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TESTBERICHT: NEC PA242W-BK Teil 4


Bildqualität und Signalverarbeitung

Allgemein

NEC greift für den PA242W auf das LM240WU9 von LG zurück. Das 24-Zoll große AH-IPS Panel kommt unter anderem auch im DELL U2413 zum Einsatz. Weitere Hersteller werden folgen. Seine Hintergrundbeleuchtung basiert auf seitlich verbauten LEDs. Grüne und blaue Dioden wurden mit einer speziellen roten Beschichtung versehen, um weißes Licht mit den gewünschten Spektraleigenschaften zu emittieren. Im Unterschied zu weithin üblichen W-LED-Implementierungen – bestehend aus blauen LEDs mit gelber Beschichtung – ist der Farbumfang deutlich erhöht. CCFL-Röhren haben daher auch in diesem Segment ausgedient.

GB-r-LED-Spektrum (i1 Pro; optischer Bandpass: 10nm)

Die 14bit 3D-LUT sorgt für eine akkurate und verlustfreie Reproduktion eingehender Signale. Das Panel wird intern über eine LVDS-Schnittstelle mit 10bit pro Farbkanal angesteuert, die für den Paneltreiber visuell verlustfrei auf 8bit pro Farbkanal reduziert werden. Das zu diesem Zweck eingesetzte FRC-Dithering bleibt durchweg unauffällig.

Wir können in keinem Bildmodus störende Farbabrisse ausmachen. Damit bleibt der volle Tonwertumfang des zugespielten Signals erhalten. Beliebige Veränderungen über das OSD führen zu keiner Verschlechterung. Selbst nach einer Softwarekalibration mit verschiedenen Parametern ändern sich an diesem positiven Bild nichts: Dank präziser Elektronik, umfangreicher Einstellmöglichkeiten und hervorragender Werkskalibration sind nur marginale Korrekturen über die LUT der Grafikkarte nötig. Der Unterschied zu einer Hardwarekalibration ist meist gering.

Über den DisplayPort-Eingang können Signale mit 10bit pro Farbkanal zugespielt werden. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme.

Die subjektive Bildqualität ist sehr gut. Großen Anteil hat daran die präzise und neutrale Darstellung in allen Bildmodi. Zusammen mit der hohen Blickwinkelstabilität kann der NEC PA242W schon vor der Kalibration voll überzeugen. Die Overdrive-Schaltung agiert zurückhaltend und produziert nur wenig Artefakte.

Einziger Wermutstropfen: In dunklen Tonwerten zeigt das Panel eine leichte vertikale Streifenbildung. Sie ist nur bei starker Annäherung sichtbar. Ob dieser Effekt in der Serie auftritt ist ungewiss: Beim DELL U2413 konnten wir dergleichen nicht feststellen. Als ausgesprochen positiv erweist sich dagegen LGs Paradigmenwechsel in Bezug auf die Antireflexbeschichtung. Irritierende Körnungs- bzw. Glitzereffekte bleiben aus. Reflexionen werden dennoch hinreichend reduziert.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Die Paneloberfläche des PA242W ist mattiert und zeigt einen seidigen Glanz. Von hinten oder seitlich einfallendes Fremdlicht wird wirksam gestreut, die Entspiegelung ist aber nicht ganz so effektiv wie bei stärker mattierten Displays.

Das Coating des PA242W ist seidenglänzend.

Die einzelnen Subpixel erscheinen in der Makroaufnahme etwas verschwommen, zudem ist eine leichte Körnung in der Oberflächenstruktur zu erkennen. Für die Schärfeleistung ist das nicht negativ.

Interpolation

Der NEC PA242W verarbeitet unsere Testsignale in reduzierte Auflösung gut. Eine Skalierung über die Grafikkarte verbessert die Darstellung nicht – im Gegenteil: Meist ist das Ergebnis schlechter. Der Schärferegler sollte allerdings nicht deutlich über die Neutralstellung angehoben werden. Unschöne Doppelkonturen wären die Folge. Die benutzerdefinierte Skalierung erlaubt eine flexible Anpassung der Darstellung an unterschiedlichste Formate. Damit ist auch die verzerrungsfreie Wiedergabe von SD-Signalen möglich. Inzwischen reicht der Regelungsbereich aus, um Letterbox-Material mit 16:9 Inhalt vollflächig anzuzeigen.

Bei Verwendung des HDMI-Eingangs kann das Signal mit einem Overscan von etwa zwei Prozent beaufschlagt werden.

Die Skalierungsoptionen.

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2 Kommentare vorhanden


Treten beim PA242W wirklich bei 60% der Monitore Pixelfehler auf oder bezieht sich die Aussage im Fazit zum Test allein auf die von Ihnen getesteten fünf Modelle?

Grüße

bennyd
Drei von fünf NEC PA242W, die über den Handel erworben wurden, ... Natürlich wurden diese 5 Monitor von uns erworben und der Satz ist lediglich eine Feststellung, mehr aber auch nicht.

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