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TESTBERICHT: Dell U2713HM Teil 9


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim U2713HM messen wir eine längere Signalverzögerung von 15,5 Millisekunden, vermutlich puffert der eingebaute Scaler diese Daten.

Bis zur Soll-Helligkeit vergehen weitere 7,1 Millisekunden, daraus ergibt sich die mittlere Gesamtlatenz zu 22,6 Millisekunden. Für Freunde von besonders schnellen First Person Shootern ist das wahrscheinlich schon ein Tick zu viel, alle anderen Benutzer werden davon jedoch nichts bemerken.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des U2713HM verwendet die aktuellen White LED. Anders als bei den allermeisten Geräten wird hier aber nicht die verbreitete PWM-Technik eingesetzt, sondern die recht seltene Stromsteuerung.

Der gemessene Helligkeitsverlauf zeigt, dass das Backlight bei voller Helligkeit (rote Kurve im Chart) kontinuierlich leuchtet. Bei der Abregelung auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) verschiebt sich die Helligkeitskurve gleichmäßig nach unten, ohne jedes Anzeichen von Taktung oder Welligkeit. Backlight-Flimmern ist also ausgeschlossen - für die vielen Menschen, die davon geplagt werden, ist dies sicher eine hochwillkommene Eigenschaft.

Flimmerfreies LED-Backlight mit Stromsteuerung.

Subjektive Beurteilung

In der Praxis entsprach der U2713HM dem, was die Messwerte nahelegen: Kaum sichtbare Schlierenbildung beim Bewegen von Fenstern in Windows oder des Mauszeigers, andererseits ist die Beschleunigung so moderat abgestimmt, dass keine Corona-Effekte oder andere Overdrive-Artefakte zu beobachten sind.

Im Spieletest waren wir nicht in der Lage, die Signalverzögerung wahrzunehmen. Hier werden vermutlich nur Extremspieler einen Unterschied bemerken.

Sound

Der U2713HM besitzt weder interne Lautsprecher noch irgendwelche Audioschnittstellen.

DVD und Video

Mit seiner HDMI-Schnittstelle ist der U2713HM auch bestens für die Darstellung von Multimediaanwendungen geeignet, insbesondere bei externer Zuspielung. Video-Auflösungen (z.B. 1080p, 720p) werden problemlos entgegengenommen und in guter Qualität auf die Monitor-Auflösung interpoliert. Auch die Ansteuerung mit einer Bildwiederholrate von 24 Hz und somit die judderfreie Wiedergabe von 24p-Material (z.B. Bluray) ist über HDMI problemlos möglich.

Test der Videoeigenschaften.

Der U2713HM besitzt einen "Film"-Bildmodus. Dieser beinhaltet allerdings eine sehr hohe Farbtemperatur und eine starke Bildschärfung. Geeigneter für den Filmgenuss ist der Standard- oder Anwender-Modus.

In dieser Konfiguration macht der U2713HM eine sehr gute Figur im Videobetrieb. HD-Inhalte werden scharf und knackig auf den Bildschirm gebracht, auch der Kontrast stimmt. Die Interpolation von FullHD auf die native Panelauflösung fällt bei Filmen so gut wie nicht auf. Die Reaktionszeiten sind für Videos absolut ausreichend, auch bei schnelleren Kameraschwenks sind keine negativen Effekte zu beobachten. Durch die sehr guten Blickwinkel-Eigenschaften können durchaus auch mehrere Personen an einem Videoabend teilhaben.

Skalierung und Deinterlacing

Die korrekte Skalierung jeglichen Videomaterials ist durch das frei konfigurierbare Seitenverhältnis in jedem Fall möglich. 16:9-Inhalte sind naturgemäß kein Problem, das 4:3-Seitenverhältnis ist über das OSD einstellbar.

Die 1080i-Auflösung vom Bluray-Player nahm der Monitor ohne Probleme an und zeigte ein qualitativ gutes Bild. Bei 576i hingegen wies das Bild ein starkes Zeilenflimmern auf, sodass dieser Zuspielmodus nicht zu empfehlen ist.

Overscan

Der U2713HM nutzt immer pixelgenau seine gesamte Bildschirmfläche aus, ein Overscan findet nicht statt. Auch im OSD befindet sich keine Option zum Aktivieren eines Overscans.

Farbmodelle und Signallevel

Der U2713HM bietet keine Option zum Anpassen des erwarteten Tonwertebereichs. Bei Zuspielung im RGB-Farbmodell geht das Gerät von PC-Leveln (0-255) aus, bei Zuspielung im YPbPr-Farbmodell von Video-Leveln (16-235). Eine korrekte Tonwertanpassung sollte daher bei den meisten Gerätekombinationen funktionieren. Wünschenswert wäre dennoch eine manuelle Konfigurationsmöglichkeit gewesen.

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3 Kommentare vorhanden


Im Artikel unter "Anschlüsse" gibt es den Hinweis, dass der Monitor kein 2.5k bei HDMI unterstützt. Auch nicht, wenn man von HDMI auf DVI adaptiert:
"Festgestellt wurde dieses Verhalten am HDMI-Ausgang eines Dell-Notebooks. Da Adapterkabel von HDMI auf DVI bei Auflösungen über 1080p ebenfalls nicht funktionieren, bestand mit diesem Notebook, das ausschließlich einen HDMI-Ausgang besitzt, keine Möglichkeit, den U2713HM nativ anzusteuern. Und das, obwohl beide Geräte im Prinzip mit dieser Auflösung funktionieren sollten.

Dell hat auf unsere Anfrage hin versprochen, dieses Problem zu überprüfen und eine "präzise Antwort" zur HDMI-Ansteuerung zu geben (Stand: 20.8.2012). Sobald diese Antwort bei uns eintrifft, werden wir die Information an dieser Stelle nachreichen."

Wie sieht es nun damit aus. Mein Notebook hat exakt diese Konfiguration. DisplayPort und HDMI stehen mir zur Verfügung und ich will auf Dual Monitor gehen. Ich muss also entweder mit HDMI direkt dran oder auf DVI adaptieren.
Ich habe es zwischenzeitlich selbst getestet. Der Monitor kann es nicht und gibt eine Fehlermeldung aus:
http://www.maxrev.de/20140111-220252-bild-382976.htm

Der H kann es, aber ich sehe beim H nur bei den Anschlüssen einen Mehrwert. Der Rest (Glowing, kapazitive Tasten usw.) drücken ganz schön auf den Gesamteindruck. Ich denke man sollte entweder den HM oder den Asus PB278Q wählen. Letzterer ist inbesondere bei amazon.com sehr beliebt. Der Dell dagegen nicht so, weil es zu lange gebraucht hat bis Revision A01 rauskam.
Hi,

konnte mir einen solchen Monitor ausleihen – bezeichnet als "U2713HMt".

Doch wofür steht das "kleine t" am Ende statt nur "U2713HM"?

Laut Rückseite ist er "Rev. A00", gebaut "Nov. 2013" – weiß jemand die Unterschiede zwischen den einzelnen Revisions?

Dankeschöns! :)
mtemp

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