Test Monitor LG 24GM77-B
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Der LG 24GM77-B liefert eine sehr konstante Leistung bei den Reaktionszeiten und erreicht mit aktiviertem Overdrive – fast unabhängig von der Helligkeit – stets ausgezeichnete Werte.

Lg 24gm77 B Monitor 60hz Netz Aus
Lg 24gm77 B Monitor 144hz Netz Aus
60Hz Overdrive „aus“ (links) und 144Hz Overdrive „aus“ (rechts).
Lg 24gm77 B Monitor 60hz Netz Mittel
Lg 24gm77 B Monitor 144hz Netz Mittel
60Hz Overdrive „mittel“ (links) und 144Hz Overdrive „mittel“ (rechts).
Lg 24gm77 B Monitor 60hz Netz Hoch
Lg 24gm77 B Monitor 144hz Netz Hoch
60Hz Overdrive „hoch“ (links) und 144Hz Overdrive „hoch“ (rechts).

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim LG 24GM77-B messen wir mit 1,4 Millisekunden bei 60Hz und 144Hz eine sehr kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 2 Millisekunde ebenfalls sehr kurz, insgesamt macht das sensationelle 3,4 Millisekunden.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des LG 24GM77-B arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit kommt es nicht zu einem Flackern und dies schont die Augen.

Lg 24gm77 B Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Besonders interessant wird der Praxistest bei der Bewertung der Reaktionszeit. Im ersten Test mit PixPerAn kann das 1 ms schnelle TN Panel bereits ohne Overdrive mit einer guten Schärfe bei bewegten Objekten punkten. Der dreifache Overdrive ist gut abgestimmt und bietet eine gute Abstufung. Mit der aggressivsten Stufe werden Objekte klarer nachgezeichnet, dennoch sind nur minimale Doppelkonturen zu beobachten. Diese fallen allerdings nur auf, wenn man ihnen auch Beachtung schenkt. Damit bietet LG einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Qualität.

Bei einem Test von Rollen- und MOBA-Spielern wie League of Legends und Skyrim kann der LG 24GM77-B richtig punkten. Sowohl Spielbewegungen als auch die Namen von Spielern sind in der Bewegung noch gut zu erkennen. Selbst Drehungen im Kampf, um zum Beispiel Angriffe von hinten abzuwehren können ohne sichtlichen Schärfeverlust gemeistert werden. Das Bild stellt sich in kürzester Zeit wieder ein.

Nun testen wir, ob bei maximaler Leistung in First Person Shootern die Bildqualität bei höchster Overdrive-Stufe ebenfalls Bestand hat. In Counterstrike: Global Offensive kann der LG Monitor sein Potential richtig ausspielen. Im 60Hz Modus kann er zwar „nur mithalten“, jedoch bietet er unter 120Hz und 144Hz eine sehr gute Reaktionszeit. Spitzenklasse im Punkt „flüssige Bilddarstellung“ kann jedoch dem 120Hz Modus in Verbindung mit dem Modus Motion 240 attestiert werden. Subjektiv ist es verdammt schwer Unschärfen oder Bildruckeln ausfindig zu machen. LG hat hier seine Hausaufgaben gemacht und bietet dem Spieler ein flüssiges Spielerlebnis, das seinesgleichen erst finden muss.

Allerdings sollte hier noch einmal erwähnt werden, dass der Benutzer einen potenten Computer vorweisen sollte, der mit einer leistungsstarken Grafikkarte ausgestattet ist, um die entsprechende Frequenz von 120Hz bzw. 144Hz mit ebenso vielen fps aufzufüllen. Bei einem Test mit 60 fps im 120Hz Modus und Motion 240 wirkt das Bild teilweise sogar schwerfälliger und verwaschener als im 60Hz Modus mit 60 Bildern pro Sekunde.

