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TESTBERICHT: Samsung C24A650X Teil 7


Gängige Bildformate wie 16:10 Auflösungen 1680 x 1050 und 4:3 Auflösungen wie 1024 x 768 oder 1280 x 1024 werden auf Vollbild skaliert und damit leicht verzerrt dargestellt. Die 16:9 Formate 1280 x 720 und 1366 x 768 werden im richtigen Verhältnis auf rund 94 Prozent Vollbild skaliert. Das 16:9 Format 1600 x 900 hingegen, das auch neuere Notebooks darstellen, wird verzerrt auf die volle Breite gestreckt.

Mit der Option Auto wird das Bild sogar auf rund 1430 x 805 Pixel verkleinert. Diese Schwäche wird auch offensichtlich, wenn man ein solches Notebook über die von Samsung beworbene USB-Verbindung anspricht. Das Bild des Notebooks wird hier plötzlich auf das 4:3-Format 1200 x 900 beschnitten, welches der Samsung Monitor nunmehr auf Vollbild skaliert wiedergeben kann. Immerhin gibt Samsung im Handbuch eine kleine Liste von 11 unterstützten Standardsignalmodi an. Und das hier getestete Bildformat von 1600 x 900, wie auch 1366 x 768 tauchen dort nicht auf.

Hier erweisen sich der Samsung-Monitor und auch das drahtlose Docking-Station-Konzept noch als nicht ganz ausgereift, da sie nicht alle gängigen Auflösungen nativ unterstützen. Das ist bedauerlich, zumal auch die Bildqualität der interpolierten Auflösungen stets gewissen Kompromissen unterworfen ist. Die Justierbarkeit der Schärfe im Bildmenü mindert diesen Umstand nur mäßig, da sie schon hinreichend optimal voreingestellt ist.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 auf ca. 94 Prozent Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 auf ca. 94 Prozent Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei anderen Auflösungen im 16:10 oder im 4:3-Format treten in feinen Strukturen leichte Interferenzen und Unschärfen auf. Bei 1.280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte erzielt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen und zu einem unscharfen Bildeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Auch bei allen anderen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik, dem Skalierungsfaktor entsprechend, befriedigend bis sehr gut. Die Texte bleiben allerdings immer leserlich. Die Darstellungsqualität beim Wechsel vom kleinen Notebookbildschirm auf den großen Monitor via USB, fällt jedoch mäßig aus. Man verliert nicht nur die hohe Auflösung, sondern muss auch noch Abstriche bei der Bildschärfe hinnehmen.

Reaktionsverhalten

Den C24A650X haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt beziffert die Reaktionszeit mit 8 Millisekunden (GtG). Nachdem wir die Overdrive-Option "Reaktionszeit schnellstens" gewählt haben, messen wir den schnellsten Grauwechsel mit 9,2 Millisekunden, für Schwarz-Weiß erhalten wir dagegen ziemlich lange 16,8 Millisekunden. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 21,4 Millisekunden ebenfalls recht gemächlich.

Trotz dieser nicht gerade kurzen Zeiten zeigt der Helligkeitsverlauf, dass das AMVA-Panel für diese Werte bereits eine starke Beschleunigung mit deutlichen Überschwingern benötigt. Für den Abschluss eines Helligkeitswechsels werden fast immer zwei Bildframes benötigt, bei den dunklen Messpunkten sogar drei.

Reaktionszeit Schnellstens: Gemächliche Schaltzeiten, deutliche Überschwinger.

Ab Werk ist die Reaktionszeit auf die mittlere Option "schneller" voreingestellt. Hier verlängern sich die gemessenen Schaltzeiten auf 11,0 (GtG) bzw. 18,8 Millisekunden (Schwarz-weiß), dafür fallen die Überschwinger viel moderater aus. Diese Voreinstellung erscheint uns für Videos noch am besten geeignet zu sein.

Werkseinstellung Schneller: Noch etwas längere Schaltzeiten, moderate Beschleunigung.

Wieder einmal zeigt sich, dass AMVA-Panels eine drastische Beschleunigung erfordern, um auf einigermaßen zeitgemäße Schaltzeiten zu kommen. Insbesondere die dunklen Bildanteile sind betroffen, hier messen wir regelmäßig drei Bildframes für den Abschluss eines Helligkeitswechsels. Glücklicherweise verzichtet Samsung beim C24A650X im Sinne der Bildqualität auf die andernorts gelegentlich zu findende Extrembeschleunigung.

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