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TESTBERICHT: Iiyama GB2760QSU-B1 Red Eagle

Gaming-Monitor Iiyama G-Master GB2760QSU-B1 bietet bei 144 Hz Augenschmaus mit erstklassiger AMD FreeSync Performance

Einleitung

Gaming-Displays erhalten bei Iiyama Codenamen wie "Black Hawk", "Gold Phoenix" und "Silver Crow". Sämtliche Monitore verfügen über ein flottes TN-Panel mit einer Reaktionszeit von 1 ms (Grey2Grey). Doch nur der Zusatz "Red Eagle" garantiert ambitionierten E-Sportlern den wirklichen Spielspaß für schnelle First-Person-Shooter und Rennsimulationen durch eine Aktualisierungsrate von 144 Hz.

Bereits im letzten Jahr konnten wir den "G-Master GB2788HS-B1" der Red-Eagle-Serie ausführlich testen, und er überzeugte uns durch seine Spiel-Performance. Mit dem Iiyama G-Master GB2760QSU-B1 ist nun auch ein höher auflösendes, 27 Zoll großes QHD-Panel mit 2560 x 1440 Bildpunkten verfügbar. Auch hier kommen wie bei den anderen Red-Eagle-Modellen ein reaktionsschnelles TN-Panel (1 ms G2G) AMDs FreeSync und 144 Hz Aktualisierungsrate zum Einsatz. Alle technischen Daten und Produktdetails sind im Datenblatt des Iiyama G-Master GB2760QSU-B1 zu finden. Ob der große Bruder und Nachfolger eine ähnlich gute Performance zeigt, finden wir in diesem Test heraus.

Hands on Video Iiyama GB2760QSU-B1

Lieferumfang

Der Iiyama GB2760QSU-B1 wird nahezu in dem gleichen Karton geliefert, wie der von uns bereits getestete kleinere Bruder der Red-Eagle-Serie. Bis auf den Unterschied, dass die praktische Trageschlaufe eingespart wurde und nur noch Griffmulden an den Seiten existieren. Dafür ist das Bruttogewicht mit 8,5 kg etwas niedriger ausgefallen.

Motivkarton mit martialischem Krieger wie bei seinem Vorgänger

Den Monitor an das Tageslicht zu befördern, ist nach wie vor genauso mühselig geblieben. Hierfür müssen die schützenden Styroporformteile in einem Stück über die schmale Öffnung auf der Oberseite des Kartons herausgezogen werden. Monitor und Zubehör sind über zwei Lagen Styropor sicher voneinander getrennt, so dass umherfliegende Teile nicht das Panel beschädigen können. Das Zubehör besteht kabeltechnisch aus DisplayPort-, HDMI- und USB-3.0-Upstream-Kabel. Die Papierbeilage umfasst Quick-Start-Guide und Sicherheitshinweise. Anscheinend legt Iiyama mittlerweile keine CD-ROM mit Treibern und Handbüchern mehr in das Paket. Auf der Produktwebseite des Iiyama GB2760QSU-B1 wird man aber schnell fündig und kann sich die benötigten Dateien herunterladen.

Im Zubehör befindet sich mittlerweile keine CD-ROM mehr

Der Tragarm ist bereits am Monitor vormontiert, so dass einzig der Monitorfuß angebracht werden muss. Dies geschieht über drei Schrauben, die für den werkzeugfreien Aufbau über Bügel zum Festdrehen verfügen. Die Montage des Iiyama GB2760QSU-B1 geht dementsprechend schnell vonstatten.

Links Aufnahme für die Bodenplatte, rechts Montage durch drei Schrauben

Optik und Mechanik

Gegenüber seinem kleinen Bruder wurde bei dem Iiyama GB2760QSU-B1 auf ein rahmenloses Design zurückgegriffen. Das heißt, dass das Panel oben und an den Seiten von einem nur 1 mm schmalen Kunststoffrahmen eingefasst wurde.

