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TESTBERICHT: LG 24GM77-B Teil 6


Interpolation

In diesem Bereich gewährt LG die maximale Kontrolle, denn der Benutzer darf selbst entscheiden, ob ein Bild über den ganzen Bildschirm (Breitbild) oder innerhalb seiner Seitenverhältnisse gestreckt werden soll bzw. pixelgenau auf dem Monitor angezeigt wird. Diese Optionen können jederzeit über das Menü ausgewählt werden. Für den Interpolationstest wurde zur Streckung auf das gesamte Display zurückgegriffen.

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Bei der Standardeinstellung 50 treten in der nativen Auflösung keine Farbsäume auf. Interessant ist auch, dass niedrigere Werte eine deutliche Unschärfe hervorrufen, während höhere Werte subjektiv keinen Einfluss auf das Bild haben.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist wie zu erwarten sehr gut. Bei 1.280 x 720 nimmt diese allerdings ab. Ab 10 Punkt Arial kann ein Text gelesen werden. Damit ist die Skalierung allerdings immer noch gut. Außerdem kann man bei Bedarf auf pixelgenaue Skalierung umschalten und erhält die gleiche Schärfe wie bei nativer Auflösung, nur auf einem kleineren Bildausschnitt. Ansonsten bleibt die herunterskalierte Schrift sauber mit minimaler Unschärfe.

Bei der Testgrafik hinterlässt der Monitor jedoch eine weniger gute Darstellung. Die feinen Streifen der nativen Auflösung weichen dickeren, undefinierten Linien. Das gesamte Gitterbild wirkt unscharf.

Reaktionsverhalten

Den LG 24GM77-B haben wir in nativer Auflösung bei 60Hz und 144Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der CtC-Messwert geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50% Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunkts gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Bei den folgend Grafiken ist folgendes zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir bei einem Großteil der Grafiken unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 Millisekunde für GtG genannt. Der LG besitzt vier Reglerpositionen für seine Overdrive-Funktion (aus, tief, mittel und hoch). In der Werkseinstellung ist die Option "mittel" aktiviert.

60Hz Overdrive "aus"

Mit Overdrive "aus" bei 60Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 21,1 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 6,7 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt lange 25,9 Millisekunden. Ein CtC Wert von 17,8 ist ebenfalls nicht sonderlich schnell. Der Helligkeitsverlauf ist völlig neutral.

60Hz (Overdrive: aus): gemächliche Schaltzeiten und keine Überschwinger.

60Hz Overdrive "mittel"

Bei 60Hz und der Overdrive-Stellung "mittel" ist der 24 Zoll Gaming-Monitor schon richtig schnell. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit schnellen 5,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit lediglich 2,2 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 4,8 Millisekunden und der CtC-Wert reduziert sich auf schnelle 3,8 Millisekunden.

In dieser Einstellung werden die Reaktionszeiten effektiv gekürzt, die Abstimmung ist weiterhin neutral. Obwohl man die Beschleunigung deutlich erkennen kann, bleibt diese jedoch noch klar auf der Ideallinie.

60Hz (Overdrive: mittel): sehr schnelle Schaltzeiten und keinerlei Überschwinger.

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3 Kommentare vorhanden


Die Einleitung könnte aus einem LG-Werbeprospekt sein. Wenn ich dann noch sowas lese: "Das Display selbst lässt sich komfortabel einstellen. Um es einer zu hohen oder zu niedrigen Sitzposition anzupassen, kann man den Monitor 5 Grad nach vorne und 20 Grad nach hinten neigen" oder "denn auch Komfort und Verarbeitung sind bei diesem Monitor groß geschrieben", dann ist es wirklich Werbung.
Ein nicht höhenverstellbarer Monitor ist auf preiswert produziert und am falschen Ende gespart worden, weil so unbrauchbar. Mit Neigung eine falsche Höhe ausgleichen sollte nicht noch in den höchsten Tönen gelobt werden.
Edit: Stimmt, der Standfuss wird 2x beschrieben. Gut dann sorry.
Hallo MuLatte,
der Monitor besitzt ebenfalls eine Höhenverstellung von 10cm. Dies wird im Test auch erwähnt.
Damit lässt sich der Monitor in alle Richtungen drehen, wenden und verschieben. Da sich die Mechanik ohne Knarren bewegen lässt und trotzdem fest hält, kann man von einer guten Verarbeitung sprechen.

Beste Grüße,
Martin
In der Einleitung gehen wir meist auch auf die Werbeversprechen des Herstellers, sowie die technischen Spezifikationen vom Hersteller ein. Und im Test selbst wird dann überprüft, ob die Versprechen auch eingehalten werden.

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