Sound

Tonsignale verarbeitet der LG 24GM77-B nur über die HDMI-Eingänge oder DisplayPort. Wiedergegeben kann der Sound dann über Kopfhörer, die an der 3,5 mm Buchse angeschlossen werden. Die Lautstärke kann über das Menü des Monitors gesteuert werden. Die Lautstärkeregelung findet man am Anfang des Menüs unter „Einfache Kontrolle“ oder direkt über die Pfeiltasten der Schnellwahl. Eine Stummschaltung (Mute) gibt es ebenfalls.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die zwei HDMI-Buchsen des LG 24GM77-B angeschlossen werden. Hierüber kann ebenfalls der Ton an den Kopfhörerausgang weitergeleitet werden. Beim Anschluss eines PC über DVI bleibt der Ton dagegen außen vor, denn separate Audioeingänge sind nicht vorhanden.

Im Menü lässt sich bereits eine Voreinstellung für Filme (Bildmodus Cinema) finden. Dieser wirkt noch einmal heller als die Werkseinstellung. Individuelle Anpassungen sind in diesem Modus allerdings kaum möglich.

In der Konfiguration Cinema lassen sich nur noch simple Einstellungen wie Helligkeit und Kontrast vornehmen. Diese sind gesondert von der Cinema Einstellung. Im Einsatz wirken die Farben frisch und natürlich. Lediglich sehr dunkle Szenen verlieren etwas an Atmosphäre, da die Graustufen zwar klar differenzierbar waren, jedoch um einiges zu hell sind. Helle Szenen wie in Gladiator beim Eintritt in die Arena wurden glänzend und prachtvoll dargeboten. Insgesamt eine respektable Leistung für einen Gaming-Monitor.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1080 skaliert der LG 24GM77-B erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild. Will man jedoch ein 4:3-Bild der SD-Auflösungen ohne Verzerrung wiedergeben, muss im Menü des Monitors das Bildverhältnis auf 1:1 gestellt werden, damit eine pixelgenaue Wiedergabe erfolgt. Zudem gibt es noch die Option im richtigen Seitenverhältnis zu Strecken. Dafür steht die Option „Original“ beim Seitenverhältnis bereit.

Halbbildmaterial wird laut Handbuch als 480i, 576i und 1080i angenommen. Beim Test mit 1080i ist im gesamten Bild ein Flimmern zu beobachten. Besonders bei Schriften und Standbildern fällt dies ins Gewicht. Bei bewegten Bildern fällt es weniger auf. Zwar ist es nicht komfortabel ganze Filme mit dem Gerät bei 1080i anzuschauen, jedoch ist es mehr als ausreichend, um Kameraaufnahmen zu sichten.

3 KOMMENTARE

  1. In der Einleitung gehen wir meist auch auf die Werbeversprechen des Herstellers, sowie die technischen Spezifikationen vom Hersteller ein. Und im Test selbst wird dann überprüft, ob die Versprechen auch eingehalten werden.

  2. Hallo MuLatte,
    der Monitor besitzt ebenfalls eine Höhenverstellung von 10cm. Dies wird im Test auch erwähnt.
    Damit lässt sich der Monitor in alle Richtungen drehen, wenden und verschieben. Da sich die Mechanik ohne Knarren bewegen lässt und trotzdem fest hält, kann man von einer guten Verarbeitung sprechen.

    Beste Grüße,
    Martin

  3. Die Einleitung könnte aus einem LG-Werbeprospekt sein. Wenn ich dann noch sowas lese: „Das Display selbst lässt sich komfortabel einstellen. Um es einer zu hohen oder zu niedrigen Sitzposition anzupassen, kann man den Monitor 5 Grad nach vorne und 20 Grad nach hinten neigen“ oder „denn auch Komfort und Verarbeitung sind bei diesem Monitor groß geschrieben“, dann ist es wirklich Werbung.
    Ein nicht höhenverstellbarer Monitor ist auf preiswert produziert und am falschen Ende gespart worden, weil so unbrauchbar. Mit Neigung eine falsche Höhe ausgleichen sollte nicht noch in den höchsten Tönen gelobt werden.
    Edit: Stimmt, der Standfuss wird 2x beschrieben. Gut dann sorry.

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