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TESTBERICHT: Asus PQ321QE Teil 4


Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Panel des PQ321QE ist kaum mattiert, die Oberfläche ist aber nicht hochglänzend, sondern eher semi-glossy. Einfallendes Fremdlicht wird nicht sehr effektiv gestreut, die Entspiegelungswirkung ist, wie bereits im vorigen Abschnitt angemerkt, nur zufriedenstellend.

Das Coating des PQ321QE ist nur schwach mattiert.

Die einzelnen Subpixel sind in der Makroaufnahme gut erkennbar und nur wenig verschwommen. Für die höchstmögliche Schärfeleistung und den Kontrast ist das sehr positiv.

4K im Alltagsbetrieb

Der Asus PQ321QE ist nicht der erste Monitor mit einer Auflösung von fast 4000 Pixeln in der Horizontalen. Abgesehen vom baugleichen Sharp-Modell und dem Eizo DuraVision FDH3601 ist hier vor allem der IBM T221 von historischer Bedeutung. Das Modell mit einem 22-Zoll großen IPS-Panel wurde bereits 2001 vorgestellt und bot mit 3840x2400 Pixeln sogar eine in Summe höhere Auflösung. Über mehrere DVI-Verbindungen konnte in späteren Revisionen immerhin eine Bildwiederholfrequenz von 48 Hz erzielt werden.

Im SST-Modus erreicht der PQ321QE in seiner nativen Auflösung von 3840x2160 Pixeln maximal 30 Hz, obwohl die DisplayPort 1.2 Spezifikation mit Datenübertragungsraten von über 17 Gbit/s auch in diesem Fall 60 Hz unterstützen würde. Die verbauten Transmitter können das derzeit allerdings nicht leisten. Schon das simple Interagieren auf dem Desktop ist in dieser Betriebsart starken Einschränkungen unterworfen: Mauszeiger und Fensterinhalte ruckeln sichtbar über den Schirm. Das ändert sich nach der Umschaltung auf den MST-Modus.

Aus Sicht der Grafikkarte werden nun zwei Bildschirme mit einer Auflösung von je 1920x2160 Pixeln und 60 Hz angesteuert. Auf die Darstellung hat das keinen negativen Einfluss. Grafikkarten mit GPU von nVidia benötigen für diesen Kunstgriff – eine 2x1 Konfiguration wird nicht inhärent unterstützt – einen Treiber ab Version 326.19 (zum Testzeitpunkt nur als Beta-Version verfügbar). Das Ergebnis überzeugt, Bewegungen werden nun deutlich flüssiger dargestellt. Allerdings setzt die Anzeige nun erst nach dem Start des Betriebssystems ein. Im SST-Modus wurde auch der Bootvorgang einwandfrei präsentiert.

MST-Modus.

Von der hohen Pixeldichte profitiert vor allem die Schriftdarstellung. Mit der in den Anzeigeeinstellungen von Windows veränderbaren DPI-Standardeinstellung von 100% werden Symbole und Schriften freilich sehr klein dargestellt. Das Arbeiten kann so, abhängig von Benutzer und Sichtabstand, recht anstrengend sein – auch wenn viel Platz auf dem Desktop garantiert ist. Einen guten Kompromiss stellt die Einstellung 125% dar. Sie legt rechnerisch einen Bildschirm mit 120 ppi zugrunde.

3840x2160 Pixel (Schriftgröße 100%).

Interpolation

Die Skalierung von Eingangssignalen mit niedriger Auflösung gelingt der Elektronik des Asus PQ312Q gut – und damit stets besser als einer entsprechenden Aufbereitung durch die Grafikkarte. Besonders gespannt waren wir auf das Ergebnis bei 1920x1080 Pixeln. Dies entspricht der halben horizontalen und vertikalen Panelauflösung und könnte durch einfache Pixelwiederholung (Nearest Neighbor) ideal abgebildet werden. Das Resultat ist sehr gefällig, korreliert aber eher mit einer bilinearen Filterung. Ein einfacher Schärfefilter (neun Stufen; Neutralstellung: 12) arbeitet Objektkanten heraus und produziert damit am oberen Ende des Regelungsbereiches Doppelkonturen.

Drei Skalierungseinstellungen erlauben die verzerrungsfreie Wiedergabe von allen unterstützten Signalen mit quadratischem Pixelseitenverhältnis. Die außerhalb Europas vertriebene Variante mit zwei zusätzlichen HDMI-Eingängen unterstützt einen speziellen AV-Eingangsmodus, der auch 4:3 SD-Videosignale seitengerecht skaliert.

Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 - anamorph) - -
SD (4:3) - -
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja Ja
PC (16:9) Ja Ja

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10 Kommentare vorhanden


Entschuldigung aber hat Asus neuerdings den ***** offen ? Die bauen ein 3000 Euro 32" 4K Display mit so´ner PWM Steuerung ?
Ist doch einfach nur noch lächerlich !
1) Saudumm, dass HDMI fehlt. Diverse Geräte unterstützen 4k nur über HDMI. (z.B. Mac Mini)

2) Wie kann ein Monitor mit einem so krassen Gelbstich noch als gut bezeichnet werden ? Delta-Werte von 7 und mehr sind eine Katastrophe. Pfui Teufel.
Zu 2) Das entsprechende Ergebnis der Flächenhomogenität ist transparent in der Gesamtbewertung aufgeführt (--). Bitte auch berücksichtigen, dass unsere äußeren Messpositionen deutlich näher an den Rändern liegen, als beispielsweise in ISO 12646 definiert.
Hallo Denis,

darf ich fragen was du für ne Kamera verwendest?

lg
Das war eine Blackmagic Cinema Kamera (2.5K) – allerdings nicht meine.
Haha habe ich mir gedacht! Echt das erste, woran ich dachte: Boah der Dynamik-Bereich!

ich habe die kamera selbst nicht aber mit sehr viel Bild-Material davon gespielt. Wollte sie mir ursprünglich kaufen aber es muss ein sinnvolle Mount-Variante kommen statt Canon.
Woher stammt denn die Information, es liege beim verbauten Panel VA-Technologie zugrunde? Auf offiziellen ASUS-Seiten wird dazu nichts angegeben, die Panel-Spezifikation weist lediglich den Marketingbegriff "ASV" aus, der an keine Technologie gebunden ist und auch in der jüngeren Vergangenheit schon für IPS-Mode Displays in Mobilgeräten in Gebrauch war. Die hier vorgestellten Ergebnisse zu ANSI-Kontrast und Blickwinkelcharakteristik sprechen sogar eindeutig für eine IPS-Variante! Das halte ich beim Bewertungsmaßstab für eine wichtige Grundlage, die in einer so renommierten Testredaktion wie PRAD nicht leichtfertig verwechselt werden sollte.
Was bedeutet denn ASV? Advanced Super View, was auch unter der Bezeichnung ASVA (Axially Symmetric Vertical Alignment) geläufig ist. http://en.wikipedia.org/wiki/Thin-film-transistor_liquid-crystal_display#Advanced_super_view_.28ASV.29
Diese Bedeutung ist mir schon bekannt, allerdings wird der Begriff ASV eben doch nicht nur für die im Wikipedia-Artikel aufgeführte Technologie verwendet, sondern bei Sharp neuerdings auf alles draufgeschrieben, was größere Blickwinkel bietet. Daher kann ich nur http://de.wikipedia.org/wiki/Ententest entgegenhalten. Ein vermeintliches VA-Panel, was aussieht wie ein IPS-Panel und sich verhält wie ein IPS-Panel, wirft doch Fragen auf.

Weitere klare Indizien hier: http://www.youtube.com/watch?v=BecSS-fnKhU
Leichtfertig wurde hier nichts verwechselt, zumal die Bewertung von Blickwinkelstabilität und Kontrastumfang davon unberührt bliebe. Mir liegen derzeit zwei widersprüchliche Angaben vom Hersteller selbst vor. Sobald wir eine eindeutige Klärung haben, wird das nachgereicht.

Im Bericht wurde deutlich auf die sehr guten Blickwinkeleigenschaften des Panels hingewiesen. Das spricht – zusammen mit dem mäßigen Kontrastumfang – tatsächlich für eine IPS-Variante (besonders die ausbleibenden Gradationsverschiebungen). Die hohe Kontraststabilität kann man eher mit einem VA-Panel in Verbindung bringen. Spezielle Polarisationsfolien, die auch bei IPS-Varianten starke Verbesserungen erzielen, führten bislang immer zu charakteristischen "Farbflecken", die hier nicht auftreten.

http://www.prad.de/new/monitore/test/2012/test-eizo-cg246-teil8.html#Blickwinkel

Wir bleiben dran.

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