Grafik Grafik Grafik Grafik
image
SHOPPING TIPP: AMAZON BLITZANGEBOTE
Grafik Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Dell U2413 Teil 14


Vergleich der AdobeRGB-Emulation mit AdobeRGB  
White Point / CCT Kelvin 6196K
White Point XYZ (normalized) 95.76 100.0 105.24
DeltaE to D50/ D65 16.93 / 2.58
Assumed Target Whitepoint* 6200K
DeltaE to Assumed Target Whitepoint 1.33
Brightness / cd/m² ** 139.9
Black Point / cd/m² ** 0.21
Contrast / x:1 666:1
Gradation (Average) 2.16

* Daylight / ** Measured with X-Rite DTP94

Detaillierte Informationen stellen wir Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Im Vergleich zur Auswahl der beiden Bildmodi aus dem OSD heraus konnte die Graubalance durch die Kalibration verbessert werden. Benutzer, die auf ein i1 Display Pro zurückgreifen können, sollten die Farbraumemulation daher auf diese Weise verwenden.

Reaktionsverhalten

Den U2413 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am Dual Link DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den kürzesten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt nennt Dell nur eine typische Reaktionszeit von 6 Millisekunden (GtG). Im OSD des 2413 finden wir keine Overdrive-Option. Ein kurzer Test der Bildmodi Standard, Film und Spiel liefert keine Hinweise auf unterschiedliche Bildaufbauzeiten. Wir belassen es also beim voreingestellten Modus Standard, dann messen wir 11,5 Millisekunden für Schwarz-Weiß und 8,2 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 11,6 Millisekunden kaum anders.

Kurze Schaltzeiten für IPS, aber starke Überschwinger im Helligkeitsverlauf.

Derart kurze Schaltzeiten sind bei IPS-Panels nur möglich, wenn eine kräftige Beschleunigung wirkt. Die Folge sind deutliche bis starke Überschwinger im Helligkeitsverlauf, wie sie unser Chart am Beispiel des Wechsels von 50 zu 80 Prozent Helligkeit zeigt.

Solch starke Überschwinger finden wir beim U2413 aber nur bei der helleren Hälfte unserer Messpunkte. Bei den dunkleren Messpunkten sind die Überschwinger dagegen gering, was der neutralen Wiedergabe bei Videos und schnellen Spielen sehr entgegenkommt. Allerdings müssten die Schaltzeiten zumindest für Videos gar nicht so kurz sein, man hätte durchaus etwas längere Werte zulassen können, um die Gefahr von unerwünschten Bildartefakten zu senken.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Wegen des aktiven Overdrive rechneten wir auch mit einer kurzen Signalverzögerung, doch die ist beim U2413 mit 12,4 Millisekunden zunächst einmal deutlich länger als erwartet.

Zunächst einmal, denn wenn man in den Spiele-Modus umschaltet und das OSD-Menü wieder schließt, gibt es eine Überraschung: der Monitor synchronisiert sich neu und zeigt dann mit nur noch 0,7 Millisekunden eine extrem kurze Signalverzögerung. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen weitere 5,8 Millisekunden, die mittlere Gesamtlatenz ist mit sehr kurzen 6,5 Millisekunden im Spiele-Modus auch für Power-Gamer attraktiv.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des U2413 ist mit LEDs aufgebaut. Für die Helligkeitsregelung wird bei dieser Bauart meist die PWM-Technik eingesetzt, zunehmend aber auch kontinuierliche Regelungsverfahren. Beim U2413 finden wir nun eine Mischform von beidem.

Der gemessene Helligkeitsverlauf zeigt, dass das Backlight bei voller Helligkeit (100 %, rote Kurve im Chart) kontinuierlich leuchtet. In Reglerstellung H26 erhalten wir 140 cd/m², die gelbe Kurve skaliert gleichmäßig nach unten. Unterhalb von H20, das entspricht rund 100 cd/m², sehen wir dann doch eine PWM-typische Taktung. Allerdings ist die Schaltfrequenz mit 8.800 Hz diesmal so hoch, dass sie in unserem Standardchart mit der Zeitbasis 60 Millisekunden als breite gezackte Linie erscheint (85 cd/m² = H15, violette Kurve).

