Test Monitor Philips 242G5DJEB
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Interpolation – Teil 2

Dieses Seitenverhältnis wird dann in einem kleineren Bildausschnitt mit den berühmten Trauerrändern angezeigt. Komischerweise ist es nicht möglich am Monitor selbst auf ein 4:3 Seitenverhältnis umzuschalten. Hierzu muss erst umständlich die Software „SmartControl“ aktiviert werden. Dort findet man diese Funktion unter „Auflösung“, aber auch nur, wenn der Monitor per VGA betrieben wird, ansonsten fehlt diese Einstellungsmöglichkeit einfach.

Das Ganze hin und her nervt enorm und ist für Laien nur sehr schwer zu bewerkstelligen. Zudem muss „SmartControl“ bei einigen Einstellungsveränderungen ziemlich lange „nachdenken“, so dass wir glaubten, dass uns gleich der Rechner abstürzen würde.

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Der eingestellte Wert von 50 ist der einzige Wert der ein gutes Bild abgibt. Bereits eine Stufe höher oder tiefer ruft hässliche Schatten hervor.

Philips 242g5djeb Monitor Gitter Nativ
Philips 242g5djeb Monitor Gitter 720
Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.
Philips 242g5djeb Monitor Text Nativ
Philips 242g5djeb Monitor Text 720
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Bei nativer Auflösung gibt es keinen Grund zur Klage. Bei einer Auflösung von 1280×720 wirkt der Text etwas unscharf aber keinesfalls unleserlich. Durch den hinzugewonnenen Platz müssen dem Bild Informationen hinzugefügt werden, was in Form von grauen Pixeln passiert. Dadurch entstehen dickere Konturen, was diesen Unschärfeeindruck ausmacht.

Auch bei anderen Auflösungen erscheint Text zwar verschwommen, aber immer gut leserlich. Das gilt auch für fetten Text. Farbsäume wurden ebenfalls nicht beobachtet. Das Gitter der Testgrafik erscheint jedoch etwas grob und ziemlich verwischt. Bei feinen Strukturen geht der 242G5DJEB leider etwas zu unbesonnen ans Werk.

Reaktionsverhalten

Den 242G5DJEB haben wir in nativer Auflösung am DVI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt finden wir zwei Angaben für die Reaktionszeit: 5 Millisekunden normal, sowie 1 Millisekunde GtG mit Smart Response. So heißt bei Philips die Beschleunigungsoption. Bei 60 Hz bietet sie die Stufen Aus, Schnell, Schneller und Am Schnellsten mit der Voreinstellung Aus. Bei den höheren Bildfrequenzen gibt es keine Auswahl mehr.

In der Werkseinstellung Aus bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 19,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 19,0 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 27,3 Millisekunden.

Philips 242g5djeb Monitor Resp 60 Aus
Werkseinstellung 60 Hz Smart Response aus: sehr lange Anstiegszeiten, keine Überschwinger.

Das linke Chart zeigt die typischen Ergebnisse eines unbeschleunigten TN-Panels: sehr lange Anstiegszeiten, kurze Abfallzeiten. Dementsprechend sehen wir im rechten Chart (Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent) keinerlei Überschwinger – im Gegenteil benötigt das Panel die Zeit von zwei Bildframes, bis der Helligkeitswechsel komplett abgeschlossen ist. Für schnelle Szenen bei Videos ist diese Charakteristik nachteilig, denn Bildteile mit mittleren Kontrasten verlieren ihre Zeichnung und laufen zu.

Philips 242g5djeb Monitor Resp 60 F3
60 Hz Smart Response Schnellstens: sehr kurze Schaltzeiten mit akzeptablen Überschwingern.

In der höchsten Einstellung Schnellstens ändert sich das Verhalten grundlegend. Die Anstiegszeiten achteln sich überall, die Abfallzeiten gehen auch bei den dunkleren Grauwechseln auf Werte unter 2 Millisekunden zurück. Erfreulicherweise bleiben die Überschwinger dennoch in einem vernünftigen Rahmen. Trotz sehr kurzer Schaltzeiten muss man daher nicht mit übermäßigen Artefakten rechnen.

Philips 242g5djeb Monitor Resp 120
120 Hz: wieder lange Anstiegszeiten, keine Überschwinger.

Bei 120 Hz erweist sich die fest vorgegebene Einstellung als erstaunlich langsam. Eine Overdrivewirkung ist nicht erkennbar, im Grunde entspricht das Ergebnis der unbeschleunigten 60 Hz-Einstellung dividiert durch zwei und bleibt damit weit hinter den Zeiten mit Overdrive zurück.

Philips 242g5djeb Monitor Resp 144
144 Hz: etwas schneller als bei 120 Hz.

Bei 144 Hz ist es dasselbe, nur noch einmal 10 Prozent schneller. Dennoch bleibt das Panel weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, die es uns bei 60 Hz mit maximalem Overdrive so mühelos bewiesen hat. Ein wenig mehr Gas hätten die Entwickler also schon geben können und auch sollen, denn im hier anvisierten Kreis engagierter Gamer zählt letztlich jede Millisekunde.

Als Allroundeinstellung erweist sich die Smart Response-Einstellung Schnell, Videofreunde können es auch mit der nächsthöheren Einstellung Schneller versuchen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim 242G5DJEB messen wir eine schon recht lange Signalverzögerung von 16,9 Millisekunden, das kommt heute nur noch selten vor. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 2,9 Millisekunden (Smart Response Schnellstens) ausgesprochen kurz, dennoch sind 19,2 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz bei 60 Hz nicht konkurrenzfähig.

Bei den höheren Bildfrequenzen bessert sich die Situation, denn die Signalverzögerung verkürzt sich im selben Maße wie sich die Bildfrequenz erhöht. Bei 120 Hz messen wir 8,9 Millisekunden, bei 144 Hz dann 6,7 Millisekunden. Leider bringt der fehlende Overdrive jetzt aber längere Zeiten für die halbe mittlere Bildwechselzeit mit sich. Das Ergebnis wirkt insgesamt wenig durchdacht.

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