neigungswinkel nach hinten und vorne.

Der Standfuß erlaubt eine Drehung um 30 Grad in beide Richtungen.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Drehung Links
Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Drehung Rechts
Seitliche Drehung des LaCie 324i.

Ein Betrieb in Hochkantausrichtung ist möglich. Der Bildschirm muss zu diesem Zweck leicht nach hinten gekippt und in die höchste Position gefahren werden.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Pivot Vorne
Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Pivot Hinten
Der LaCie 324i in Pivotposition.

Im hinteren, oberen Bereich wurden Lüftungsschlitze für die Abführung der Abwärme eingelassen. Ein aktiver Lüfter kommt nicht zum Einsatz. Unterhalb einer Helligkeit von 85 Prozent können wir ein leichtes Summen des Backlight-Inverters ausmachen.

Die Anzeige von Testbildern mit harten Kontrasten führt zu keiner weiteren Geräuschentwicklung. Sie unterliegt in der Regel allerdings einer erheblichen Serienstreuung, daher können wir an dieser Stelle wie immer keine absolute Aussage für alle Geräte treffen.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Lueftung
Die Rückseite des LaCie 324i mit den Lüftungsschlitzen.

Stromverbrauch

Die gemessene Leistungsaufnahme deckt sich im Maximum mit der Herstellerangabe von 100 Watt. Bei einer Arbeitshelligkeit von 140 cd/m² halbiert sich dieser Wert etwa und liegt nun bei knapp 54 Watt.

Damit liegt der LaCie 324i im Bereich der Konkurrenz mit ähnlichen Helligkeitswerten.

Ein separater Netzschalter ist vorhanden, allerdings messen wir bereits nach Betätigung der Power-Taste keinen Stromverbrauch mehr.

Hersteller Gemessen
100 W 100,2 W
k.A. 53,6 W
k.A. 45,1 W
< 2 W 0,8 W
k.A. 0,0 W

Anschlüsse

Ungewöhnlich umfangreich präsentiert sich die Anschluss-Leiste des LaCie 324i. In diesem Segment geht es sonst meist relativ spartanisch zu. Für digitale Signale stehen je ein DVI-D-, DisplayPort- und HDMI-Eingang zur Verfügung. Analoge Videosignale können über einen Komponenten-Eingang (YPbPr) zugespielt werden. Analoge RGBHV-Signale werden nicht unterstützt.

Lacie 324i Blende Colorimeter 131083 Monitor Signaleingaenge
Die Signaleingänge des LaCie 324i.

Ein USB-Ausgang verbindet den integrierten 2-Port-USB-Hub mit dem Rechner. Separate Audiosignale können über Cinch- oder Klinkenstecker-Eingang zugespielt und über einen Klinkenstecker-Ausgang weitergereicht werden. Integrierte Boxen sind nicht vorhanden.

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