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Test Monitor Asus PQ321QE
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Interpolation

Die Skalierung von Eingangssignalen mit niedriger Auflösung gelingt der Elektronik des Asus PQ312Q gut – und damit stets besser als einer entsprechenden Aufbereitung durch die Grafikkarte. Besonders gespannt waren wir auf das Ergebnis bei 1920×1080 Pixeln. Dies entspricht der halben horizontalen und vertikalen Panelauflösung und könnte durch einfache Pixelwiederholung (Nearest Neighbor) ideal abgebildet werden. Das Resultat ist sehr gefällig, korreliert aber eher mit einer bilinearen Filterung. Ein einfacher Schärfefilter (neun Stufen; Neutralstellung: 12) arbeitet Objektkanten heraus und produziert damit am oberen Ende des Regelungsbereiches Doppelkonturen.

Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph)
SD (4:3)
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja Ja
PC (16:9) Ja Ja

Drei Skalierungseinstellungen erlauben die verzerrungsfreie Wiedergabe von allen unterstützten Signalen mit quadratischem Pixelseitenverhältnis. Die außerhalb Europas vertriebene Variante mit zwei zusätzlichen HDMI-Eingängen unterstützt einen speziellen AV-Eingangsmodus, der auch 4:3 SD-Videosignale seitengerecht skaliert.

Die folgenden Bilder geben einen groben Eindruck über die Qualität der Skalierung wieder. Der Abstand der Kamera zum Bildschirm ist stets identisch und es wird immer seitengerecht auf Vollbild skaliert. Die Schärfereglung verbleibt in Neutralstellung.

Dell U3014 Monitor Scaler2160
Dell U3014 Monitor Scaler1080
Links Auflösung 3840×2160 und rechts Auflösung 1920×1080
Dell U3014 Monitor Scaler1024
Dell U3014 Monitor Scaler768
Links Auflösung 1280 x1024 und rechts Auflösung 1024×768
Dell U3014 Monitor Scaler Detail2160
Dell U3014 Monitor Scaler Detail1080
Links Auflösung 3840 x 2160 und rechts Auflösung 1920 x 1080

Um die Skalierung in Spielen zu verdeutlichen, haben wir identische Auflösungen in „Civilization IV – Beyond the Sword“ genutzt:

Dell U3014 Monitor Game2160
Dell U3014 Monitor Game1080
Links Auflösung 3840×2160 und rechts Auflösung 1920×1080
Dell U3014 Monitor Game1024
Dell U3014 Monitor Game768
Links Auflösung 1280×1024 und rechts Auflösung 1024×768

Die Wirkung des Schärfereglers:

Dell U3014 Monitor Schaerfe0
Dell U3014 Monitor Schaerfe6
Dell U3014 Monitor Schaerfe12
Links: 0; Mitte: 6; Rechts: 12
Dell U3014 Monitor Schaerfe18
Dell U3014 Monitor Schaerfe24
Links: 18; Rechts: 24

Juddertest

Da der Asus PQ321QE in der getesteten Version lediglich über einen DisplayPort-Eingang verfügt, haben wir auf den Anschluss eines Videoprozessors verzichtet und die unterstützten Bildwiederholfrequenzen per Zuspielung durch den Rechner überprüft. Die Auflösung beträgt 1920×1080 Pixel.

Dell U3014 Monitor Judder
Juddertest am Asus PQ321QE

Unsere Testsignale mit 24 Hz – 60 Hz werden fehler- und judderfrei angezeigt. Letzteres ist im Bereich der Computerbildschirme immer noch keine Selbstverständlichkeit und ausgesprochen positiv.

Deinterlacing

Der Asus PQ321QE verbaut einen Deinterlacer, der in der europäischen Variante aufgrund der fehlenden HDMI-Eingänge aber nicht benötigt wird. Entsprechende Tests entfallen.

Signalpegel und Farbmodell

Am DisplayPort-Eingang werden digitale RGB- und YCbCr-Signale verarbeitet. Standardmäßig wird der volle Dynamikbereich unterstellt (PC-Level, Tonwertumfang bei 8bit Präzision: 0-255). Über eine entsprechende OSD-Einstellung können auch Signale mit eingeschränktem Dynamikbereich (PC-Level, Tonwertumfang bei 8bit Präzision: 16-235) korrekt dargestellt werden.

Ausleuchtung

Die Ausleuchtung unseres Testgerätes ist gut. Leichte Aufhellungen am oberen Rand und in der unteren rechten Ecke treten erst in vollkommen dunkler Umgebung und bei annähernd voller Bildschirmhelligkeit stärker hervor. Blickwinkelbedingte Unregelmäßigkeiten bleiben bei frontaler Betrachtung aus.

Dell U3014 Monitor Ausleuchtung1
Dell U3014 Monitor Ausleuchtung2
Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts)

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75%, 50%, 25% Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Dell U3014 Monitor Homogenitaet1
Dell U3014 Monitor Homogenitaet2
An 15 Messpunkten wurden Helligkeitsverteilung (linkes Bild; Prozent) und Farbreinheit (rechtes Bild; DeltaC) überprüft

Die Flächenhomogenität überzeugt leider nicht. Insbesondere im linken Randbereich ist eine starke Gelbverfärbung auszumachen. Die Messwerte bestätigen diesen Eindruck. Im mittleren Sichtbereich sind die Abweichungen aber weniger dramatisch. Die Helligkeitsverteilung fällt über die gesamte Fläche deutlich gleichmäßiger aus. Eine gute Bewertung wird hier nur sehr knapp verfehlt.

