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TESTBERICHT: Philips 242G5DJEB Teil 7


Interpolation

Obwohl die native Auflösung von 1920x1080 bevorzugt werden sollte, gibt es immer wieder Situationen, die es erfordern, den Monitor bei geringerer Auflösung zu betreiben, z.B. bei Betrieb eines Notebooks oder bei älteren Spielen, die eine HD-Auflösung nicht zulassen.

Wird ein externes Gerät mit einer anderen Auflösung angeschlossen, reagiert der 242G5DJEB zunächst mit einer bildschirmfüllenden Darstellung, solange diese Auflösung dem 16:9 Format entspricht und rechnet das Bild hoch. Bei allen Formaten mit anderen Seitenverhältnissen übernimmt das Gerät diese Einstellung, wobei folgerichtig die berühmten schwarzen Balken erscheinen.

Leider reagiert der Monitor am PC etwas anders. Dort wird alles bildschirmfüllend dargestellt, egal welches Seitenverhältnis auch eingestellt wird. Kreise erscheinen nicht mehr rund und alles ist verzerrt. Durch das aktivieren der Funktion "Panel Size" im Untermenü "SmartSize", das eigentlich dafür gedacht ist, Spiele auf verschiedenen Größen von Bildschirmen zu simulieren, kann Abhilfe bei diesem Problem geschaffen werden. Dort hat man die Wahl zwischen den Seitenverhältnissen 5:4, 16:10 und 16:9, die mit verschiedenen Zollangaben gepaart sind.

Dieses Seitenverhältnis wird dann in einem kleineren Bildausschnitt mit den berühmten Trauerrändern angezeigt. Komischerweise ist es nicht möglich am Monitor selbst auf ein 4:3 Seitenverhältnis umzuschalten. Hierzu muss erst umständlich die Software "SmartControl" aktiviert werden. Dort findet man diese Funktion unter "Auflösung", aber auch nur, wenn der Monitor per VGA betrieben wird, ansonsten fehlt diese Einstellungsmöglichkeit einfach.

Das Ganze hin und her nervt enorm und ist für Laien nur sehr schwer zu bewerkstelligen. Zudem muss "SmartControl" bei einigen Einstellungsveränderungen ziemlich lange "nachdenken", so dass wir glaubten, dass uns gleich der Rechner abstürzen würde.

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Der eingestellte Wert von 50 ist der einzige Wert der ein gutes Bild abgibt. Bereits eine Stufe höher oder tiefer ruft hässliche Schatten hervor.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Bei nativer Auflösung gibt es keinen Grund zur Klage. Bei einer Auflösung von 1280x720 wirkt der Text etwas unscharf aber keinesfalls unleserlich. Durch den hinzugewonnenen Platz müssen dem Bild Informationen hinzugefügt werden, was in Form von grauen Pixeln passiert. Dadurch entstehen dickere Konturen, was diesen Unschärfeeindruck ausmacht.

Auch bei anderen Auflösungen erscheint Text zwar verschwommen, aber immer gut leserlich. Das gilt auch für fetten Text. Farbsäume wurden ebenfalls nicht beobachtet. Das Gitter der Testgrafik erscheint jedoch etwas grob und ziemlich verwischt. Bei feinen Strukturen geht der 242G5DJEB leider etwas zu unbesonnen ans Werk.

Reaktionsverhalten

Den 242G5DJEB haben wir in nativer Auflösung am DVI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt finden wir zwei Angaben für die Reaktionszeit: 5 Millisekunden normal, sowie 1 Millisekunde GtG mit Smart Response. So heißt bei Philips die Beschleunigungsoption. Bei 60 Hz bietet sie die Stufen Aus, Schnell, Schneller und Am Schnellsten mit der Voreinstellung Aus. Bei den höheren Bildfrequenzen gibt es keine Auswahl mehr.

In der Werkseinstellung Aus bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 19,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 19,0 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 27,3 Millisekunden.

Werkseinstellung 60 Hz Smart Response aus: sehr lange Anstiegszeiten, keine Überschwinger.

Das linke Chart zeigt die typischen Ergebnisse eines unbeschleunigten TN-Panels: sehr lange Anstiegszeiten, kurze Abfallzeiten. Dementsprechend sehen wir im rechten Chart (Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent) keinerlei Überschwinger – im Gegenteil benötigt das Panel die Zeit von zwei Bildframes, bis der Helligkeitswechsel komplett abgeschlossen ist. Für schnelle Szenen bei Videos ist diese Charakteristik nachteilig, denn Bildteile mit mittleren Kontrasten verlieren ihre Zeichnung und laufen zu.

60 Hz Smart Response Schnellstens: sehr kurze Schaltzeiten mit akzeptablen Überschwingern.

In der höchsten Einstellung Schnellstens ändert sich das Verhalten grundlegend. Die Anstiegszeiten achteln sich überall, die Abfallzeiten gehen auch bei den dunkleren Grauwechseln auf Werte unter 2 Millisekunden zurück. Erfreulicherweise bleiben die Überschwinger dennoch in einem vernünftigen Rahmen. Trotz sehr kurzer Schaltzeiten muss man daher nicht mit übermäßigen Artefakten rechnen.

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