Oberhalb von H20 wird das Backlight kontinuierlich geregelt.

Bei üblichen Helligkeiten arbeitet das Backlight des U2413 somit immer kontinuierlich. Erst bei ziemlich dunklen Einstellungen wird die PWM-Regelung aktiv, dann aber mit sehr hoher Schaltfrequenz. Wir dürfen daher davon ausgehen, dass dieser Monitor in allen Einstellungen kein wahrnehmbares Backlight-Flimmern zeigt.

 << < 8 9 10 11 12 13 14 15 > >>

29 Kommentare vorhanden


(Alles funzt, Hinweis geloescht!)

Wie immer, klasse Testbericht, vielen Dank!
Danke für den Hinweis, das korrekte PDF-Dokument ist jetzt verlinkt.
Hmm sollte man nicht etwas mehr bezüglich des Officebetriebs (schwarze Schrift weißer Hintergrund) testen?
Inwiefern? Was konkret?
Da gibt es wohl viele Möglichkeiten und vor allem viele Probleme, über die Nutzer in diversen Hardwareforen berichten. Einfach mal die ersten 3,4 Seiten in so einem Forum mit Fachbereich Monitor nach Überschriften durchschauen. Vieles ist natürlich subjektiv, aber...

z.B.
Wie scharf/crisp erscheint die Schrift nach 2h Arbeit in Word?
Wie interpoliert die Schrift bei Auflösungsänderungen?
Wie werden PDFs dargestellt? weißes grelles weiß oder eher "natürlich" erscheinend?
etc

Mir ist schon klar, dass dies sehr subjektiv ist, aber wenn man ein paar Monitore gesehen hat, dann ist eine ungefähre Einschätzung möglich.
Also Schrift ist in der nativen Einstellung nach einer Minute genau so scharf wie nach 2 Stunden und zur Interpolation findet man in jedem Test eine Aussage, Schrift wird sogar anhand von Bildern dargestellt. Die Weißdarstellung hat was mit dem Weißpunkt zu tun und wie warm dieser gewählt wird und wenn das Weiß zu grell erscheint, sollte mal die Helligkeit reduziert werden. Das sind sicherlich Punkte wo mit einer falschen Einstellung am Monitor die Bildqualität minimiert wird, aber hier konkrete Aussagen zu treffen ist kaum möglich.
Guter Test, aber etwas Käuferzielgruppenspezifisch. Beispiel: Der Gamer Modus reduziert den Input Lag extrem. Er umgeht also wohl grötenteils LUT usw. Doch kein Wort dazu wie sich das auf die hochgelobte Farbwiedergabe auswirkt. Gamer wollen auch Quallität ;)
"Die Software lag zum Testzeitpunkt in Version 1.0 vor. Sie wird von X-Rite lizensiert und unterstützt ausschließlich das i1 Display Pro aus gleichem Haus."

Ich habe verschiedene Colorimeter zur Verfügung, allerdings kein "i1 Display Pro". Gibt es eine Möglichkeit eine Hardware-Kalibrierung des U2413 mittels einer anderen Software durchzuführen, welche andere Colorimeter unterstützt, z.B. die Freie Software dispcalGUI/Argyll, oder die Eizo- und Quato-Softwares? Oder kann man die Hardware LUT eines Monitors immer nur genau mit dieser einen, vom Hersteller mitgelieferten Software beeinflussen?
Die Tests zu Farbräumen, Farbechtheit, Kalibration, etc. sind bei diesem Report besonders umfangreich, was sehr gut ist. Allerdings fehlt es diesem Report an dieser Stelle für mich an vielen Stellen an Erläuterungen bzw. Interpretationen des Ergebnisses. Ich werde quasi kommentarlos bombardiert mit verschiedenen Meßergebnissen, deltaE/C und Gamma-Charts, aber muss versuchen selber daraus schlau zu werden ob das jetzt gut oder schlecht ist. Bei anderen Tests von Prad fand ich das besser umgesetzt, weil dort dann eben auch mir jeweils ein Fazit präsentiert wurde mit einer Begründung, die ich dann auch als Laie verstehen und nachvollziehen kann.