Helligkeit, Schwarzwert, Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Dell U3014 Monitor Kontrastverlauf
Helligkeits- und Kontrastverlauf des Asus PQ321QE – STD-Bildmodus, D65

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 400 cd/m². Das liegt ein gutes Stück über der Werksangabe von 350 cd/m².

Leuchtdichte Weiß (STD-Bildmodus):

Helligkeit Nativ D65 5800K D50
100% 400,8 cd/m² 393,0 cd/m² 365,1 cd/m² 335,5 cd/m²
50% 220,3 cd/m²
0% 55,1 cd/m²

Leuchtdichte Schwarz (STD-Bildmodus):

Helligkeit
100% 0,53 cd/m²
50% 0,29 cd/m²
0% 0,07 cd/m²

Das Kontrastverhältnis liegt über die gesamte Spannbreite der Einstellungen bei rund 750:1. Der Helligkeitsregler beeinflusst somit ausschließlich die Intensität der Hintergrundbeleuchtung. Für ein modernes ASV-Panel ist der Kontrastumfang mäßig, allerdings verspricht auch das Datenblatt nicht deutlich mehr (800:1). Hier scheint insbesondere die IGZO-Implementierung ihren Tribut zu fordern.

Denis Freund

... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

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10 Gedanken zu „Test Monitor Asus PQ321QE“

  1. Leichtfertig wurde hier nichts verwechselt, zumal die Bewertung von Blickwinkelstabilität und Kontrastumfang davon unberührt bliebe. Mir liegen derzeit zwei widersprüchliche Angaben vom Hersteller selbst vor. Sobald wir eine eindeutige Klärung haben, wird das nachgereicht.

    Im Bericht wurde deutlich auf die sehr guten Blickwinkeleigenschaften des Panels hingewiesen. Das spricht – zusammen mit dem mäßigen Kontrastumfang – tatsächlich für eine IPS-Variante (besonders die ausbleibenden Gradationsverschiebungen). Die hohe Kontraststabilität kann man eher mit einem VA-Panel in Verbindung bringen. Spezielle Polarisationsfolien, die auch bei IPS-Varianten starke Verbesserungen erzielen, führten bislang immer zu charakteristischen „Farbflecken“, die hier nicht auftreten.

    http://www.prad.de/new/monitore/test/2012/test-eizo-cg246-teil8.html#Blickwinkel

    Wir bleiben dran.

    Antworten
  2. Diese Bedeutung ist mir schon bekannt, allerdings wird der Begriff ASV eben doch nicht nur für die im Wikipedia-Artikel aufgeführte Technologie verwendet, sondern bei Sharp neuerdings auf alles draufgeschrieben, was größere Blickwinkel bietet. Daher kann ich nur http://de.wikipedia.org/wiki/Ententest entgegenhalten. Ein vermeintliches VA-Panel, was aussieht wie ein IPS-Panel und sich verhält wie ein IPS-Panel, wirft doch Fragen auf.

    Weitere klare Indizien hier: http://www.youtube.com/watch?v=BecSS-fnKhU

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  3. Woher stammt denn die Information, es liege beim verbauten Panel VA-Technologie zugrunde? Auf offiziellen ASUS-Seiten wird dazu nichts angegeben, die Panel-Spezifikation weist lediglich den Marketingbegriff „ASV“ aus, der an keine Technologie gebunden ist und auch in der jüngeren Vergangenheit schon für IPS-Mode Displays in Mobilgeräten in Gebrauch war. Die hier vorgestellten Ergebnisse zu ANSI-Kontrast und Blickwinkelcharakteristik sprechen sogar eindeutig für eine IPS-Variante! Das halte ich beim Bewertungsmaßstab für eine wichtige Grundlage, die in einer so renommierten Testredaktion wie PRAD nicht leichtfertig verwechselt werden sollte.

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  4. Haha habe ich mir gedacht! Echt das erste, woran ich dachte: Boah der Dynamik-Bereich!

    ich habe die kamera selbst nicht aber mit sehr viel Bild-Material davon gespielt. Wollte sie mir ursprünglich kaufen aber es muss ein sinnvolle Mount-Variante kommen statt Canon.

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  5. Zu 2) Das entsprechende Ergebnis der Flächenhomogenität ist transparent in der Gesamtbewertung aufgeführt (–). Bitte auch berücksichtigen, dass unsere äußeren Messpositionen deutlich näher an den Rändern liegen, als beispielsweise in ISO 12646 definiert.

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  6. 1) Saudumm, dass HDMI fehlt. Diverse Geräte unterstützen 4k nur über HDMI. (z.B. Mac Mini)

    2) Wie kann ein Monitor mit einem so krassen Gelbstich noch als gut bezeichnet werden ? Delta-Werte von 7 und mehr sind eine Katastrophe. Pfui Teufel.

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  7. Entschuldigung aber hat Asus neuerdings den ***** offen ? Die bauen ein 3000 Euro 32″ 4K Display mit so´ner PWM Steuerung ?
    Ist doch einfach nur noch lächerlich !

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