BRANDHEISS

Test Monitor Asus PQ321QE
5/6

Reaktionsverhalten

Den PQ321QE haben wir in nativer Auflösung am DisplayPort vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt ist die Reaktionszeit mit 8 Millisekunden (GtG) angegeben. Eine Beschleunigungsoption bietet das OSD nicht. In der Werkseinstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 18,0 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 14,5 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 16,2 Millisekunden.

Dell U3014 Monitor Resp 1
Eher gemütliche Schaltzeiten, neutraler Verlauf ohne Überschwinger

Mit kurzen Schaltzeiten kann der PQ312QE also nicht aufwarten. Die Untersuchung des Helligkeitsverlaufs zeigt uns eine zurückhaltend beschleunigte Charakteristik. Nur bei den sehr dunklen Messpunkten wird ein wenig Gas gegeben, um dort übermäßig langsames Umschalten zu vermeiden. Insgesamt sind die Schaltzeiten dieses ASV-Panels ein wenig länger als die eines schwach beschleunigten IPS-Panels.

Diese neutrale Abstimmung liefert ganz sicher keine gamerfreundlichen Rekordwerte, für den auf Bildqualität bedachten Videoamateur ist sie dagegen sehr vorteilhaft.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim PQ321QE messen wir 16,1 Millisekunden und damit eine lange Signalverzögerung.

Auch die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 8,1 Millisekunden eher gemütlich. Mit insgesamt 24,2 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz ist dieser Monitor für Powergamer also nicht optimal geeignet.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des PQ321QE ist mit LEDs bestückt. Für die Helligkeitsregelung wird das PWM-Verfahren eingesetzt.

Schon bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler (rote Kurve) ist die typische Rechteckschwingung der PWM-Steuerung im Chart zu sehen. Mit nur 120 Hz ist die Taktfrequenz so niedrig, dass das Backlight-Flimmern trotz der hohen Tastrate von 82 Prozent für sehr empfindliche Menschen bereits störend sein könnte.

Beim Herunterregeln des Helligkeitsreglers bleibt die Taktfrequenz gleich, die Tastrate nimmt stark ab. Bei 140 cd /m² am Arbeitsplatz (gelb) messen wir nur 30 Prozent, in der untersten Reglerstellung (violett) schließlich 12 Prozent. Derart niedrige Werte finden wir selten. Erstaunlich, dass Asus dem Backlight-Flimmern beim PQ321QE so wenig Bedeutung beimisst.

Dell U3014 Monitor Back
LED-Backlight mit PWM-Steuerung

Subjektive Beurteilung

Trotz des wenig idealen sRGB-Modus bleibt dem Benutzer eine allzu bunte Spielewelt erspart – ein Resultat des limitierten Farbumfangs. Die Darstellung ist auch abseits der reinen Farbreproduktion ordentlich, selbst wenn das Panel des Asus PQ321QE nicht zu den absoluten Sprintern zählt. Overdrive-Artefakte, die oft in gleichem Umfang wie sichtbare Schlieren stören, können wir in keiner Situation ausmachen.

Die hohe native Auflösung fordert natürlich ihren Tribut: Unsere nVidia GeForce GTX 780 ist in aktuellen Spielen mit der Ausgabe von 3840×2160 Pixeln mehr als ausgelastet. So verlangt ein durchgängig flüssiges Spielerlebnis im Multiplayer-Modus von Battlefield 3 ein Herabsetzen auf die mittlere Detailstufe. Szenen mit hoher Partikeldichte führen bisweilen dennoch zu einem Einbruch auf etwa 30 Bilder/s.

Die Pixeldichte von 140 ppi verbessert die Bildqualität sichtbar, allerdings reicht das beim üblichen Sichtabstand nicht aus, um Kantenglättungsmaßnahmen überflüssig zu machen. Die sind aber in modernen Spielen zumindest mit nur einer High-End-Grafikkarte derzeit kaum sinnvoll einsetzbar.