Beispiel: Was bedeutet "Farbtransformiert in sRGB/AdobeRGB" konkret? Ist das Ergebnis der Hardware-Kalibration wirklich bedeutend besser, als das der reinen Software-Profilierung? Was bedeutet "Die Farbraumauswahl Nativ führt zu einem deutlich von Blackbody- bzw. Daylightkurve entfernt liegenden Weißpunkt. Sie ist daher keine empfehlenswerte Alternative, wenngleich Graubalance (für alle Unbuntfarben) und Linearitätseigenschaften keinen Anlass zur Kritik geben. Letzteres gilt auch für die benutzerdefinierte Einstellung, mit der der gewünschte Weißpunkt erreicht werden kann. Ein leicht erhöhter Schwarzpegel schafft Helligkeitsmargen zur Optimierung der Neutraltöne in den absoluten Tiefen." für mich jetzt konkret, wie ist das für mich jetzt zu interpretieren, was bedeutet das für mich konkret? Etc.
Es wäre super, wenn ihr das noch ein wenig mehr ausschmücken könntet mit Erklärungen und Erläuterungen, Links, etc., wie ihr das bei manch anderem Test hier ganz toll gemacht habt.
Es geht nur mit der DELL Software und auch nur mit dem i1 Display Pro.
Was bedeutet dieser Satz eigentlich:

"Die Abweichungen in den Farbwerten ergeben sich vor allem aus dem Farbumfang des Bildschirms (und spielen bei der Bewertung keine Rolle). Er reicht standardmäßig deutlich über die hier verwendete sRGB-Referenz hinaus."

Ist das Bild in der Standardeinstellung nun gut oder schlecht?
Worauf bezogen? Bunte Farben, auf den sRGB Farbraum, auf den AdobeRGB Farbraum. Das kann nicht so einfach mit gut oder schlecht beantwortet werden.
@rocko: Durch den hohen Farbumfang kommt es bei der Messung mit sRGB als Referenz natürlich zu hohen Abweichungen, sofern die RGB-Patches unverändert angezeigt werden – was bei der Messung der Werkseinstellung der Fall ist. Zur Veranschaulichung hilft hier ein Blick auf den Farbraumvergleich in Lab (Seite 8 unten).

Die Darstellung ist in der Werkseinstellung mit sRGB-Inhalten und ohne Farbmanagement entsprechend bunt, was aber völlig normal ist. Für dieses Einsatzszenario sieht DELL ja den sRGB-Modus vor. Unschön ist aber die mäßige Graubalance, d.h. Neutraltöne werden nicht völlig ohne Farbstiche wiedergegeben. In den Bildmodi Custom-Color, sRGB sowie AdobeRGB ist das etwas besser.

Auf Seite 11 werden dagegen Messungen gezeigt, bei denen nach der Kalibration auf Basis von Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil transformiert wurde.
Danke.

Ist damit also gemeint, dass der Monitor in der Standard-Einstellung AdobeRGB verwendet und daher der Vergleich mit sRGB nicht sinnvoll ist.

Verstehe ich das so richtig?
In der Standardeinstellung findet, genau wie im Custom-Bildmodus (so soll es auch sein), keine Farbraumtransformation statt. Der native Farbumfang des Bildschirms geht noch über AdobeRGB hinaus (siehe Seite 9 oben). Die Bewertung von Abweichungen in bunten Farben macht nur in Emulationsmodi oder eben nach der Kalibration mit entsprechenden Transformationen Sinn.
Habe ein i1 Display Pro an meinen u2413 angeschlossen und per Hardware auf CAL1 kalibriert. Irgendwo las ich das nach neukalibrierung die Daten nicht vollständig überschrieben werden. Ist das noch der Fall?
"Die Schärfereglung verbleibt in Neutralstellung. Auffällig ist die problematische Darstellung bei 1920 x 1080 Pixeln"
Von den gezeigten Beispielen ist keins 1920x1080, oder stimmen nur die Bildunterschriften nicht?
Juddertest: Was sagt uns dieser Test und wie ist das vorliegende Testergebnis zu interpretieren und zu bewerten?
Steht doch da. 60 Hz werden ruckelfrei wiedergegeben, andere Bildwiederholfrequenzen wie 24Hz oder 50Hz werden dargestellt, aber mit Bildrucklern.
@schlorpy: Sicherheitshalber den Bildschirm vor der Hardwarekalibration in die Werkseinstellung zurücksetzen.