Rahmenloses Design des Iiyama GB2760QSU-B1, Panelrand 5 bis 6 Millimeter ist ebenfalls deutlich sichtbar

Der untere Rahmen misst 25 mm und ist gebürstetem Metall nachempfunden. Mittig ist in hellem Grau das Logo aufgedruckt, und weiter rechts in gleicher Farbe die Steuerungssymbole für das OSD-Menü, die sich passend in Verlängerung zu den Tasten unter dem Monitor befinden. Direkt rechts neben den Symbolen befindet sich die kleine Betriebs-LED. Sie leuchtet während des Betriebs blau und im Standby-Modus orange.

Die Tiefe des Monitors beträgt 20 mm. Um Platz für die Elektronik und das Anschluss-Panel zu schaffen, erhebt sich etwas zur Mitte eingerückt ein Gehäuse mit weiteren 20 mm Tiefe, auf dessen Oberseite die Belüftungsschlitze zu finden sind, die die warme Abluft aus dem Inneren befördern. Zwar haben wir es bei dem Iiyama GB2760QSU-B1 mit einem LED-Panel zu tun, das in der Regel nur wenig Wärme produziert, doch ist auch die Stromversorgung intern untergebracht, so dass die Belüftungsschlitze etwas größer ausfallen mussten. Rechts davon führt ein weiteres Gehäuse zwei USB-3.0-Anschlüsse zur Außenseite des Monitors, die dadurch für den Benutzer sehr gut zu erreichen sind.

Zwei USB-3.0-Anschlüsse sind benutzerfreundlich an der Außenseite angebracht

Unter dem Gehäuse befindet sich das Anschluss-Panel mit vertikaler Kabelführung. Der Monitor ist über vier Schrauben mit dem Monitorarm verbunden. Löst man diese, kann das Display an alternative Halterungen mit einer VESA100-Verschraubung angebracht werden.

Unterstützung des VESA-100-Standards

In die Halteplatte ist ein Drehgelenk integriert, über das sich der Monitor um 90 Grad vom Landscape- in den Porträtmodus drehen lässt.

Der Iiyama GB2760QSU-B1 in Pivot-Stellung

Direkt dahinter ist ein weiteres Gelenk dafür zuständig, dass sich das Display des Iiyama GB2760QSU-B1 um -5 Grad nach vorne und um 22 Grad nach hinten neigen lässt.

Neigungswinkel um -5 Grad nach vorne und um 22 Grad nach hinten

Die Halteplatte geht in einen Schlitten über, der innerhalb des Monitorarms läuft. Er kann über einen Weg von 130 mm in der Höhe reguliert werden.

In der niedrigsten Stellung ...

... und in der höchsten Stellung

Dabei ist die Rahmenunterseite des Monitors in tiefster Stellung etwa 25 mm von der Tischoberfläche entfernt. In dieser Höhe schnappt auch die Transportsicherung des Liftmodus ein, um die Mechanik zu schützen. Dieser Mechanismus kann durch einen Knopf auf der Rückseite des Monitorarms wieder gelöst werden. Der Monitorarm fällt mit einer Breite von 75 mm recht wuchtig aus und zeigt vertikal das Logo der Produktreihe "G-Master".

Links großer "G-Master" Schriftzug, rechts Sicherungsknopf & Kabelmanagement

Weiter unten befindet sich besagter Sicherungsknopf und direkt darunter das ovale Fenster, das für das Kabelmanagement zuständig ist. Der Monitorarm ist zweifarbig gestaltet und zeigt auf der Vorderseite eine silberne Lackierung, um ein farbliches Highlight zu setzen.

Der Monitorarm ist in der Front silbern lackiert

Der Swivel-Modus wird durch ein Drehgelenk realisiert, das sich im Übergang zur Bodenplatte befindet und eine Drehung um 45 Grad zu jeder Seite erlaubt.

Seitliche Drehung des Iiyama GB2760QSU-B1

Die große Bodenplatte mit Metallkern, einer Breite von 300 mm und einer maximalen Tiefe von 230 mm verleiht dem Display eine hervorragende Standfestigkeit.

