NAB 2010: TAMUZ mit gewaltigem Monitor- und Zubehöraufgebot

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TAMUZ Broadcast Trading Inc. , die Amerikasparte des deutschen Entwicklers und Maßfertigers TAMUZ GmbH, präsentiert auf der NAB-Show (National Association of Broadcasters) neue OLED- und Next-Generation-Monitore mit 3G-SD/HD-SDI-Eingängen und 1080p60/50-Unterstützung. Die ausschließlich für den professionellen Einsatz hergestellten Displays sind für Absatzmärkte in Nord- und Südamerika sowie für den karibischen Markt vorgesehen.

Der Multi-Zweck-OLED-Monitor OCM 107W, Codename: Black Hawk (Foto: Tamuz).

An seinem Stand Nr. 5037 zeigt der Hersteller einen OLED-Rackmonitor für den Mehrbildschirmbetrieb, einen neuen OLED-Mehrkanal-Audio-Video-Monitor mit integrierten Lautsprechern sowie mittelgroße Klasse-Eins-Referenzmonitore. Des Weiteren gibt es Full-HD-Panels, netzwerkfähige Steuerungssoftware, einen Filmlichtbestimmer und einen Farbkorrektor zu bestaunen.

Bereits auf der NAB 2009 zu sehen war der 7,6 Zoll messende „Black Hawk“-OLED-Monitor, der für den Feldeinsatz an einer Kamera angebracht werden kann oder in Kontrollräumen fest installiert wird. Das 15:9-Display hat eine Auflösung von 800 mal 480 Pixeln und erfüllt die EBU- Bestimmung (European Broadcasting Union).

Neben SD/HD-SDI (High Definition Serial Digital Interface), RGB-HV (RGB mit horizontaler und vertikaler Synchronisation), RGsB (sync on green) oder RGBS (composite sync) ist es auch mit HDMI- und CCVS-Eingängen (color composite video signal) versehen. Tamuz empfiehlt den Black Hawk, der sich optional mit einer externen Batterie betreiben lässt, für Kameraleute, Regisseure und Produzenten direkt an einer Filmkamera, auf dem Schwebestativ oder an Filmkränen.

Als weltweit ersten OLED-Rackmonitor für den Mehrbildschirmbetrieb führt Tamuz den OCM 404W HD ein. Bis zu vier der 4,3-Zoll-Einzeldisplays mit 480 mal 272 Pixeln können in eine 2-RU-Monitorbrücke eingelassen werden, um eine Vorschau von verschiedenen Filmaufnahmen zu erhalten. Die OLED-Technik soll Röhrengeräten in Bezug auf Blickwinkelunabhängigkeit in nichts nachstehen und ein Kontrastverhältnis von mehr als 100.000:1 ermöglichen. Auch diese Displays bringen 3G/SD/HD-SDI-Eingänge mit und unterstützen 1080p60/50.

Der Audio-Video-Monitor AVM 841 HV sorgt für eine knackige Vorschau (Foto: Tamuz).

Bis dato ebenfalls einzigartig: der Audio-Video-Monitor AVM841 HV in OLED-Ausführung. Das hochprofessionelle, 4,3 Zoll große Kontrollgerät ist mit acht 3G/HD/SD-SDI-Eingängen, CCVS, VGA sowie SDI- und CCVS-Ausgang ausgestattet. Vier Einzelkanäle lassen sich über die Audioausgänge realisieren. Seine Stereolautsprecher machen den AVM841 HV zum Studiomonitor für das Soundmonitoring im Tonstudio.

„Imperial Eagle“ (Reichsadler) heißen Tamuz’ Broadcast-Video-Monitore der Referenzklasse eins. Laut Hersteller sind die 24- und 32-Zoll-Geräte die beste Lösung für farbkritische Anwendungen bei der Film- und HDTV-Produktion sowie die Postproduktionsphase. Die Displays sind zur Darstellung von 1080i-, 1080p- oder 720p-HD-Auflösungen in der Lage und besitzen mehrere SD/HD-SDI-, HD-DL- und 3G-Eingänge. Zur weiteren Ausstattung gehören analoge Composite-, HD-Component-Video- und VGA- bzw. DVI-D-Eingänge. Das Reichsadler-Backlight-System ermöglicht die komplette Darstellung des EBU-Farbraums bei 80 Candela Helligkeit mit dem niedrigsten Restlicht laut EBU-Spezifikation.

Die hochauflösenden Farbgroßbildschirme der „Sparrowhawk“-Baureihe sind in Diagonalen von 20 bis 82 Zoll verfügbar. Dank ihrer Full-HD-Auflösung und der schlanken Rahmenbauweise sind sie für Multi-View-Wände in Kontrollräumen oder in mobilen Einheiten eignen. An Profi-Zubehör hat Tamuz die TCP/IP-fähige MRC-Software im Gepäck. Dank dieser Lösung lassen sich Monitore von einem Laptop aus oder über ein Netzwerk fernwarten. Bis zu 254 Displays lassen sich im vollen Funktionsumfang gleichzeitig steuern; die Anwendung soll die Lebensdauer um 50 Prozent verlängern.

Ornithologen hätten an der Namensgebung ihre Freude: Video-Kontroll-Wand, bestehend aus vier Sperber-Monitoren (Foto: Tamuz).

Bevor sie ausgeliefert werden, testet TAMUZ alle Monitore zur Qualitätssicherung mit dem Farbkorrektor Konica/Minolta CS-2000. In Kürze soll die CS-200-Einheit standardmäßig zur AAC-Kalibrierung (Automatische Anpassung und Kalibrierung) verwendet werden. 40 Messsensoren erlauben Berechnungen, die der Empfindlichkeit des menschlichen Auges entsprechen; Messungen bis hinab zu einem 0,1-Grad-Winkel und einer Leuchtdichte von nur 0,01 cd/m[sup]2[/sup] werden so möglich. Mit der CS-200 können Lichtquellen wie LEDs, Bildröhren, LCD- und Plasmapanels, CCFL-Röhren und Projektionsschirme gemessen werden.

Die speziell für den nordamerikanischen Markt entworfene Tcube-Farbkorrektor/LUT-Generator-Software ist für den Einsatz mit dem SpeedGrade Onset 2010 konzipiert. Mit ihrer Hilfe können Kameraleute ein Referenzbild aus einem Live-HD-Signal wählen, automatisch die 3DLUT aktualisieren lassen und sie sogleich auf das HD-Signal anwenden. Viele andere Anwendungen sind mit Tcube verfügbar, wie zum Beispiel Gamut-Legalisierung, 3D/1D-LUT für die Farbabstimmung, Bug Inserter und Frame Synchronizer mit Audio-Resampling oder Untertitel-Inserter über TCP/IP in SD- und HD-Qualität.

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