Denis Freund

... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

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10 Gedanken zu „Test Monitor Asus PQ321QE“

  1. Leichtfertig wurde hier nichts verwechselt, zumal die Bewertung von Blickwinkelstabilität und Kontrastumfang davon unberührt bliebe. Mir liegen derzeit zwei widersprüchliche Angaben vom Hersteller selbst vor. Sobald wir eine eindeutige Klärung haben, wird das nachgereicht.

    Im Bericht wurde deutlich auf die sehr guten Blickwinkeleigenschaften des Panels hingewiesen. Das spricht – zusammen mit dem mäßigen Kontrastumfang – tatsächlich für eine IPS-Variante (besonders die ausbleibenden Gradationsverschiebungen). Die hohe Kontraststabilität kann man eher mit einem VA-Panel in Verbindung bringen. Spezielle Polarisationsfolien, die auch bei IPS-Varianten starke Verbesserungen erzielen, führten bislang immer zu charakteristischen „Farbflecken“, die hier nicht auftreten.

    http://www.prad.de/new/monitore/test/2012/test-eizo-cg246-teil8.html#Blickwinkel

    Wir bleiben dran.

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  2. Diese Bedeutung ist mir schon bekannt, allerdings wird der Begriff ASV eben doch nicht nur für die im Wikipedia-Artikel aufgeführte Technologie verwendet, sondern bei Sharp neuerdings auf alles draufgeschrieben, was größere Blickwinkel bietet. Daher kann ich nur http://de.wikipedia.org/wiki/Ententest entgegenhalten. Ein vermeintliches VA-Panel, was aussieht wie ein IPS-Panel und sich verhält wie ein IPS-Panel, wirft doch Fragen auf.

    Weitere klare Indizien hier: http://www.youtube.com/watch?v=BecSS-fnKhU

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  3. Woher stammt denn die Information, es liege beim verbauten Panel VA-Technologie zugrunde? Auf offiziellen ASUS-Seiten wird dazu nichts angegeben, die Panel-Spezifikation weist lediglich den Marketingbegriff „ASV“ aus, der an keine Technologie gebunden ist und auch in der jüngeren Vergangenheit schon für IPS-Mode Displays in Mobilgeräten in Gebrauch war. Die hier vorgestellten Ergebnisse zu ANSI-Kontrast und Blickwinkelcharakteristik sprechen sogar eindeutig für eine IPS-Variante! Das halte ich beim Bewertungsmaßstab für eine wichtige Grundlage, die in einer so renommierten Testredaktion wie PRAD nicht leichtfertig verwechselt werden sollte.

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  4. Haha habe ich mir gedacht! Echt das erste, woran ich dachte: Boah der Dynamik-Bereich!

    ich habe die kamera selbst nicht aber mit sehr viel Bild-Material davon gespielt. Wollte sie mir ursprünglich kaufen aber es muss ein sinnvolle Mount-Variante kommen statt Canon.

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  5. Zu 2) Das entsprechende Ergebnis der Flächenhomogenität ist transparent in der Gesamtbewertung aufgeführt (–). Bitte auch berücksichtigen, dass unsere äußeren Messpositionen deutlich näher an den Rändern liegen, als beispielsweise in ISO 12646 definiert.

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  6. 1) Saudumm, dass HDMI fehlt. Diverse Geräte unterstützen 4k nur über HDMI. (z.B. Mac Mini)

    2) Wie kann ein Monitor mit einem so krassen Gelbstich noch als gut bezeichnet werden ? Delta-Werte von 7 und mehr sind eine Katastrophe. Pfui Teufel.

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  7. Entschuldigung aber hat Asus neuerdings den ***** offen ? Die bauen ein 3000 Euro 32″ 4K Display mit so´ner PWM Steuerung ?
    Ist doch einfach nur noch lächerlich !

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