@62345sdf: Du siehst richtig. Das Ergebnis kannst du dir aber im Bericht zum U2713 ansehen.

@andi: Verstehe; aber was soll mir das jetzt sagen? Ich verstehe nicht, warum das getestet wird und wie ich das Ergebnis interpretieren soll. Ist nicht 60Hz die Standardwiederholfrequenz für diesen TFT? Weshalb sollte ich ihn mit 50 oder 75Hz betreiben wollen? Bedeutet das Ergebnis für mich, dass er das, was er können soll, perfekt kann, aber andere Frequenzen nicht so gut, obwohl ich die niemals verwenden würde!? Oder verstehe ich da was falsch? Und was bedeutet für mich der Zusatz "die Panelupdatefrequenz ist fix"?
Das ist ein weiteres gutes Beispiel für das, was ich weiter oben meinte: dass ich es super fände, wenn im Test mehr prosaische Erklärungen stünden; was warum getestet wird und vor allem was das Ergebnis konkret bedeutet. Quasi mehr Beratung, Coaching und Eure Meinung, anstatt lediglich Tests durchzuführen, die Ergebnisse zu notieren und die Interpretation der Daten uns zu überlassen, was mich zumindest hier an vielen Stellen als Laien fachlich überfordert. Es gibt viele Tests hier bei Prad, die das ausgezeichnet vormachen!
@62345sdf: Wenn du dir einmal die Seitenanzahl des Testberichtes ansiehst, sollte deutlich werden, dass ein größerer Umfang schlicht völlig unmöglich ist. Dein Feedback geht nicht verloren, aber die Quintessenz ist so einfach nicht richtig: Du implizierst, dass da mal eben – und ohne Rücksicht auf Verluste – etwas herunterschrieben wurde. Das ist nicht der Fall.

Dein Problem ist nicht vorenthaltenen Erklärungen geschuldet. Es basiert vielmehr auf den zahlreichen zusätzlichen Informationen, die bei Bildschirmen im Prosumer- und High-End-Segment ausdrücklich den Leser mit fundiertem Vorwissen ansprechen sollen. Dass in diesem Zusammenhang manche griffige Formulierung unter den Tisch fallen kann, sei dem Autor verziehen. Hier hilft ein Querlesen von anderen Berichten.

Um diese Art von Berichten vollständig auch für Leser ohne Vorwissen zu erschließen, müsste sehr umfangreiches Material vorgeschaltet werden. Durchgehendes Experten-Kauderwelsch hat in solchen Formaten dagegen nichts zu suchen. Das sehe ich hier aber nicht.

Zu deiner Frage: Um Mikroruckler zu vermeiden, muss die Frequenz des zugespielten Materials mit der Bildwiederholfrequenz des Bildschirms korrespondieren. Den Inhalt einer Blu-ray mit 24 Bildern pro Sekunde kannst du beispielsweise nicht ideal auf 60 Bilder pro Sekunde verteilen. Schließt du einen externen Blu-ray Player an den DELL an, kann der zwar ein entsprechendes Signal entgegennehmen, muss die Bilder aber auf die feste interne Frequenz (60Hz = 60 Bilder pro Sekunde) verteilen. Im TV-Bereich wäre das ein No-Go (hier kommen bei Bedarf sogar noch zusätzliche Zwischenbildberechnungen zum Einsatz), bei Computerbildschirmen ist es weiterhin ein übliches Verhalten.
@Denis vielen Dank, mach ich so sicherheitshalber da ich eh nur ein Profil nutze. Wobei erst am 27.5 neue Treiber und Version des Dell DCC rausgekommen sind.

