Test Monitor Philips 242G5DJEB
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Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des 242G5DJEB arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Selbst bei voll aufgedrehtem Backlight werden Pausen eingelegt, die hier mit über 10 Prozent Pausenanteil (entspricht einer Tastrate von weniger als 90 Prozent) ungewöhnlich groß sind. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt unser Chart die PWM-typische Rechteckschwingung, die Schaltfrequenz beträgt 240 Hz mit einer Tastrate von nur 39 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass besonders empfindliche Menschen vom Backlight-Flimmern beeinträchtigt werden, ist hoch.

Philips 242g5djeb Monitor Back
LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Da der 242G5DJEB als „Gaming-Monitor“ beworben wird, ist natürlich der subjektive Eindruck äußerst wichtig. Getestet wurde an den Spielen „Tomb Raider“ und „Call of Duty Black Ops“. Erwartungsgemäß stellt das Testgerät bei der Einstellung auf 144Hz die Inhalte klar und ruckelfrei dar.

Es wird viele Leser geben, die dies für Spinnerei halten, doch wenn man erst einmal auf dieser Bildwiederholungsfrequenz ausgiebig gespielt hat, weiß man diesen Vorteil zu schätzen. Ein besonderer Vorteil liegt hier besonders bei First Person Shooter, denn hier macht sich die 144Hz Technologie sehr positiv bemerkbar. Muss man bei 60Hz erst mal die Orientierung zurückgewinnen, kann man sich bei 144Hz wieder viel schneller um das Wesentliche kümmern. Ghosting oder Bewegungsartefakte konnte zu keiner Zeit wahrgenommen werden.

Philips hat sich unserer Meinung nach mit den anderen voreingestellten Spielmodi keinen großen Gefallen getan. Man merkt Sie im Grunde gar nicht, oder sie fallen negativ auf. Wie schon eingangs erwähnt, werden hier einzig die Farben und die Schärfe verstellt. Negativ wirkt sich die Schärfeeinstellung auf Schriften aus, da sie im Hintergrund hässliche Schatten wirft, aber sonst keinen fühlbaren Vorteil bringt.

Ein recht guter Ansatz ist die Funktion „SmartFrame“, die jedoch schon andere Hersteller anbieten. Hier kann man einen Bildausschnitt aufhellen und somit sehr dunkle Passagen aufhellen und evtl. versteckte Gegner schneller ausfindig machen. Leider ist diese Funktion im laufenden Spiel fast nutzlos, da der Bildschirm ca. 2,5 Sekunden dunkel bleibt um diesen Modus ein bzw. auszuschalten. So viel Zeit hat man selbst mit einem 144Hz-Monitor nicht.

Sound

Lautsprecher werden am 242G5DJEB nicht geboten, jedoch ist es möglich Tonsignale von HDMI per 3,5 mm Klinke an Kopfhörern oder einem externen Lautsprechersystem weiterzuleiten. Bei dieser Art von Monitor fehlen Lautsprecher eigentlich auch gar nicht, da die Zielgruppe in der Regel zu leistungsfähigeren Audiosystemen greift und integrierte Lautsprecher an flachen Monitoren baubedingt meistens nicht über einen ordentlichen Klang verfügen.

DVD und Video

Die beiden HDMI-Eingänge des 242G5DJEB können auch für den direkten Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen genutzt werden. Einer der beiden Eingänge ist als kombinierter HDMI/MHL-Eingang ausgewiesen und arbeitet auch mit entsprechend ausgerüsteten Smartphones und Tablets zusammen.

Eine Video-Einstellung im OSD gibt es nicht, die sRGB-Einstellung war mangels Helligkeitsregler auch keine Alternative. Wir haben daher die praktisch identische Werkseinstellung für unser Testvideo gewählt. Smart Response haben wir von Aus auf Schnell verändert.

Das Full-HD-Video vom PC und BluRay-Player konnte uns nicht überzeugen. Die Farben wirkten zunächst natürlich, auch die Hauttöne passten. Insgesamt aber war der Bildeindruck eher kraftlos und vielfach etwas milchig, diese unschöne Eigenschaft wird durch die lästige Blickwinkelabhängigkeit und den etwas schwachen Kontrast ganz allgemein noch verstärkt. In sehr dunklen Passagen kam noch ein lästiger Glüheffekt bei seitlicher Draufsicht dazu, den wir sonst hauptsächlich bei IPS-Bildschirmen beobachten können.

Die Overdrive-Einstellung Schnell erwies sich als völlig ausreichend, auch in schnell bewegten Szenen beobachteten wir weder Nachzieheffekte noch andere Artefakte wie Halos oder einen Korona-Effekt (helle Konturen bei bewegten Objekten).

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1080 skaliert der 242G5DJEB korrekt als Vollbild. Die SmartSize-Option „Aspect“ ist bei den SD-Auflösungen nützlich, die ansonsten mit falschem Seitenverhältnis angezeigt würden. Zusätzlich gibt es noch 1:1, das im Test aber nur bei 480p60 und 720p60 erwartungsgemäß funktionierte.

Den oft zu beobachtenden Unterschied zwischen 50 und 60 Hz macht auch der 242G5DJEB. 720p60 und 480p60 erscheinen korrekt als Vollbild bzw. seitengerecht skaliert mit voller Bildschirmhöhe, während 720p50 und 576p50 etwas verkleinert dargestellt werden und somit einen Trauerrand erhalten. Auch 24 Hz sind möglich, allerdings war bei 1080p24 ein deutlicher Judder zu erkennen, während 60p und 50p judderfrei gezeigt wurden.

Halbbilder akzeptiert der 242G5DJEB ebenfalls, aber anschauen mag man sie nicht. Nicht nur das deutliche Flimmern stört, hinzu kommt eine lustige Schrägverzerrung des Bildes: von oben her wird jede weitere Bildzeile gegenüber dem Vorgänger um einige Pixel nach rechts versetzt.

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