Die große Bodenplatte verleiht dem Iiyama GB2760QSU-B1 eine ordentliche Standfestigkeit

Insgesamt weiß das Design des Iiyama GB2760QSU-B1 zu gefallen und zeichnet sich durch seine Schlichtheit aus, was Puristen gefallen wird. Rein äußerlich weist nichts darauf hin, welche Power in ihm schlummert. Es sei denn, man belässt die Werbeaufkleber an dem unteren Rahmen, was aber wahrscheinlich kaum jemand machen wird, da sie nicht zum Design passen. Auch die Verarbeitung ist auf einem hohen Niveau. Sämtliche Spaltmaße passen, und auch das Display ist gut in das äußere Rahmenband eingepasst.

Design des Iiyama GB2760QSU-B1

Einzig die Mechanik des Liftmodus verläuft auf seinem Weg etwas hakelig, was sich mit der Zeit aber wahrscheinlich legen wird.

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10 Kommentare vorhanden


Hallo @Oliver Jachmann
wäre für mich interessant, jedoch wirkt die Gesamtlatenz wegen der Signalverzögerungszeit von "11,2" ms etwas hoch.
Ist dies für schnelle Spiele als kritisch einzustufen? Der Monitor wird als Gaming-Monitor beworben.
Die anderen schnellen Monitore die hier getestet wurden, z.B. AOC AG241QX, Asus PG258Q oder Asus PG248Q, weisen Signalverzögerungen von 1,2 - 3,7 ms auf. Selbst der hier getestete AOC AG271QG, mit IPS-Panel und g2g Reaktionszeit von 4 ms, hat eine deutlich geringere Signalverzägerungszeit von 2 ms.
Kann dies ein Messfehler beim Iiyama GB2760QSU-B1 sein?
MfG
Hallo paskff,

wir schließen Messfehler mittlerweile aus, da wir jetzt mit zweierlei Messmethoden arbeiten. Zunächst mit der von uns entwickelten Messmethode und zusätzlich mit dem "Leo Bodnar Lag Tester" Hier liegen beide Testergebnisse nicht weit auseinander, so dass man von einer Gesamtlatenz zwischen 10,8 und 11,2 Millisekunden ausgehen kann. Ich persönlich habe nichts von einer merkbaren Latenz gespürt. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass ich kein professioneller E-Sportler bin. Bei 11 Millisekunden wird dies meiner Meinung nach auch nur solchen Menschen auffallen, wenn überhaupt. Solltest Du also nicht zu dieser Spezies gehören, kannst Du problemlos auf diesen Monitor zurückgreifen. Ich hoffe, dass ich ein wenig behilflich sein konnte.

Viele Grüße
Oliver
Danke für die rasche Antwort.
Bin natürlich kein E-Sportler und somit sind 5 ms oder 10 ms für mich nicht bemerkbar oder relevant.
Hätte dennoch noch eine Frage:
Wie ich sehe beinflusst der Video Ausgang die Signalverzögerungszeit in keinster Weise; die Schaltzeiten über den DP-Ausgang sind ziemlich ähnlich http://www.prad.de/images/monitore/iiyama_gb2760qsu-b1/144Hz_schaltzeiten_overdrive_+2.jpg
Sehe ich das so korrekt?
laut Messergebnisse nur in geringer Weise. Allerdings sind an HDMI auch nur 60Hz möglich. Die bessere Wahl ist hier entweder DVI oder DP aufgrund der höheren möglichen Aktualisierungsrate, was sich enorm positiv auf das Spielerlebnis niederschlägt!

Viele Grüße
Oliver
Sehr geehrtes PRAD-Team,

der Test des "Iiyama GB2760QSU-B1 Red Eagle"
ist ja durchweg positiv ausgefallen,
scheinbar kann man mit der Wahl dieses Monitors
nichts falsch machen.

Was mich dann aber bei all der akribischen Prüfung
des Monitors stutzig macht, es wird in keiner Zeile darauf hingwiesen, dass Iyama diesen Monitor
anderst bewirbt als er in Wirklichkeit ist.