Zwei Fragen hätt ich noch zum u2413:

1.Einmal ist es bei mir so das der Monitor nach Einschalten beim booten oder danach in den Energiesparmodus fährt, muss ihn erst aus und wieder anschalten damit er läuft. Ebenso wenn der PC in Standby geht wacht der Dell nicht daraus auf und ich muss ihn nochmal aus/anstellen. Angeschlossen ist er über Display Port mit beiliegendem Kabel.

2. Womit verifizier ich die Kalibrierung am besten? Hab den XRite iProfiler installiert und kann dort eine Messung starten, wo das Ergebnis mit PASS ausgegeben wird, aber keine genaueren Daten zu Luminanz etc.
@Denis:
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Einleitend möchte ich klarstellen, dass ich Euch hier weder beleidigen, noch unterstellen möchte, dass ihr nachlässig arbeitet. Falls das so rüberkam, möchte ich mich dafür entschuldigen.
Worum es mir hier vielmehr geht, ist, Euch konstruktives Feedback zu geben; und das ist konkret:

Viele Tests in diesem Bericht sind rein beschreibend und werden nur wenig oder gar nicht interpretiert (z.B. Wirkung Schärferegler, Juddertest, Skalierung: Ich bekomme jeweils Screenshots zu einem Test gezeigt, aber ich begreife nicht, was ich darauf suchen oder erkennen soll, weil sie kommentarlos gezeigt werden. Selbst wenn ich erahne, was gemeint ist, weiß ich nicht, wie das Ergebnis relativ zu anderen Monitoren zu bewerten ist, weil ich nicht den aktuellen Marktvergleich habe).

Dies wäre IMHO ok, wenn die Zielgruppe Eurer Testberichte professionelle Monitortechniker/ Monitortester wären, die sich mit Hilfe der Faktenlage ihr eigenes Urteil bilden können.

Als Prosumer/Professional jedoch bin ich in erster Linie Monitor_anwender_. Ich habe mich in die Theorie im Laufe der Jahre eingelesen (auch schon so manchen PRAD-Test), etc. aber dennoch fehlt mir etwas entscheidendes: Eure Erfahrung und Euer Überblick über den aktuellen Monitormarkt.

Deshalb wäre es hilfreich, wenn jeder Test mit einem kurzen *wertenden* Fazit enden würde. Das muss kein Roman sein, es reicht manchmal einfach ein kleiner Nebensatz wie z.B. "Das ist ein guter Wert", "das ist schlecht, aber normal für diese Preisklasse", "das ist nur mäßig, aber für Bildbearbeitung noch akzeptabel", "damit kann der Monitor Blu-Ray mit x Hz zwar annehmen, aber nicht ruckelfrei darstellen.".
Hilfreich wäre dazu auch, wenn für jeden Test ein Lexikon-Eintrag verlinkt wäre. Die Antwort von Dir (danke!) zur Frequenz wäre ja schon perfekt gewesen, um den Test und vor allem das Ergebnis zu verstehen, mehr hätte es gar nicht gebraucht.

Und im Gesamtfazit sollte klar formuliert sein, wie gut der Monitor für Bildbearbeitung nun ist.
Frage zu Kalibration:
Wenn ich die Schaubilder und Tabellen zur Kalibration ansehe, dann erscheint es mir so, als seien die Ergebnisse der Software-Kalibration (SK) durchweg besser, als die der Hardware-Kalibration (HK) (Vergleiche jeweils pärchenweise z.B. "Profilvalidierung" mit "Profilvalidierung (i1 Display Pro => i1 Pro; Farbraum: Benutzerdefiniert)" oder "Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)" und "Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB", etc..
Kann ich daraus schließen, dass sich die HK bei diesem Gerät gar nicht lohnt und man besser nur eine SK durchführt?! Oder ist die HK vorzuziehen, weil sie zwar tendenziell weniger akkurat ist, aber die SK die beschriebenen farblichen Ausreißer im Grauverlauf erzeugt und die HK nicht?
Kann es sein, dass man mit einem anderen SK-Tool (z.B. dispcalGUI in der höchsten Qualitätsstufe) ein Ergebnis mit Stützstellen erzielt, welches diese farblichen Ausreißer verhindert, oder ist das unabhängig vom Kalibrierungstool?
Danke & VG!
Jein. Die schlechteren Ergebnisse beruhen hier auf dem simplen Umstand, dass wir in unserer Validierungssoftware nicht die gleiche Sonde verwenden konnten, die während Kalibration und Profilierung aus der DELL Software genutzt wurde (i1 Pro vs. i1 Display Pro). Beim UDACT ("UGRA Test") war das dagegen möglich.