In eurem Artikel steht:
"... wurde auf ein rahmenloses Design zurückgegriffen. Das heißt, dass das Panel oben und an den Seiten von einem nur 1 mm schmalen Kunststoffrahmen eingefasst wurde."

Dass hier aber zusätzlich an den Seiten und dem oberen Rand nochmals, ein nicht zur Darstellung nutzbarer Rand von ca. 5-6mm kommt, wird nicht erwähnt?!?

Auf der Produktseite wirbt Iyama mit der Darstellung, das Bild des Monitors würde
bis an den 1mm schmalen Rand hinaus laufen.
Im direkten Bildvergleich mit anderen Monitoren ein klarer, optischer Vorteil.

Technisch ist das aktuell nicht möglich, dennoch
suggerieren die Produktbilder dies.

Somit ist das irreführende Werbung und nicht zulässig.

Wieso kein Wort darüber im Testbericht??
Bei den Produktbildern setzen die Grafiker einfach Bilder ein. Ungut aber leider üblich, ich denke aber auch auf der Iiyama Webseite wird nirgendwo behauptet, dass das Bild bis an den Rand geht. Obwohl wir das nicht im Text erwähnt haben, da es eben normal ist, kann man es auf dem 1. Bild unter Optik und Mechanik ganz klar erkennen. Noch besser wenn man es vergrößert.
eine irreführende geschäftliche Handlung ist auch dann gegeben, wenn Informationen bewusst weggelassen werden.
Da iiyama vermutlich nicht ausversehen das Bild des Monitors bis an den schmalen Rand mappen lässt,
kann man davon ausgehen, dass man sich damit bewusst vor den Mitbewerbern positionieren möchte.

Kaufentscheidend kann dies allemal sein.

Als "üblich" würde ich diese Geschäftspraktik daher absolut nicht sehen, obgleich es in der Vergangenheit auch schon andere Anbieter getan haben.

Vor Jahren gab es dies auch schon bei der LG Flatron Reihe.
Hier bei Prad wurde auch eins dieser Modelle getestet, seinerzeit wurde aber gezielt auf diesen
schwarzen Rahmen hingewiesen im Test.

http://www.prad.de/new/monitore/test/2012/test-lg-ips277l-bn.html

Tut mir leid, aber auf so eine Irreführung muss hingewiesen werden und eigentlich auch negativ in die Gesamtwertung einfließen.

Wie sonst soll der Verbraucher sich ein neutrales Bild von einem Produkt machen?
Keine Frage, ist nicht gut. Aber bei LG war das damals deshalb etwas kritischer, weil sie diese bearbeiten Bilder auch für den Karton des Displays verwendet haben. Wie gesagt auf den Pressebildern und auf den Webseiten ist das tatsächlich üblich, denn hier werden von Grafikern speziell erstellte Motive verwendet. Ich denke auch nicht, dass hier eine offensichtliche Täuschung herbeigeführt werden soll. Der Grafiker hat keine Ahnung, die Leute die die Webseite erstellen auch nicht, hier ist der Hersteller gefordert. Uns hat das deshalb wohl auch etwas abstumpfen lassen.
Nach deiner Therorie müsste es also auch den Fall geben, dass ein unwissender Grafiker ein viel kleineres Bild einsetzt als der Monitor tatsächlich darstellen könnte.

Somit würde das Gegenteil eintreten und man würde durch vermeintliche Unwissenheit im eigenen Haus, das eigene Produkt negativer bewerben.
Diese Situation schon gehabt?

Bei Iiyama ist die Täuschung btw identisch wie bei LG.
Hättet ihr nämlich die Rückseite des Kartons zum Testbericht verwendet, so hättet ihr die manipulierte Grafik auch auf dem Karton gesehen!

Die Irreführung zieht sich somit von der Iiyama Internetseite, über den Onlineshop von dem der Monitor bestellt wird, bis zur Lieferung nach Hause.
Erst wenn der Monitor angeschlossen wird merkt
man den Beschiss...
ist der direct-drive-modus für den inputlag besser oder overdrive auf "0" ??

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