Unsere Kritik an DELLs Kalibrationslösung bezieht sich vor allem auf fehlende Einstellmöglichkeiten (abgesehen von der Leuchtdichte) bei der Farbraumauswahl nativ. Hier soll in Zukunft nachgebessert werden. Potentiell problematisch ist auch die Anpassung der Leuchtdichte erst zum Ende des Kalibrationsprozesses hin. Das sorgt beim hier etwas instabilen U3014 für unschöne Verschiebungen beim Weißpunkt.

Derzeit gibt es also noch paar Verbesserungsmöglichkeiten.
@Denis: Danke für Deine Antwort!
Die Dell-Kalibrationssoftware hat offenbar die Bezeichnung "Crippleware" verdient, so beschnitten und eingeschränkt wie sie ist :-) Des Weiteren haben wir zwar bereits 2 Colorimeter, aber leider kein i1 Display Pro, so dass wir extra für die drei anzuschaffenden Dell U2413 noch ein weiteres Colorimeter dazuholen müssten.

Insofern stellt sich mir die Frage, ob nicht bereits die Software-Kalibration für farbverbindliche (non-mission-critical)-Arbeiten in sRGB und Adobe RGB völlig ausreichend ist. Soweit ich das verstehe, sind die Ergebnis-Schaubilder der Software-Kalibration (S.11) ja schon fast perfekt (für diese Preiskategorie), mit Ausnahme der angesprochenen Grauverlaufs-Farbausreißer-Problematik, oder?
Wie schätzt Du das für die Fotografie-Praxis ein, ist das akzeptabel/geringfügig/zu vernachlässigen? Oder ist es ein krasses K.O.-Kriterium, so dass wir lieber zum zusätzlichen Kalibrator greifen sollten?

Und vor allem: wie ist denn Dein Gesamtfazit zum U2413 bezüglich farbverbindliches Arbeiten, als Endfazit, das die Erkenntnisse aller einzelnen Tests insgesamt berücksichtigt?
VG

P.S: Kann man die beiden Speicherslots Cal1 & Cal2 eigentlich auch für die manuell vorgenommenen Einstellungen im Rahmen der Software-Kalibration verwenden? Oder hat man für SK nur die eine "Custom Color"-Einstellung des OSD zur Verfügung?

P.P.S.: Wie ist Eure Erfahrung bezüglich Nachbesserungen von Kalibrations-Software (und Firmware) der Monitor-Hersteller? Kann man da tatsächlich auf baldige Updates hoffen, oder wäre das eher die glückliche Ausnahme, wenn Dell tatsächlich diese Crippleware aufpimpen würde?
Hm,
da bin ich doch iretiert..
Bei den Testangaben heisst es : RGB 100% Adobe RGB 100%...und so weiter...alles gut und noch besser..
Mit meinem Spyder 4 Pro gemessen, ergeben sich volgende Werte: RGB 98% ,AdobeRGB 75%,...NTSC micrige 65%..
Also warum so ein gewaltiger Unterschied zu den von PRAD gemessenen(?) Werten?
Du hast mit den Ergebnissen in jedem Fall keinen Monitor mit erweitertem Farbraum vermessen. Ob nun 98 oder 100 %, dass können Unterschiede beim Messverfahren sein, zumal wir mit einem Spectralphotometer und nicht mit einem Colorimeter messen. Aber bei 75 zu 100 % bei aRGB ist Dir beim Messen ein Fehler unterlaufen oder es ist kein Gerät mit erweitertem Farbraum. Solche Unterschiede sind nicht zu erklären. Und da der Dell einen erweiterten Farbraum hat, würde ich jetzt mal auf Dich als Fehlerquelle tippen.

Anzeigen
© 2002 - 2016 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung | TechResearch Magazin
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!

Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!